Vivat Germania latina, Vivat Latinitas teutonica!

Heinrich C. Kuhn

Titel Themen Sprachen Bücher

Latein und Deutsch in Ingolstädter Veröffentlichungen des 15. mit 18. Jahrhunderts [1]



Will man fragen, ◊ zu welchen Themen in der Germania latina auf Deutsch und auf Latein veröffentlicht wurde, ◊ will man fragen, welches Gewicht die beiden Sprachen früher hatten, ◊ will man fragen, wofür sie in gedruckten Werken verwendet wurden, ◊ will man fragen, welche Prominenz diese Sprachen in welchen institutionellen Kontexten haben, so scheint es sinnvoll zur Beantwortung solcher Fragen auch die Datenbanken zu nutzen, in denen der gedruckte Niederschlag des Gebrauchs des Lateinischen und des Deutschen seinen elektronischen Niederschlag gefunden hat. [2]

Will man Antworten auf solche Fragen haben, ohne von der Menge der Ausgangsdaten völlig überwältigt zu werden, so empfiehlt sich vermutlich (zumindest derzeit) eine gewisse Beschränkung des befragten Materials. [3] Zweierlei Beschränkungen habe ich gewählt: Die eine zeitlich: auf die Jahre bis 1800, die andere örtlich: auf einen einzelnen Druckort. Es sind, dennoch eine reichliche Zahl von zu untersuchenden Datensätzen übrig geblieben (mindestens 44803 Bücher, die rund 31000 Ausgaben entsprechen).

Eine weitere Gruppe von Beschränkungen, die ich - im Unterschied zu den erwähnten - nicht wählen konnte verdient der Erwähnung: die Einschränkungen technischer Art, von denen es bei einer bibliometrischen Untersuchung wie der hier vorlegten zu viele gibt, als dass ich sie sinnvollerweise alle hier auch nur erwähnen könnte - in einem Paper, das ich vor ca. einem Jahr in Padua zu anderen Themen, die ich allerdings auch bibliometrisch (auf Basis anderen Materials) bearbeitet hatte, vorgetragen habe, hatte ich 27 derartige Einschränkungen erwähnt. [4]

Für das was ich hier vorstellen möchte seien nur zwei Gruppen von Einschränkungen besonders zur Sprache gebracht: die erste beruhend auf dem zugrundeliegenden Datenmaterial: ◊ Es gibt zwischen den mir zur Verfügung stehenden Datensätzen Überschneidungen, [5] die nur zum Teil eliminiert werden konnten, und es gibt z.T. wohl auch Fälle, wo nicht-identisches als identisch zusammengefasst wurde; die andere Einschränkung beruht darauf, dass ich zur Bestimmung von Sprachen, Fachzuordnungen, und anderem, neben dem eigenäugigen Blick auf Datensätze, die halbwegs offensichtlich von problematischer Zuordenbarkeit waren, in Anbetracht der großen Zahl von Datensätzen auf automatische Analysen zurückgegriffen habe; soweit ich die Ergebnisse stichprobenartig überprüft habe, haben diese Analysen brauchbare Ergebnisse geliefert, doch werden sie in manchem Falle dennoch zu Fehlern geführt haben; die meisten der Zahlen, die Basis des in den folgenden Minuten Vorgetragenen sein werden, sind von eingeschränkter - wenn auch soweit erkennbar hinreichender - Korrektheit.

Doch damit zunächst genug hiervon, und hin von dem was nicht genau ist, zu dem was ist.

Angemessen der Tatsache, dass der Kongress "Germania latina - Latinitas teutonica" an der Ludwig-Maximilians-Universität stattfand, wurde als untersuchter Druckort jene Stadt gewählt, die für die längste Zeit des Bestehens dieser Universität (nämlich die Jahre von 1472 bis 1800) Ort der Ludwig-Maximilians-Universität war: Ingolstadt.

Meinem Text zugrunde liegen die rund 31000 Ausgaben und (dublettenbereinigt) rund 41000 Exemplare Ingolstädter Drucke, die vom Beginn des Buchdrucks bis zum Jahr 1800 entstanden sind, und in den Datenbanken des VK97, des VD17 und des Bayerischen Bibliotheksverbundes nachgewiesen sind. [6]

Ingolstadt dürfte eine der wenigen Universitäten sein, in deren Fall die Universität mit all ihrer Geschichte weit weniger weltweiten Ruhm genießt, als der berühmteste ihrer Studenten: Victor Frankenstein. [7] Worüber ich hier berichte, kann allerdings kaum von seinem, Frankensteins, Ruhme zehren: von Werken seiner akademischen Lehrer, Waldman und Krempe fehlt in den Daten, die Grundlage meines Textes sind, leider jede Spur ... .

Dennoch reicht die Wirkung und Verbreitung der Ingolstädter Drucke der hier untersuchten Zeit deutlich weiter, als die Schatten der Ingolstädter Kirchtürme: von den 225 Bibliotheken, in denen in den mir vorliegenden Daten Ingolstädter Drucke vor 1801 nachgewiesen sind, von diesen 225 Bibliotheken liegen immerhin 182, d.h. über 80% außerhalb Bayerns [8] - auch wenn 80,74% der erhaltenen Exemplare ihren Ort in bayrischen Bibliotheken haben. [9]

Von solcher bayerischen Prädominanz zu lesen, mag nicht bei allen Lesenden gleiche Freude auslösen. Anders wird dies möglicherweise mit der folgenden Prädominanz sein - da sie belegt, dass Ingolstädter Drucke der Zeit bis 1800 in der Tat von Relevanz für das Thema des Kongresses, dessen Akten Sie gerade lesen, sind:

Die prädominante Sprache für derlei Drucke ist: Latein: [10]

Diagramm1

(Diagramm 1: Ausgaben nach Sprache)

Der Sprachanteil des Lateinischen ist jedoch über all die untersuchten Jahre hinweg nicht konstant, sondern durchaus Veränderungen unterworfen: hier der Blick auf diese Veränderungen (der Einfachheit halber nur die beiden Sprachen Deutsch und Latein betrachtend):

Diagramm2

(Diagramm 2: Ausgaben nach Sprache: Jahresübersicht)

Die Ausschläge sind, wie erkennbar, recht extrem, doch erst im letzten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts erreicht der Anteil der deutschen Drucke einen Wert von im Mittel immerhin etwas über 47%. Der nächsthöchste Anteil deutscher Drucke pro Jahrzehnt liegt in den Jahren 1561 mit 70 (bei 40,75%); am niedrigsten ist dieser Anteil in den Jahrzehnten 1631-40 und 1641-50 (mit jeweils gut 15 und knapp 16 Prozent). D.h.: am niedrigsten ist der Anteil der deutschen Drucke in den letzten Jahren des 30jährigen Krieges und im darauffolgenden Jahrzehnt.

Zweierlei scheint vor solchem Hintergrund von Interesse: ◊ die Zahl der Drucke, die insgesamt in den einzelnen Jahren in Ingolstadt erschienen sind (um zu sehen, ob den starken Ausschlägen der Sprachanteile ebensolche Ausschläge in der Zahl der Drucke insgesamt entsprechen) ◊ und der Anteil des universitären Schrifttums an der Gesamtzahl der Drucke in den einzelnen Jahren.

Zunächst: zur Entwicklung der Zahlen der Ausgaben: Aufgrund des mir zur Verfügung stehenden Datenbestands ergibt sich folgendes Bild für die Entwicklung der Ausgaben wie auch der jeweils noch nachgewiesenen Exemplare dieser Ausgaben pro Jahr:

Diagramm3

(Diagramm 3: Zahl der Ausgaben und Exemplare: Jahresübersicht)

D.h.: Der Anteil lateinischer und deutscher Drucke bleibt - trotz all seinen Schwankens weitaus konstanter als die Zahl der Drucke überhaupt: Das "Sprachprofil" der Ingolstädter Drucke ist weitaus "stabiler" als die Zahl der Drucke und Ausgaben: Die Zahl der Drucke steigt in den 1540er Jahren deutlich an, sinkt dann stark, steigt von den 1560er Jahren bis ungefähr zum Beginn des Dreißigjährigen Krieges stark an, fällt bis 1631 gemächlich, und stürzt 1632 rapide ab [11] - und bleibt in all den folgenden Jahren bis 1800 (von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen) deutlich unter dem in der Vorkriegszeit erreichten Niveau.

Die Hochschulschriften (Dissertationen u. dgl.) gewinnen gegen Anfang des letzten Drittels des 16. Jahrhunderts an Bedeutung für das "Ingolstädter Druckwesen", doch ist das Ingolstädter Verlags- und/bzw. Druckereiwesen insgesamt betrachtet keineswegs nur Dienstleister für die Universität:

Diagramm4

(Diagramm 4: Anteil Dissertationen etc.: Jahresübersicht)

Betrachtet man den Anteil der Hochschulschriften an den in Ingolstadt gedruckten Ausgaben in lateinischer Sprache, so ergibt sich folgendes Bild:

(Diagramm 5: Anteil Dissertationen etc. an lateinischen Ausg.: Jahresübersicht)

D.h.: Auch wenn die Sprache der Universität Latein ist (und das ist sie: von den 5414 Datensätzen, bei denen automatisiert ein Hochschulkontext im engeren Sinn vermutet wurde [12] sind gerade einmal 80 auf Deutsch erschienen [nicht zum geringsten Teil Übersetzungen theologischer Disputationen], 2 zweisprachig Deutsch und Latein, 3 Griechisch und Latein, der ganze Rest von 4329 Ausgaben die die von mir verwendeten Algorithmen [13] solchem Hochschulkontext zugewiesen haben ist lateinisch), ◊ auch wenn also die Sprache der Universität Latein ist, so ist Latein doch auch in Ingolstadt mehr als nur die Sprache der Universität.

Für einzelne "Fächer", "Gebiete", etc., habe ich aufgrund verschiedenster Kennworte eine Zuordnung der Ausgaben versucht; das Ergebnis ist das folgende:

Fach

Sprache

Ausgaben

Drama

Latein

130

Drama

Deutsch

34

Drama

Unbekannt

4

Perioche

Latein

439

Perioche

Deutsch

331

Perioche

Deutsch & Latein

16

Perioche

Unbekannt

2

Sonstige Dichtung

Latein

750

Sonstige Dichtung

Griechisch u. Latein

22

Sonstige Dichtung

Deutsch

4

Sonstige Dichtung

Deutsch & Latein

1

Geschichte

Latein

376

Geschichte

Deutsch

113

Geschichte

Griechisch u. Latein

14

Grammatik

Latein

143

Grammatik

Deutsch

15

Grammatik

Französisch

1

Grammatik

Griechisch u. Latein

1

Mathematik

Latein

142

Mathematik

Deutsch

32

Mathematik

Griechisch u. Latein

3

Medizin

Latein

662

Medizin

Deutsch

83

Medizin

Griechisch u. Latein

1

Medizin

Griechisch

1

Philosophie

Latein

3813

Philosophie

Deutsch

54

Philosophie

Griechisch u. Latein

10

Recht

Latein

4372

Recht

Deutsch

712

Recht

Griechisch u. Latein

34

Recht

Deutsch & Latein

11

Recht

Griechisch, Latein & Deutsch

2

Rhetorik

Latein

146

Rhetorik

Griechisch u. Latein

10

Rhetorik

Deutsch

8

Theologie

Latein

5930

Theologie

Deutsch

4905

Theologie

Griechisch u. Latein

66

Theologie

Deutsch & Latein

4

Theologie

Unbekannt

2

Theologie

Deutsch & Lateinisch

1

Theologie

Englisch

1

Unbekannt

Latein

3577

Unbekannt

Deutsch

1315

Unbekannt

Griechisch u. Latein

125

Unbekannt

Unbekannt

56

Unbekannt

Griechisch, Latein & Deutsch

9

Unbekannt

Italienisch

6

Unbekannt

Deutsch & Latein

5

Unbekannt

Griechisch

2

(Tabelle 1: Fächer und Sprachen)

Die Bedeutung des Lateinischen für die einzelnen Gebiete und Fächer ist also unterschiedlich (besonders hoch: Philosophie, Dichtung, Medizin, Rhetorik, Grammatik), doch für jedes der hier verwendeten Fächer bzw. Gebiete ist Latein die Sprache, in der die meisten Ausgaben erschienen sind.

Diagramm6

(Diagramm 6: Anteil der einzelnen "Fächer" an den Ausgaben)

Die drei "großen" Gebiete sind also letztendlich doch drei der klassischen Universitätsfächer: Theologie, Recht und Philosophie. Für jedes von Ihnen sei die Entwicklung der Ausgaben über die Zeit hin, und die Entwicklung der Anteile von Ausgaben Lateinischer und Deutscher Sprache vorgestellt:

Zunächst zur Theologie

Diagramm7

(Diagramm 7: Ausgaben Theologie: Latein und Deutsch nach Jahren)

Starke Schwankungen also, ◊ einen ersten (moderaten) Höhepunkt um die Mitte des 16. Jahrhunderts, primär mit Ausgaben in lateinischer Sprache, ◊ ein zweiter Höhepunkt im letzten Drittel des 16. Jahrhunderts mit einem durchaus nicht unbeträchtlichen Anteil an Werken in deutscher Sprache, ◊ der sich in den 1610er und 1620er Jahren fortsetzt, diesmal mit einem eher etwas geringeren Anteil von Ausgaben in deutscher Sprache, ◊ um dann (wie ja auch die Ausgabenzahl insgesamt) 1632 kräftig abzustürzen, ◊ und sich trotz aller Schwankungen, die noch kommen, bis 1800 nie mehr auf "Vorkriegsstand" zu erholen.

Betrachtet man die das Recht betreffenden Texte, so ergibt sich folgendes Bild:

Diagramm8

(Diagramm 8: Ausgaben Recht: Latein und Deutsch nach Jahren)

Hier ist im Vergleich zur Theologie ◊ der Anteil der deutschsprachigen Texte (mit Ausnahme der Mitte des 16. Jahrhunderts und der letzten Jahre des 18. Jahrhunderts) geringer, ◊ ansonsten die Entwicklung zunächst ähnlich, doch gibt es ab 1633 eine durchaus nicht unbeträchtliche Erholung, die deutlich weniger auf Einzeljahre beschränkt ist, als im Falle der Theologie.

Nun zur Philosophie:

Diagramm9

(Diagramm 9: Ausgaben Philosophie: Latein und Deutsch nach Jahren)

Philosophie ist also das lateinische Fach schlechthin. Deutsch ist als Sprache hier quasi irrelevant, ◊ mit einigen "Zwischensenken" und Zwischengipfeln steigt die Anzahl der Drucke kontinuierlicher als bei den anderen Fächern bis in die 1620er Jahre, ◊ dann - wie auch bei den anderen Fächern - der Absturz, ◊ um danach, mit Schwankungen auf ungefähr einem Drittel bis der Hälfte des Vorkriegsniveaus zu bleiben.

Ich habe bislang vieles über Latein gesagt, doch immer wieder eine zweite Sprache erwähnt: Deutsch. Das Ingolstadt der Drucke vor 1801 ist nicht nur eine prädominant lateinische Stadt, sondern eine mehrsprachige Stadt auch in seinen Drucken: nach Latein sind sie mit weitem Abstand vor jeder anderen Sprache Deutsch. Vor solchem Hintergrund ist es u.U. nicht uninteressant, einen Blick auf die Zahlen für die in Ingolstadt in jener Zeit gedruckten Übersetzungen zu werfen (da Übersetzungen ja stets mit Ein- und Mehrsprachigkeit zu tun haben) - auch wenn diese Zahlen für Übersetzungen insgesamt recht gering sind: 850 Ausgaben, entsprechend nur 2,74 Prozent der gesamten Ausgaben.

Hier die Verteilung der Übersetzungen gemäß ihren Zielsprachen über die Jahre (ohne die 8 mehrsprachigen Ausgaben):

Diagramm10

(Diagramm 10: Übersetzungen: Zielsprachen Latein und Deutsch nach Jahren)

547 Übersetzungen haben als Zielsprache Deutsch, 228 als Zielsprache Latein. Ansonsten scheint mir das Diagramm wenig Bemerkenswertes zu zeigen - außer dem Übergewicht der Übersetzungen mit Zielsprache Latein ab 1755.

Betrachten wir die Gebiete, denen die Übersetzungen zugeordnet werden können, so ergibt sich für die Zielsprache Latein:

Diagramm11

(Diagramm 11: "Gebiete" von Übersetzungen ins Lateinische)

Und für die Übersetzungen ins Deutsche:

Diagramm12

(Diagramm 12: "Gebiete" von Übersetzungen ins Deutsche)

Unter den Übersetzungen, die meine Algorithmen einem bestimmten Gebiet zuordnen konnten, nehmen in beiden Fällen Theologie und Recht den Löwenanteil an, bei den Übersetzungen ins Lateinische folgen dann Philosophie und Mathematik, während bei den Übersetzungen ins Deutsche die Geschichte folgt.

Nach Einigem an Zahlen und Einzelergebnissen sei nun eine "Übersetzung" eines Teils dieser Zahlen und Einzelergebnisse in allgemeinere "Thesen" (Thesen im alten Sinne: etwas was bestritten und aufgrund von Material auch verteidigt werden kann) versucht:

Bibliometrische Analysen zu Themen wie den hier behandelten sind möglich, unterliegen jedoch der Notwendigkeit wählbarer Beschränkungen der zugrundeliegenden Datenmenge, und unterliegen bestenfalls teilweise wählbaren und bestenfalls teilweise aufhebbaren Beschränkungen aufgrund technischer Vorgaben und einzelmenschlicher Beschränktheit.

Ingolstadt als Untersuchungsgegenstand hat seine Relevanz zum Teil als ein Druckort, der zugleich Universitätsort ist, und aufgrund der zumindest geographisch weiten Ausstrahlung der dortigen Veröffentlichungen.

In der Zeit vor 1801 (also in der Zeit, in der Ingolstadt Universitätsstadt war), handelt es sich beim weit überwiegenden Teil der dort gedruckten Ausgaben um Ausgaben von Texten in lateinischer Sprache, auch wenn der Anteil von deutschsprachigen Texten durchaus nicht vernachlässigenswert ist.

Abgesehen vom letzten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts (wo deutschsprachige Ausgaben an Gewicht zunehmen) ist der Anteil lateinischer Drucke zwar schwankend, behält aber ein klares Übergewicht.

Das Schwanken des Anteils lateinischer und deutscher Ausgaben ist soweit erkennbar unberührt von den dramatischen Veränderungen in der Gesamtzahl Ingolstädter Drucke im Laufe der Zeit, insbesondere unberührt von der drastischen Verringerung der Zahlen Ingolstädter Drucke ab 1632.

Analoges scheint auch weitgehend für den Anteil der Hochschulschriften an den Ingolstädter Drucken zu gelten. Sowohl was die Sprachen, als auch was den Hochschulschriftenanteil betrifft, bleibt das "Profil" der "Ingolstädter Druckerei" insgesamt deutlich konstanter als die Zahl der dort gedruckten Ausgaben und der erhaltenen Exemplare.

Die Sprache der Universität ist Latein, aber Latein ist mehr als nur die Sprache der Universität.

Das Übergewicht der Lateinischen Sprache existiert auf allen fachlich/sachlichen Gebieten, doch ist es auf einzelnen Gebieten unterschiedlich groß, mit am höchsten in Philosophie, Dichtung und Medizin, am geringsten im Bereich der Theologie im weiteren Sinne.

Sowohl die Anzahl der Ausgaben pro Jahr, als auch der Anteil deutschsprachiger und Lateinischer Ausgaben hieran pro Jahr unterscheiden sich zwischen den untersuchten Gebieten Theologie, Recht und Philosophie sehr deutlich. Der "Latinitätsgrad" dieser Gebiete unterscheidet sich beträchtlich.

Anders als bei den originalsprachlichen Ausgaben, überwiegt bei Übersetzungen die Zielsprache Deutsch deutlich die Zielsprache Latein. Texte aus Theologie (hier wie auch sonst immer inkl. Frömmigkeitsliteratur verstanden) und Recht stellen jedoch in beiden Fällen den größten Teil der übersetzten Texte. Auf den weiteren Rängen der erkannten Gebiete der Übersetzungen unterscheiden sich die beiden Zielsprachen jedoch deutlich.

Die Untersuchung der Ingolstädter Drucke zeigt uns Druckwerke für ein mehrsprachiges und/oder gemischtsprachiges Publikum. Das Drucken in lateinischer Sprache und das Drucken in deutscher Sprache geschehen gleichzeitig und meist mit ähnlichen Entwicklungen, doch z.T. mit gleichem und z.T. mit unterschiedlichem "fachlichem" Profil.

Latein ist die internationale Sprache im regionalen und lokalen Kontext. Die Bedeutung dieses regionalen und lokalen Kontexts für Veröffentlichungen in lateinischer Sprache - und u.U. auch für ihre Rezeption -könnte durch der meinen vergleichbare Untersuchungen für andere Druckorte, z.T. im deutschsprachigen, z.T. im nicht-deutschsprachigen Bereich, könnte durch solche der meinen vergleichbare (und gerne auch der meinen überlegene) Untersuchungen ebenso besser verstanden werden, wie derlei Untersuchung unser Verständnis für die Dialektik zwischen der Internationalität und der Regionalität Lateinischer Texte verbessern kann oder zumindest könnte.

Frankenstein, Ingolstadts berühmtester Student fand sein berühmtes Geschöpf, Produkt seiner technischen Manipulationen, monströs, gar allzu monströs. Ich hoffe, Sie, der Sie dies lesen, möchten das Ihnen hier vorgetragene, das Produkt meiner EDVgestützten Manipulationen nicht allzu monströs finden.

Anhang A: Bibliotheken mit Ingolstädter Drucken der Zeit vor 1801 und Nachweis in VK97, VD17 und BVB

Bibliothek

Bayern

Aachen, B d. Rhein.-Westf. Techn. HS

Nein

Aachen, ÖB

Nein

Amberg, Staatl. B

Ja

Amberg-Weiden, Bibl. d. FH

Ja

Ansbach, Bibl. d. FH

Ja

Ansbach, Staatl. Bibl.

Ja

Aschaffenburg, HofB

Ja

Augsburg, FHB

Ja

Augsburg, Staats- u. Stadtbibl.

Ja

Augsburg, UB

Ja

Bamberg, SB

Ja

Bamberg, UB

Ja

Bayreuth, UB

Ja

Berlin (B 496)

Nein

Berlin, SB

Nein

Berlin, UB FU

Nein

Berlin, UB TU

Nein

Berlin, Zentral- u. LB

Nein

Bielefeld (Bi 7)

Nein

Bielefeld, StB

Nein

Bielefeld, UB

Nein

Bochum, FHB

Nein

Bochum, UB

Nein

Bonn, B d. Friedrich-Ebert-Stiftung

Nein

Bonn, UuLB

Nein

Bornheim, B.St.Albert

Nein

Braunschweig, ÖB (UB Braunschweig)

Nein

Braunschweig, StBuStArchiv

Nein

Braunschweig, UB

Nein

Bremen, SUB

Nein

Bretten? (nicht in LV-Tabelle!)

Nein

Celle, StBü

Nein

Chemnitz, UB d. Techn. Univ.

Nein

Clausthal-Zellerfeld, UB

Nein

Coburg, FHB

Ja

Coburg, LB

Ja

Cottbus, UB TU

Nein

Cuxhaven, StBü (LB Oldenburg)

Nein

Darmstadt, Hess. LuHB

Nein

Detmold, Lipp. LB

Nein

Dillingen, Studienbibl.

Ja

Dortmund, StuLB

Nein

Dortmund, UB

Nein

Dresden, HSB d. HS f. Technik u. Wirtschaft (SLUB Dresden)

Nein

Dresden, SLUB

Nein

Dresden, SLUB/ Standort Zellescher Weg.

Nein

Dresden, SuUB

Nein

Dresden? (D 41)

Nein

Duisburg, UB

Nein

Düsseldorf (Due20)

Nein

Düsseldorf (Due58)

Nein

Düsseldorf, UuLB

Nein

Eichstätt, UB

Ja

Ellwangen, Peutinger-Gymnasium

Nein

Erlangen-Nürnberg, UB

Ja

Essen, UB

Nein

Frankfurt (Oder), UB d. Europa-Univ. Viadrina

Nein

Frankfurt a. M., Senckenb. B

Nein

Frankfurt a. M., StUB

Nein

Frankfurt? (F 36)

Nein

Freiberg i. Sa., UB/BA

Nein

Freiburg i. Br., B d. PH (UB Freiburg)

Nein

Freiburg, UB

Nein

Freiburg? (Frei 123)

Nein

Freiburg? (Frei 26)

Nein

Fulda, Hess. LB

Nein

Gelsenkirchen, FHB

Nein

Gifhorn, StBü (UB Braunschweig)

Nein

Gotha, FLB

Nein

Göttingen, StB

Nein

Göttingen, SUB

Nein

Göttingen, SuUB

Nein

Greifswald, UB

Nein

Gundelsheim/Württ., Siebenbürgische B (UB Heidelberg)

Nein

Hagen, UB d. Fernuniv.

Nein

Halle, ULB

Nein

Hamburg, B d. HWWA - Inst. für Wirtschaftsforschung

Nein

Hamburg, SUB

Nein

Hamburg, UB d. Univ. d. Bundeswehr

Nein

Hannover, B d. Tierärztl. HS

Nein

Hannover, Nds. LB

Nein

Hannover, StB

Nein

Hannover, UB u. TIB

Nein

Heidelberg, UB

Nein

Heilbronn, B d. FH (LB Stuttgart)

Nein

Hennef, UB PhTh HS Geistingen

Nein

Herne, Martin-Opitz-B (StBü Bochum)

Nein

Herne, StBü

Nein

Hildesheim, HSB (LB Hannover)

Nein

Hildesheim, StB

Nein

Hof, Bibl. d. FH

Ja

Ilmenau, UB d. Techn. Univ.

Nein

Ingolstadt, Armeebibl.

Ja

Ingolstadt, Bibl. d. Wiss.Stadtbibl.

Ja

Jena, UuLB

Nein

Kaiserslautern, UB

Nein

Karlsruhe, B d. Bundesverfassungsgerichts (LB Karlsruhe)

Nein

Karlsruhe, B d. Staatl. Kunsthalle (LB Karlsruhe)

Nein

Karlsruhe, B d. Zentrums f. Kunst u. Medientechnologie u. d. Staatl. Hochschule f. Gestaltung

Nein

Karlsruhe, LB

Nein

Karlsruhe, UB

Nein

Kassel, GHB/LB u. Murh. B

Nein

Kiel, B d. Inst. f. Weltwirtschaft

Nein

Kiel, UB

Nein

Koblenz, LB

Nein

Koblenz, Wehrtechn. B beim Bundesamt f. Wehrtechnik u. Beschaffung

Nein

Köln, Erzb.Dioez.

Nein

Köln, StBü

Nein

Köln, StuUB

Nein

Köln, ZB d. Sportwiss.

Nein

Köln, ZB d. Sportwiss. (UuStB Köln)

Nein

Köln, ZB Med

Nein

Köln? (Kn125)

Nein

Köln? (Kn133)

Nein

Köln? (Kn166)

Nein

Konstanz, Heinrich-Suso-Gymnasium

Nein

Konstanz, UB

Nein

Konstanz, Wessenberg-B (UB Konstanz)

Nein

Krefeld, StBü

Nein

Leibzig, UB

Nein

Lübeck, Zentr. HSB

Nein

Lüneburg, HSB

Nein

Magdeburg, UB

Nein

Magdeburg, ZB Medizin d. UB

Nein

Mainz, StB

Nein

Mainz, StB UB

Nein

Mainz? (Mz 1)

Nein

Mannheim, B. d. Landesmuseums für Technik u. Arbeit (UB Manheim)

Nein

Mannheim, UB

Nein

Merseburg, ZweigB. Technik d. ULB Halle (UuLB Halle)

Nein

Mittweida, HSB d. HS f. Technik u. Wirtschaft (UB Chemnitz)

Nein

Mönchengladbach, StB

Nein

München, B d. Inst. f. Zeitgesch

Ja

München, Bibl d. dt. Alpenvereins

Ja

München, Bibl. d. Dt. Museums

Ja

München, Bibl. d. HS f. Philosophie (S.J.)

Ja

München, BSB

Ja

München, FHB

Ja

München, Internat. Jugendbibl. (IJB)

Ja

München, UB

Ja

München, UB d. Techn. Univ.

Ja

München, UB der TU

Ja

München? (M 37)

Ja

München? (M 468)

Ja

München? (M13)

Ja

Münster, ULB

Ja

Münster, UuLB

Nein

Neubrandenburg, B d. FH (UB Greifswald)

Nein

Neuburg, Staatl. Bibl.

Ja

Neuss, StB

Nein

Nordhorn, Euregio-Bü, StuKrBü (LB Oldenburg)

Nein

Nürnberg? (N26)

Ja

Offenburg, StB (LB Karlsruhe)

Nein

Oldenburg, LB

Nein

Oldenburg, UB

Nein

Osnabrück, StB

Nein

Osnabrück, UB

Nein

Paderborn, Erzbischöfl. Akad. Bibl.

Nein

Paderborn, UB

Nein

Passau, Staatl. Biblioth.

Nein

Passau, UB

Ja

Rastatt, Historische Bibliothek der Stadt Rastatt

Nein

Regensburg, FHB

Ja

Regensburg, Neuburg, Staatl. Bibl.

Ja

Regensburg, UB

Ja

Reutlingen, HSB (UB Tübingen)

Nein

Rosenheim, B d. FH

Ja

Rostock, UB

Nein

Saarbrücken, UB

Nein

Salzgitter, StBü

Nein

Schwerin, LB Mecklenburg-Vorpommern

Nein

Siegen, UB

Nein

Sigmaringen, B d. FH Albstadt-Sigmaringen (UB Tübingen)

Nein

Soest, Stadtarchiv u StB

Nein

Solingen, StBü

Nein

Speyer, Pfälz. LB

Nein

Speyer? (Sp 3)

Nein

Steinfurt, Arnoldinum

Nein

Stuttgart, UB

Nein

Stuttgart, UB Hohenheim

Nein

Stuttgart, Württembergische Landesbibliothek

Nein

Trier, StB

Nein

Trier, UB

Nein

Tübingen, UB

Nein

Überlingen, Leopold-Sophien-Bibliothek

Nein

Ulm, StB

Nein

Ulm, UB

Nein

Unbekannt (B 208)

Nein

Unbekannt (Cla 1)

Nein

Unbekannt (Gk1)

Nein

Unbekannt (Ha 2)

Nein

Unbekannt (He 129)

Nein

Unbekannt (He z6)

Nein

Unbekannt (Hoer 1)

Nein

Unbekannt (HV 114)

Nein

Unbekannt (HV 15)

Nein

Unbekannt (HV111)

Nein

Unbekannt (HV114)

Nein

Unbekannt (Kv 1)

Nein

Unbekannt (Loen 4)

Nein

Unbekannt (Ml1)

Nein

Unbekannt (Net1)

Nein

Unbekannt (nrw)

Nein

Unbekannt (OLD2)

Nein

Unbekannt (Rtw 1)

Nein

Unbekannt (Stg 117)

Nein

Unbekannt (Stg 257)

Nein

Unbekannt (Vln 1)

Nein

Unbekannt (Wrf 1)

Nein

Unebkannt (Goe 164)

Nein

Weimar, HAAB

Nein

Weingarten, B d. HS (UB Konstanz)

Nein

Wiesbaden, Hess. LB

Nein

Wilhelmshaven, B d. FH (LB Oldenburg)

Nein

Wilhelmshaven, StBü (LB Oldenburg)

Nein

Wolfenbüttel, HAB

Nein

Wolfsburg, StBü

Nein

Worms, StB

Nein

Wuppertal, StB

Nein

Wuppertal, UB

Nein

Würzburg, B d. FH Würzburg-Schweinfurt-Aschaffenburg, Abt. Würzburg

Ja

Würzburg, Bibl. d. FH

Ja

Würzburg, UB

Ja

Xanten, StiftsB

Nein

Zwickau, HSB d. HS f. Technik u. Wirtschaft (UB Chemnitz)

Nein

Anhang B: Anzahl der Ausgaben nach Sprache

Sprache

Ausgaben

Latein

20612

Deutsch

9950

Griechisch u. Latein

286

Unbekannt

67

Deutsch & Latein

38

Englisch

34

Griechisch, Latein & Deutsch

11

Italienisch

8

Griechisch

4

Französisch

2

Griechisch & Deutsch

2

Schwäbisch

2

Englisch, Französisch, Italienisch

2

Französisch & Deutsch

1

Deutsch, Französisch, Italienisch

1

Deutsch, Englisch, Italienisch

1

Deutsch, Englisch, Französisch

1

Deutsch & Lateinisch

1

Deutsch & Italienisch

1

Deutsch & Englisch

1

Spanisch

1

Anhang C: Dublettenanteile: Tabelle

DruckJahr

Exemplare (mit Dubletten)

Exemplare (ohne Dubletten)

Dublettenanteil

1492

2

2

0,00%

1501

1

1

0,00%

1505

2

2

0,00%

1510

3

3

0,00%

1515

1

1

0,00%

1516

2

2

0,00%

1517

15

14

6,67%

1519

61

55

9,84%

1520

10

9

10,00%

1521

18

18

0,00%

1522

33

32

3,03%

1523

6

6

0,00%

1524

16

16

0,00%

1525

3

2

33,33%

1526

36

32

11,11%

1527

57

57

0,00%

1528

19

19

0,00%

1529

39

33

15,38%

1530

35

33

5,71%

1531

20

18

10,00%

1532

50

42

16,00%

1533

166

141

15,06%

1534

51

48

5,88%

1535

15

15

0,00%

1536

25

13

48,00%

1537

20

18

10,00%

1538

2

2

0,00%

1539

16

16

0,00%

1540

67

54

19,40%

1541

186

165

11,29%

1542

163

143

12,27%

1543

277

218

21,30%

1544

352

299

15,06%

1545

238

188

21,01%

1546

316

257

18,67%

1547

126

105

16,67%

1548

147

125

14,97%

1549

146

124

15,07%

1550

115

91

20,87%

1551

155

132

14,84%

1552

26

24

7,69%

1553

66

62

6,06%

1554

68

59

13,24%

1555

47

41

12,77%

1556

60

50

16,67%

1557

84

76

9,52%

1558

73

61

16,44%

1559

100

86

14,00%

1560

69

62

10,14%

1561

80

69

13,75%

1562

188

161

14,36%

1563

171

151

11,70%

1564

313

240

23,32%

1565

307

267

13,03%

1566

385

319

17,14%

1567

262

224

14,50%

1568

303

239

21,12%

1569

243

208

14,40%

1570

250

204

18,40%

1571

260

211

18,85%

1572

311

262

15,76%

1573

155

126

18,71%

1574

146

118

19,18%

1575

223

189

15,25%

1576

279

239

14,34%

1577

504

425

15,67%

1578

352

304

13,64%

1579

370

304

17,84%

1580

515

429

16,70%

1581

434

352

18,89%

1582

526

430

18,25%

1583

495

403

18,59%

1584

751

609

18,91%

1585

492

399

18,90%

1586

599

493

17,70%

1587

531

408

23,16%

1588

491

406

17,31%

1589

635

511

19,53%

1590

701

562

19,83%

1591

438

371

15,30%

1592

518

429

17,18%

1593

469

390

16,84%

1594

530

442

16,60%

1595

563

456

19,01%

1596

289

233

19,38%

1597

245

201

17,96%

1598

362

299

17,40%

1599

442

366

17,19%

1600

585

461

21,20%

1601

451

344

23,73%

1602

980

757

22,76%

1603

498

397

20,28%

1604

641

492

23,24%

1605

436

331

24,08%

1606

490

385

21,43%

1607

739

560

24,22%

1608

625

477

23,68%

1609

549

422

23,13%

1610

720

558

22,50%

1611

579

457

21,07%

1612

625

498

20,32%

1613

620

494

20,32%

1614

552

425

23,01%

1615

657

514

21,77%

1616

586

470

19,80%

1617

543

428

21,18%

1618

553

422

23,69%

1619

417

314

24,70%

1620

499

391

21,64%

1621

524

395

24,62%

1622

467

375

19,70%

1623

489

399

18,40%

1624

378

304

19,58%

1625

380

263

30,79%

1626

396

284

28,28%

1627

268

198

26,12%

1628

184

140

23,91%

1629

368

294

20,11%

1630

279

217

22,22%

1631

210

173

17,62%

1632

61

56

8,20%

1633

39

28

28,21%

1634

88

65

26,14%

1635

34

30

11,76%

1636

82

68

17,07%

1637

163

133

18,40%

1638

86

72

16,28%

1639

81

61

24,69%

1640

106

91

14,15%

1641

86

65

24,42%

1642

158

125

20,89%

1643

97

84

13,40%

1644

139

107

23,02%

1645

278

203

26,98%

1646

180

143

20,56%

1647

156

129

17,31%

1648

105

71

32,38%

1649

68

54

20,59%

1650

210

163

22,38%

1651

125

103

17,60%

1652

120

90

25,00%

1653

230

170

26,09%

1654

189

149

21,16%

1655

51

40

21,57%

1656

148

122

17,57%

1657

124

105

15,32%

1658

151

114

24,50%

1659

117

92

21,37%

1660

134

109

18,66%

1661

102

84

17,65%

1662

56

46

17,86%

1663

79

69

12,66%

1664

39

33

15,38%

1665

112

90

19,64%

1666

50

43

14,00%

1667

46

36

21,74%

1668

71

62

12,68%

1669

44

39

11,36%

1670

134

111

17,16%

1671

89

67

24,72%

1672

154

123

20,13%

1673

134

99

26,12%

1674

129

94

27,13%

1675

116

94

18,97%

1676

116

82

29,31%

1677

166

128

22,89%

1678

141

109

22,70%

1679

54

47

12,96%

1680

90

72

20,00%

1681

40

34

15,00%

1682

52

45

13,46%

1683

39

28

28,21%

1684

37

29

21,62%

1685

96

85

11,46%

1686

39

29

25,64%

1687

48

40

16,67%

1688

51

44

13,73%

1689

58

48

17,24%

1690

42

31

26,19%

1691

70

60

14,29%

1692

79

70

11,39%

1693

51

42

17,65%

1694

90

76

15,56%

1695

27

22

18,52%

1696

54

46

14,81%

1697

76

66

13,16%

1698

56

46

17,86%

1699

50

44

12,00%

1700

61

55

9,84%

1701

91

81

10,99%

1702

31

27

12,90%

1703

21

19

9,52%

1704

10

8

20,00%

1705

40

34

15,00%

1706

85

72

15,29%

1707

55

45

18,18%

1708

23

22

4,35%

1709

123

104

15,45%

1710

127

108

14,96%

1711

93

70

24,73%

1712

52

42

19,23%

1713

57

53

7,02%

1714

69

58

15,94%

1715

107

86

19,63%

1716

114

94

17,54%

1717

88

70

20,45%

1718

125

80

36,00%

1719

84

63

25,00%

1720

84

75

10,71%

1721

106

66

37,74%

1722

98

86

12,24%

1723

138

113

18,12%

1724

94

77

18,09%

1725

101

84

16,83%

1726

279

216

22,58%

1727

164

117

28,66%

1728

158

118

25,32%

1729

118

88

25,42%

1730

71

59

16,90%

1731

163

129

20,86%

1732

206

140

32,04%

1733

131

105

19,85%

1734

97

78

19,59%

1735

104

88

15,38%

1736

53

41

22,64%

1737

167

136

18,56%

1738

107

80

25,23%

1739

131

97

25,95%

1740

120

87

27,50%

1741

70

45

35,71%

1742

40

30

25,00%

1743

11

10

9,09%

1744

19

14

26,32%

1745

45

42

6,67%

1746

94

82

12,77%

1747

125

102

18,40%

1748

136

110

19,12%

1749

102

83

18,63%

1750

107

90

15,89%

1751

152

129

15,13%

1752

136

104

23,53%

1753

140

121

13,57%

1754

122

103

15,57%

1755

116

89

23,28%

1756

131

106

19,08%

1757

145

109

24,83%

1758

153

121

20,92%

1759

179

144

19,55%

1760

126

103

18,25%

1761

163

127

22,09%

1762

103

81

21,36%

1763

109

85

22,02%

1764

95

78

17,89%

1765

119

97

18,49%

1766

100

86

14,00%

1767

87

71

18,39%

1768

148

120

18,92%

1769

56

47

16,07%

1770

82

66

19,51%

1771

36

30

16,67%

1772

140

115

17,86%

1773

113

88

22,12%

1774

122

96

21,31%

1775

84

71

15,48%

1776

104

81

22,12%

1777

107

92

14,02%

1778

35

30

14,29%

1779

23

16

30,43%

1780

36

32

11,11%

1781

63

53

15,87%

1782

40

34

15,00%

1783

97

79

18,56%

1784

86

68

20,93%

1785

91

68

25,27%

1786

31

24

22,58%

1787

62

52

16,13%

1788

101

84

16,83%

1789

73

58

20,55%

1790

76

60

21,05%

1791

93

75

19,35%

1792

69

55

20,29%

1793

124

91

26,61%

1794

61

44

27,87%

1795

34

25

26,47%

1796

22

18

18,18%

1797

73

57

21,92%

1798

31

25

19,35%

1799

36

30

16,67%

1800

25

23

8,00%

 

 

 

 

Durchschnitt

 

 

17,83%

 

 

 

 

Summe

 

40955

 

Anhang C: Dublettenanteile: Diagramm

Diagramm13




[1] Herzlicher Dank gilt allen Personen, die mir bei der Beschaffung der Daten, auf denen diese (reichlich vorläufige) Studie basiert behilflich waren, insbesondere: Marinnae Doerr und Wolfgang Wohner (VD17), Frau Hella Braune und Rainer Müller (EDBI: VK97), Eva Jantschek (BVB), sowie last not least Manuela Kahle und Elisabeth Bauer (für Diskussionen und gemeinsame Tests zu Beginn dieses Projekts).

[2] Die hier vorgelegte Arbeit versteht sich nicht als Konkurrenz, sondern bestenfalls als Ergänzung zu den Arbeiten von Gerhard Stalla (insbes. "Bibliographie der Ingolstädter Dtucker des 16. Jahrhunderts" [Baden-Baden 1.1971 bis 7.1977/1977] und "Der Ingolstädter Buchdruck von 1601 bis 1620: Die Offizinen Adam Sartorius, Andreas Angermaier und Elisabeth Angermaier" [Badeb-Baden 1980]), Günther Richters Rezension dazu ("Ingolstädter Drucke des 16. und 17. Jahrhunderts (bis 1621)" in: Buchhandelsgeschichte 2/10.1981, pp. 567-586 [nebenbei: m.E. als Rezension nicht unproblematisch, als Ausgangspunkt für Überlegungen dazu, was Bibliographien sein können, sein sollen, nicht sein können, nicht sein sollen hingegen von großem Interesse]), Alfons Euler ("Die Geschichte der Buchdrucker und Verleger Ingolstadts" [Ingolstadt 1957]), Birgit Boge ("Die Drucke der Offizin Haenlin in Dillingen und Inglostadt von 1610 bis 1668: Eine kommentierte Bibliographie" [Wiesbaden 2001: dort pp. 68-77 ein für Untersuchungen zu Ingolstädter Drucken und "Verwandtem" hochnützliches Quellen- und Literaturverzeichnis]) und Ilse Ernst (insbes. "'Getruckt zu Ingolstadt': Zur Geschichte des Ingolstädter Buchdrucks" in: Gerd Riedel & Thomas Neumaier (redd.): "Ingolstadt - vom Werden einer Stadt: Geschichten und Gesichter" s.l. [Inglostadt?], s.a. [2000], pp. 126-137 mit Literaturangaben am Ende des Bandes).

[3] Die Datenbanken der deutschen Bibliotheksverbünde selbst ohne das VD17 (das über 150000 Titeldaten enthält) bieten (nach dem Informationsstand, der mir am 29. August 2001 über die Webseiten der Verbünde bzw. ihrer Rechenzentren zugänglich war) enthalten Informationen zu über 175 Millionen Büchern (Exemplaren).

[4] Eine überarbeitete Version dieses in Padua vorgetragenen Papers is im Druck; bis zum erscheinen mögen die folgenden URLs (die auf die in Padua vorgetragene Fassung veweisen) als Ersatz besserer bibliographischer Information dienen: ◊ www.phil-hum-ren.uni-muenchen.de/php/Kuhn/ePub/Padova00/V1/Vortrag20000904.htm#Stelle5 und ◊ www.phil-hum-ren.uni-muenchen.de/php/Kuhn/ePub/Padova00/V1/Vortrag20000904.htm#FN7 .

[5] Die Exemplare betreffend lässt sich das Ausmaß dieser Überschneidungen immerhin recht genau bestimmen : im Schnitt der Jahre liegt es bei 17,83 Prozent (siehe Anhang C). Eine Bestimmung des Überschneidungsgrades bei Ausgaben ist ohne Autopsie jedes ihrer Exemplare oder Verfügbarkeit von "Fingerprints" nicht sinnvoll möglich.

[6] Diese Daten wurden für die Feststellung von Sprachen, Fächern, Übersetzungen durch Algorithmen aufbereitet; es steht zu erwarten, dass EDV auch in diesem Falle (und erst recht, da von mir angewendet) nicht in jedem Falle zu korrekten Ergebnissen geführt hat: sowohl bei Sprachbestimmungen, als auch bei Fachbestimmungen, als auch beim Schluss eine bestimmte Ausgabe sei eine Übersetzung wird es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu Fehlern gekommen sein; ich hoffe bei meinen Stichproben auf die "richtigen" Datensätze gestoßen zu sein, und dass die Anteil dieser Fehler wirklich annähernd so gering ist, wie er mir derzeit zu sein scheint.

[7] siehe: Mary Wolstonecraft Shelley: "Frankenstein: or the Modern Prometheus", London 1994, pp. 41sqq..

[8] Siehe Anhang A

[9] Dublettenbereinigte Zahlen: 36172 "bayerische" Exemplare gegenüber 8631 außerbayrischen. Die Dublettenbereinigung erfolgte aufgrund der Annahme, dass selbe Signatur bei selber Bibliothek und selbem Erscheinungsjahr für jeweils ein identisches Exemplar stehen. D.h.: Die Zahl der Exemplare dürfte noch geringfügig größer sein, da sich in einigen Fällen mehrere Werke aus dem selben Erscheinungsjahr in einem Band unter einer Signatur zusammengefasst finden dürften.

[10] Siehe auch Anhang B.

[11] Zu möglichen Ursachen vgl. Boge, op. cit., p. 35.

[12] Wobei hier in einigen Fällen Fehler aufgetreten sind: die "richtige" Zahl würde unter der EDV-technisch erzeugten liegen - insbesondere bei Texten in anderen Sprachen als Latein.

[13] nach Kennwörter wie "Theses", "Assertiones", "Disputatio" etc. suchend ... .
Generell ist zu sagen, dass das von mir für die diesem Vortrag zugrundeliegenden Analysen verwendete Verfahren (Sprach-, Kontext- und Gebietsbestimmungen weitgehend aufgrund des [gewichteten] Vorhandenseins bestimmter Wörter oder Wortteile vorzunehmen) potentiell suboptimal ist; u.U. hätte ein "lernender Algorithmus" (der z.B. für die Bestimmung von Ausgaben, die solche von Hochschulschriften sind, ◊ seinen Ausgang von denen genommen hätte, die es [da sie einen Respondens nennen] gewiss sind, ◊ dann nach Gemeinsamkeiten zwischen den Titelaufnahmen für diese Texte gesucht hätte, ◊ aufgrund von Clustern solcher Gemeinsamkeiten nach "Ähnlichem" gesucht hätte, ◊ die Ergebnisse menschlicher Bewertung vorgelegt hätte, ◊ aufgrund solcher Bewertung die Cluster mit "Wahrscheinlichkeitsgewichten" versehen hätte, ◊ dann aufgrund solcher Gewichtung mit diesen erneut gesucht hätte,...) bessere, genauere, fehlerärmere Ergebnisse geliefert. Die hier vorgelegte Untersuchung ist durchaus vorläufig. Ich hoffe in halbwegs absehbarer Zeit eine Untersuchung zur Ingolstädter Universitätsphilosophie beginnen zu können, die sich auch erneut mit Themen wie den hier diskutierten beschäftigen wird, jedoch auf einer (noch) größeren Datenbasis fußen soll. Für einen derartigen "zweiten Durchgang" habe ich vor mit derlei "lernenden Algorithmen" zumindest zu experimentieren.



Autor (author): Heinrich C. Kuhn
Dokument erstellt (document created): 2002-08-16
Dokument geändert (last update): 2002-08-19
WWW-Redaktion (conversion into HTML): Manuela Kahle & Stephan Halder
Schlussredaktion (final editing): Heinrich C. Kuhn