Startseite/Home

Gastvortrag Paul Richard Blum am 7. Juli 2014:

Wie denkt man mit dem Kopf des anderen? Die historische Dimension philosophischer Probleme



Das Seminar für Geistesgeschichte und Philosophie der Renaissance beehrt sich, zu folgendem Vortrag mit anschließender Diskussion einzuladen:

Termin:
Montag, 7. Juli 2014, 10h c.t.
Ort:
Hauptgebäude, Raum B 015
Vortragender:
Prof. Dr. Paul Richard Blum (Loyola University Maryland, z.Z. CASLMU)
Vortragstitel:
Wie denkt man mit dem Kopf des anderen? Die historische Dimension philosophischer Probleme
Erläuterungen von Herrn Blum zum Vortrag:
In seiner Autobiographie beschreibt R. G. Collingwood das Denken als eine Relation von Frage und Antwort. Ausgehend von einem besonders häßlichen Denkmal formuliert er die Vermutung, daß dieses Objekt vielleicht nur deshalb als häßlich erscheint, weil der Betrachter nicht die Absicht des Künstlers erkennt und daher nicht wissen kann, ob diese Absicht nicht doch wohlgelungen zum Ausdruck gekommen ist. Daraus leitet er ab, daß man für jede These die Frage kennen muß, auf die hin sie als Antwort gedacht war. Er weist damit auf Kontexte hin, die nur implizit sind und nicht oder nicht immer thematisiert werden können. Philosophische Probleme und ebenso die für sie vorgeschlagenen Lösungen haben ihre eigene Geschichte. "Wir kennen daher ein [philosophisches] Problem nur dann wirklich, wenn wir von der Lösung her darauf zurückschließen." In sechs Thesen wird zu sehen sein, daß es eine Alternative zwischen historischen und philosophischen Fragen gar nicht gibt, vielmehr ist jede Frage, die ein Autor in einem gegebenen Themenkreis stellt, eine historische.



Kontakt: Dr. Heinrich C. Kuhn oder Sekretariat des Seminars
Dokument erstellt: 2014-06-26
Dokument geändert: 2014-06-26
Redaktion: Dr. Heinrich C. Kuhn