Vivat GGREN!

Seminar für Geistesgeschichte und Philosophie der Renaissance:

Lehrveranstaltungen Sommer-Semester 2002


Informationen zu:

  1. Vorlesungen:

  2. Proseminaren:

  3. Hauptseminaren:

  4. Oberseminar:

  5. Kurse:




Geschichte der Philosophie II: Philosophie des späten Mittelalters und der Renaissance


Allgemeines


Veranstaltungsart: Überblicks-Vorlesung (2stündig, GkTPh (Spätmittelalter, Renaissance))
Dozentin: Dr. Michaela Boenke
Ort / Zeit / Anfang: Hauptgebäude, 215/ Mittwochs, 12-14h / ab: 17. April 2002

Beschreibung:

Näheres wird noch bekanntgegeben.

Bemerkungen:

Wahlpflichtveranstaltung 2. Semester MA Philosophie und M.Phil.


Das Wahre, das Gute und das Schöne. Der Aufstieg des Schönen in der Renaissance


Allgemeines


Veranstaltungsart: Spezialvorlesung (2stündig, E, Eth, Ae, GkTPh (Mittelalter/Renaissance, Antike/Mittelalter))
Dozent: Prof. Dr. Eckhard Keßler
Ort / Zeit / Anfang: Hauptgebäude, HS 109 / Freitags, 11-13h / ab: 19. April 2002

Beschreibung:

In der Geschichte des Verständnisses der Renaissance verbindet sich seit Burckhardt die dieser Epoche zugesprochene "Entdeckung des modernen Menschen" in seiner Subjektivität und seiner Fähigkeit, sich und seine Welt selbst zu schaffen, mit der Vorstellung eines wesenhaften Ästhetizismus. Für Giovanni Gentile etwa ist der italienische Humanismus dadurch gekennzeichnet, daß er es zum ersten Mal unternimmt, den Menschen von der Realität des Lebens abzuspalten und in einer irrealen Welt des Schönen und der Kunst zu lokalisieren: "Hier haben wir den Künstler, der den Kontakt zu Welt verloren hat und sich daher im Besitze einer grenzenlosen Freiheit fühlt, in der er - ohne Hindernisse, ohne Schmerzen, ja im Gegenteil mit der Freude des Schöpfers - seine eigene Natur feiern kann" (Gentile: "Il carattere del Rinascimento", Opere XI, 29).

Auch wenn diese Einschätzung der Renaissance im Lichte der neueren Forschung nicht mehr geteilt werden kann, ist offenbar nicht zu leugnen, daß die Kunst und das Schöne in der Renaissance eine bis dahin unbekannte zentrale Stellung im Denken und Tun der Menschen erhält. Die Vorlesung will versuchen, den Gründen für diese Aufwertung auf die Spur zu kommen, ihre Gegenwart darzustellen und ihre Konsequenzen zu verfolgen.


The Legacy of Ancient Philosophy in the Renaissance


Allgemeines


Veranstaltungsart: Spezialvorlesung (2stündig, GkTPh (Antike, Spätmittelalter, Renaissance))
Dozentin: Prof. Dr. Jill Kraye
Ort / Zeit / Anfang: Schellingstr. 3, E07 / Donnerstags, 14-16h / ab: 6. Juni 2002

Beschreibung:

The aim of this series of lectures is to explore the vital and multifarious role played by ancient philosophy in Renaissance thought. The focus will be on Aristotelianism, Platonism, Stoicism, Epicureanism and Scepticism. The lectures will proceed from a consideration of the medieval background of each of these philosophical systems to an in-depth analysis of their revival and development in the fifteenth and sixteenth centuries. Attention will be paid not only to their influence on the various disciplines of philosophy, but also to their impact on religion, literature and other aspects of cultural and intellectual history. The picture will be rounded off by looking at what happened to the different philosophical schools of antiquity during the seventeenth century, when they were forced to compete and interact with the new approaches to philosophy and science which were emerging at the time and which would ultimately replace them.


De claris mulieribus (Boccaccio): Moralphilosophie und Exemplaliteratur in der Renaissance


Allgemeines


Veranstaltungsart: Proseminar (2stündig, Eth, PhA, GkTPh (Spätmittelalter, Renaissance))
Dozent: Dr. Sabrina Ebbersmeyer
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31/IV, Bibliothek / Mittwochs, 10-12h / ab: 17. April 2002

Beschreibung:

In der Renaissance entsteht eine Vielzahl von Exemplasammlungen, die von ihren Verfassern (u.a. Petrarca, Boccaccio) als moralphilosophische Texte verstanden werden. In dem Seminar wollen wir der Frage nachgehen, welches Moralverständnis für die frühen Humanisten leitend war. Dabei wird es vor allem darum gehen, das Verhältnis von Einzelfall und Normbegründung zu bestimmen. Zur Untersuchung dieser Problematik werden kurze Seitenblicke auf die Tradition der Exemplaliteratur (Valerius Maximus, Petrus Alfonsi u.a.) und auf moralphilosophische Entwürfe des späten Mittelalters (Ockham, Buridan) notwendig sein.

Da der Text von Boccaccio ausschließlich von Frauen handelt und für Frauen geschrieben ist, eignet er sich für begleitende Untersuchungen zum Frauenbild und zur Frauenbildung in der Renaissance.

Teilnahmevoraussetzungen:

Bereitschaft zur regelmäßigen aktiven Teilnahme.

Voraussetzungen für Scheinerwerb:

Kurzreferat und schriftliche Ausarbeitung oder Hausarbeit.

Literatur:

Giovanni Boccaccio: De claris mulieribus / Die großen Frauen, Stuttgart 1995 (Reclam: DM 12,00)


Sprache, Erkenntnis, Wissenschaft im Ausgang des Mittelalters (Wilhelm von Ockham)


Allgemeines


Veranstaltungsart: Proseminar (3stündig, S, E, GkTPh (Spätmittelalter, Renaissance))
Dozent: Prof. Dr. Eckhard Keßler
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31/IV, Bibliothek / Donnerstags, 10-13h / ab: 18. April 2002

Beschreibung:

Wilhelm von Ockham, 1290/1300 in Ockham bei London geboren, 1349/50 in München gestorben, ist wohl der radikalste Denker des Mittelalters, der die der mittelalterlichen Philosophie inhärente Problematik zu Ende denkt und sie damit zur Selbstdestruktion führt. Ausgangspunkt seiner Philosophie ist das zu Beginn seiner Logik aufgenommene sog. Universalienproblem, d.h. die Frage navch de Existenz von den universalen Begriffen entsprechenden universalen Entitäten, die seit Abelard im 12. Jahrhundert diskutiert worden war, aber erst von Ockham endgültig zu einer negativen Entscheidung gebracht wurde. Diese Durchsetzung des "Nominalismus" oder "Konzeptionalismus" durch Ockham hat zur Folge, daß sowohl ein neuer Erkenntnisbegriff als auch ein neuer Wissenschaftsbegriff entwickelt werden muß. Sie führt daher zunächst - schon bei Ockham selbst - zur Zerstörung der mittelalterlichen Philosophie und Wissenschaft und wirkt langfristig - bis ins 18. Jahrhundert, bis hin zu Kant - als Motor der philosophie- und wissenschaftshistorischen Entwicklung der frühen Neuzeit.

Das Seminar will anhand ausgewählter Texte aus Ockhams Logik, seinem Sentenzenkommentar und seinem Physikkommentar die zentralen Stücke seiner theoretischen Philosophie: die Universalienlehre, die Erkenntnislehre und die Wissenschaftslehre vorstellen und diskutieren.

Literatur:

Text: Wilhelm von Ockham: Texte zur Theorie der Erkenntnis und der Wissenschaft, lt./dt. hg.v. Ruedi Imbach, Suttgart, Reclam (Nr. 8239), 1984, 21987

Bemerkungen:

Das Seminar begleitet und ergänzt die Überblicksvorlesung "Geschichte der Philosophie II: Philosophie des späten Mittelalters und der Renaissance" und legt die Grundlage für das Verständnis der philosophischen Entwicklung der Renaissance.


Superstitiones, Artes, Scientiæ: Dämonen, Magie, Hexerei, und Schulweisheit in der Renaissance


Allgemeines


Veranstaltungsart: Proseminar (2stündig, NPh, GkTPh(Renaissance))
Dozent: Dr. Heinrich C. Kuhn
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31/IV, Bibliothek / Mittwochs, 16st-13:30h / ab: 17. April 2002

Nota bene: Ab Sitzung Nummer 5 (22. Mai 2002) beginnt diese Veranstaltung bereits um 16h sine tempore: um 16 Uhr und 0 Minuten. (Dies aufgrund einer 8.5-zu-2-Abstimmung mit mehreren Enthaltungen am 15. Mai … .)

Beschreibung:

Gibt es Mächte über jene hinaus, von denen die "normale" aristotelische und/oder platonische Naturphilosophie spricht? Wenn ja: durch welche Künste kann man sie wie nutzen? Wie und wie weit sind sie "wissenschaftlich" - insbesondere philosophisch - in den Griff zu bekommen? Welche Rolle spielen Dämonen? Welche diejenigen, die mit Dämonen - so es sie denn gibt - Umgang haben? Was kann und was darf durch Magie erreicht werden? Wie ist mit denen umzugehen, von denen behauptet wird, sie nutzten Magie und Kontakte zu Dämonen? Was sind die Antworten und Reaktionen der "Fachleute" an den Universitäten auf solche Fragen und extrauniversitäre Antworten auf solche Fragen? Wie erhellt man das Occulte?

In der Renaissance war das Interesse an solchen Fragen stärker als zu wohl jeder anderen Zeit vor dem 20. und 21. Jahrhundert. Und: mit dem Aufkommen der Hexenverfolgungen in der Renaissance haben zu keiner anderen Zeit Antworten auf solche Fragen derart tödliche Folgen gehabt.

Fragen, Antworten, und Folgen soll dieses Seminar untersuchen: anhand von Texten von und zu Marsilio Ficino, Pietro Pomponazzi, Agostino Nifo, Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim, Jean Bodin, und manch anderen. Ob, wenn ja wie und in wie weit die Hexenverfolgungen Ursache, Folge, Kontext solcher Texte sind, wird ergebnisoffen zu diskutieren sein. Ein weiteres Seminar, das ausgewähltes fortführt und vertieft kann sich bei hinreichendem Interesse der Teilnehmenden im Wintersemester 2002/03 anschließen.

Teilnahmevoraussetzungen:

Bereitschaft zu regelmäßiger aktiver Teilnahme an den Diskussionen und Bereitschaft zur Übernahme eines Kurzreferats.

Voraussetzungen für Scheinerwerb:

Proseminararbeit und/oder Übernahme eines Hauptreferats; regelmäßige aktive Teilnahme.

Literatur:

Zur Einführung empfohlen:

Bemerkungen:

Geeignet als Begleitseminar zu den Wahlpflicht-Vorlesungen: Geschichte der Philosophie II: Die Philosophie des späten Mittelalters und der Renaissance, und · Naturphilosophie


Galens Konzeption von Wissenschaft und Kunst und ihre Rezeption in der Renaissance


Allgemeines


Veranstaltungsart: Proseminar (2stündig, E, GkTPh (Antike, Renaissance))
Dozent: Dr. Rudolf Schicker
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31/IV, Bibliothek / Dienstags, 17-19h / ab: 16. April 2002

Beschreibung:

Behandelt werden sollen Galens "Isagoge dialektike" (die Rolle hypothetischer Syllogismen in metaphysischen Fragestellungen) und die für das Verhältnis der drei Verfahren Analyse, Synthese und divisio relevanten Stellen aus der "Ars medica" sowie deren unterschiedliche Anwendung auf metaphysische Gegenstände und solche der "téchne". Für die Renaissance werde ich mich auf Leonicenos "De tribus doctrinis ordinatis", eine maßgebliche Galendeutung, sowie auf Zabarellas "De methodis" und die einschlägigen Stellen, die die sog. "natürliche" und die "künstliche Logik u. Syllogistik" diskutieren, stützen. Bei alldem soll u.a. die Frage leitend sein, wie ursprünglich auf kosmologische und metaphysische Gehalte gerichtete Forschungs- und Findungsverfahren auf scientiae und artes angewendet werden.


Der rezipierte Sokrates. Vom Leben und Leiden der philosophischen Autorität in der Renaissance


Allgemeines


Veranstaltungsart: Hauptseminar (2stündig, GkTPh (Spätmittelalter, Renaissance))
Dozent: Prof. Dr. Eckhard Keßler
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31/IV, Bibliothek / Donnerstags, 18-20h / ab: 18. April 2002

Beschreibung:

Das Neue in der Philosophie der Renaissance im Übergang vom späten Mittelalter zur frühen Neuzeit beruht nicht nur und vielleicht nicht einmal vor allem auf neuen inhaltlichen Positionen, wie sie in doxographischen Philosophiegeschichten zu finden sind, sondern es besteht mehr noch in neuen Weisen des Umgangs mit philosophischen Positionen, der philosophischen Argumentation und deren schriftlicher Darstellung. So ist zwar weiterhin, wie im Mittelalter, neben der Einsicht der eigenen Vernunft und der Evidenz der Erfahrung die Autorität die dritte Stütze der Argumentation, aber da sie, die in der Scholastik weitgehend allein dem Aristoteles zugestanden worden war, durch die neue Rezeption der übrigen antiken Philosophenschulen vervielfältigt wurde, mußte der Berufung auf die Autorität die Wahl und dieser Wahl wiederum die Prüfung der geeigneten autoritativen Zeugnisse vorhergehen. Damit wurden die Philosophen und ihre Vertrauenswürdigkeit, die Lehren und deren Verläßlichkeit selbst zum Gegenstand der Reflexion unter wechselnden Kriterien und Zielsetzungen: die Autorität wurde zur Disposition gestellt und im Lichte jener Positionen, deren Vertretbarkeit sie jeweils erst hätte sichern sollen, "pluralisiert".

Dieser Prozess der pluralisierenden Auflösung philosophischer Autorität in der Renaissance soll am Beispiel der Rezeption des Sokrates, seiner unterschiedlichen Darstellung in Viten und Charakterisierungen und seiner vielfältigen Verwendung in der philosophischen Argumentation untersucht werden. Dabei sollen unter anderem Texte von Giannozzo Manetti (1396-1459), Lorenzo Valla (1407-1457), Jacques Lefèvre d'Etaples (1455-1537), Desiderius Erasmus (1467-1536), Girolamo Cardano (1501-1576) und Michel de Montaigne (1533-1592) zugrunde gelegt werden.

Bemerkungen:

Genauere Auskünfte über Texte und Literatur zu Beginn des Semester - oder im Internet unter <http://www.phil-hum-ren.uni-muenchen.de/LV/LV2002s.htm#LV89>


Humanism and Philosophy in the Renaissance


Allgemeines


Veranstaltungsart: Hauptseminar (2stündig, GkTPh (Antike, Spätmittelalter, Renaissance))
Dozentin: Prof. Dr. Jill Kraye
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31/IV, Bibliothek / Dienstags, 14-16h / ab: 4. Juni 2002

Beschreibung:

The goal of this seminar is to understand and evaluate the contribution which humanism made to the study of philosophy during the Renaissance. This will be achieved by looking in detail at humanist works in a variety of genres-dialogues, treatises, letters and commentaries-in order to identify what was distinctive about the humanist approach to philosophy and to consider how humanists changed the way that philosophy was read and interpreted in this period. Humanist treatments of Aristotle and Plato, as well as of Stoicism and Epicureanism, will be examined. Another topic which will be explored is the attitude of humanists towards the traditional scholastic methods of teaching and studying philosophy. Texts to be read and analysed in class will include works by Petrarch, Leonardo Bruni, Lorenzo Valla, Giovanni Pico della Mirandola, Angelo Poliziano, Erasmus and Justus Lipsius.


Kultur - Geist - Gesellschaft


Allgemeines


Veranstaltungsart: Hauptseminar (2stündig, H, PhA)
Dozent: Dr. Martin Mulsow
Ort / Zeit / Anfang: Schellingstr. 9, 1a (1. OG)/ Dienstags, 11-13h / ab: 16. April 2002

Beschreibung:

Näheres wird noch bekanntgegeben.


Strategien der Moralbegründung im Humanismus der Renaissance


Allgemeines


Veranstaltungsart: Oberseminar (4stündig, GkTPh (Spätmittelalter, Renaissance))
Dozent: Prof. Dr. Eckhard Keßler
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31/IV, Bibliothek / Dienstags, 18-21h, 14tägig / ab: 23. April 2002

Beschreibung:

Als Ergebnis der spätscholastischen Philosophie hat die Renaissance den Voluntarismus des Scotus und, in seiner Konsequenz, den Nominalismus Ockhams geerbt, welche die Grundlagen der traditionellen Philosophie in Frage stellen und einen Neuansatz fordern. Getragen von den Bedürfnissen der neuen bürgerlichen Laienkultur gibt die Renaissance im Italien des 14. und 15. Jhs. zunächst unter Führung der sog. Humanisten eine Antwort im Bereich der praktischen Philosophie. Unter Verzicht auf eine nicht mehr mögliche transzendente, theologische oder metaphysische Letztbegründung versucht sie, neue Modelle moralischer Handlungsorientierung zu propagieren, die dem Glück und der Wohlfahrt des Einzelnen wie der Allgemeinheit dienen sollen. Dabei werden zum ersten Mal in der Geschichte der Philosophie Strategien und Modelle einer immanent-pragmatischen Normenbegründung entwickelt.

Bemerkungen:

Das Oberseminar, das als Forschungsseminar konzipiert ist, setzt das Oberseminar des WS 2001/2002 fort. Es dient der Diskussion von Problemen und Ergebnissen der im Umkreis des Projektes "Pluralität der Erkenntnisse und Verbindlichkeit der Ordnung als innovative Momente in der Philosophie des 15. und 16. Jahrhunderts" Forschenden und steht daher primär den am SFB 573 Beteiligten, darüber hinaus aber auch anderen an der Problematik Interessierten und im Rahmen des Seminars für Geistesgeschichte und Philosophie der Renaissance Forschenden offen. Um vorherige Anmeldung wird gebeten.


Ausgezählte Philosophie: Bibliometrisch-scientometrische Übungen zur Entwicklung universitären Philosophierens in der Renaissance


Allgemeines


Veranstaltungsart: Übung (9stündig, E, GkTPh(Renaisance))
Dozent: Dr. Heinrich C. Kuhn
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31/IV, 406 und Umgebung / nach Vereinbarung / ab: 18. April 2002

Die Termine der gemeinsamen Treffen variieren. Falls Sie den vorigen Termin verpasst haben sollten: bitte den jeweils kommenden Termin beim Dozenten erfragen.

Beschreibung:

Wie kann man die "Größe" von Philosophen und philosophischen Themen und Werken durch Zahlen bestimmen? Zumindest dann, wenn einem nichts anderes übrig bleibt? Gibt es goldene Nadeln im Heuhaufen?

Im Unterschied zu anderen Epochen der Philosophiegeschichte zeichnet sich die Renaissance aus durch eine sehr kleine Zahl heute noch "großer" Philosophen und durch eine sehr große Zahl von Philosophen, deren Namen und Werke (fast) niemand kennt. Von wenigen Ausnahmen abgesehen sind insbesondere die "Fachphilosophen" an den Universitäten der Renaissance und ihre Werke bis heute kaum untersucht - und waren auch lange Zeit schon allein wegen ihrer überwältigenden Zahl und der überwältigenden Fülle ihrer Namen kaum untersuchbar, da keine Mittel für eine rationale Auswahl jener Namen und Werke, bei denen ein Anfang zu machen wäre, zur Verfügung standen.

Es scheint jedoch, dass sich zumindest was die Mittel betrifft in den letzten Jahren die Situation geändert hat: insbesondere den großen weltweit zugänglichen Katalogen der Bibliotheksverbünde wurde und wird eine Datenbasis zugänglich, die es möglich erscheinen lässt, zum ersten Mal Netze auszuwerfen mit denen vielleicht die "großen" Namen, die "wichtigen" Themen und Werke jener Zeit an die Oberfläche geholt werden können.

Was wir in dieser Veranstaltung behandeln können reicht von bereits erarbeiteten Beispielen (u.a. zur Rezeption paduaner Philosophie in Deutschland und zu Ingolstadt, dem Gründungsort unserer Universität) über neu mögliches (z.B. Analysen zur handschriftlichen Verbreitung der Werke einzelner Philosophen, Jagd nach "heißen" Themen der Philosophie in Ingolstadt mithilfe einer nur hier lokal zugänglichen Datenbank) bis hin zur Überprüfung von aufgrund elektronischen Materials aufgestellter Hypothesen anhand der Originale der Werke die die Hypothesen betreffen, und darüber hinaus.

Die Veranstaltung richtet sich an Personen mit Interesse an neuer geistesgeschichtlicher Methodik und Methodenüberprüfung aufgrund von Methodenanwendung.

Entsprechend der "experimentellen" Natur dessen worum es geht, ist die Veranstaltung auch "formal" sehr flexibel und offen angelegt: gemeinsame vorlesungsähnliche und seminarähnliche Teile werden durch mehr oder minder gemeinsame Übungen und durch tutorienähnliche Veranstaltungsteile gemäß einzelnen Interessenschwerpunkten der Teilnehmenden ergänzt, für die die Termine weitgehend frei vereinbart werden können: Die Neunstündigkeit bezeichnet den Umfang meiner Verfügbarkeit hierfür, nicht die Zahl der "Teilnahmestunden" der einzelnen Teilnehmenden, "Donnerstags 13-18h, Freitags 9-12h" ein Zeitangebot, das gemäß den Wünschen der Teilnehmenden auch auf andere Tage und Zeiten "transferiert" werden kann.

Teilnahmevoraussetzungen:

keine.

Bemerkungen:

Das erste gemeinsame Treffen, auf dem weiteres besprochen wird, findet am Donnerstag dem 18. April 2002 von 13-15h statt. Teilnahmeinteressierte mit Terminschwierigkeiten bitte ich um rechtzeitige vorherige Kontaktaufnahme.

Die Termine der gemeinsamen Treffen variieren. Falls Sie den vorigen Termin verpasst haben sollten: bitte den jeweils kommenden Termin beim Dozenten erfragen.


Einführung in HTML


Allgemeines


Veranstaltungsart: Übung (9stündig)
Dozent: Dr. Heinrich C. Kuhn
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31/IV, 403 und Umgebung / Freitags 9-11h und nach Vereinbarung / ab: 3. Mai 2002

Beschreibung:

HTML: Geschichte, Strukturen, Regeln, Stylesheets, CSSs …. Schwerpunkt wird HTML 4.01 sein.

Teilnahmevoraussetzungen:

keine.






Verantwortlich: Dr. Heinrich C. Kuhn (hck@lrz.uni-muenchen.de)
Dokument erstellt: 2001-11-27
Dokument geändert:2002-05-17