Vivat GGREN!

Seminar für Geistesgeschichte und Philosophie der Renaissance:

Lehrveranstaltungen Sommer-Semester 2004


Informationen zu:

  1. Vorlesungen:
  2. Proseminaren:
  3. Hauptseminaren:
  4. Oberseminar:
  5. Kurse:



Geschichte der Philosophie II: Philosophie des späten Mittelalters und der Renaissance

Allgemeines

Veranstaltungsart: Überblicks-Vorlesung (2stündig, GkTPh(Spätmittelalter & Renaissance))
Dozent: Prof. Dr. Martin Mulsow
Ort / Zeit / Anfang: HS 129 im Hauptgebäude der LMU / Dienstags, 12-14h / ab: 27. April 2004 NOTA BENE: Veranstaltung beginnt erst in der ZWEITEN Semesterwoche!

Beschreibung:

Die Vorlesung wird Philosophen der Zeit zwischen 1320 und 1600 behandeln. Diese Zeit markiert den Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit und stellt damit eine wesentliche Phase im Vorfeld der Moderne dar: hier wurden viele der Weichen gestellt, die in die heutige Welt führten. Auf der anderen Seite trennt uns von dieser Epoche eine nicht zu unterschätzende Alterität. Renaissancetexte sind selten leicht lesbar; ihre Ideen kommen nicht als Traktate von Originalgenies daher, sondern sind oft versteckt in langen lateinischen Kommentaren zu Klassikern oder fachwissenschaftlichen Spezialstudien. Manche Innovationen sind Reaktion auf die neue Kunst des Buchdrucks oder die anschwellende Wissensfülle. All dies bedarf eines großen Kontextwissens, um in seiner Bedeutung gewürdigt zu werden.

Erprobt werden sollen unterschiedliche mögliche Epocheneinteilungen und Perspektiven auf Spätmittelalter und Renaissance sowie überraschende Querverbindungen von der Philosophie zu anderen Disziplinen. Themen werden unter anderem sein: Spätscholastik und Humanismus; Lorenzo Valla; Marsilio Ficino und der Platonismus der Renaissance; Giovanni Pico della Mirandola; Pietro Pomponazzi und der Aristotelismus der Renaissance; die Ordnung des Wissens: Petrus Ramus; historische Konstruktion und Naturphilosophie: Francesco Patrizi; Lullismus und neue Kosmologie: Giordano Bruno; neue Metaphysik und Politik: Tommaso Campanella.

Voraussetzungen für Scheinerwerb:

Klausur am Ende

Literatur:

Zur Vorbereitung seien folgende Überblicksdarstellungen empfohlen: Stephan Otto: Renaissance und frühe Neuzeit (Geschichte der Philosophie in Text und Darstellung 3), Stuttgart 1984 (reclam 9913); Paul Richard Blum (Hg.): Philosophen der Renaissance: eine Einführung, Darmstadt 1999; Paul Oskar Kristeller: Acht Philosophen der italienischen Renaissance, Weinheim 1986. Als ein Beispiel für moderne, anspruchsvolle Renaissanceforschung: Ingrid D. Rowland: The Culture of the High Renaissance. Ancients and Moderns in Sixteenth-Century Rome, Cambridge 1998.

Bemerkungen:

Studienabschnitt: Grundstudium, Hauptstudium


Einführung in die Geschichte der abendländischen Esoterik

Allgemeines

Veranstaltungsart: Proseminar (2stündig, GkTPH(Renaissance, NI))
Dozent: Dr. Michaela Boenke & Dr. Hereward Tilton
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31/IV, Bibliothek (406) / Donnerstags, 18-20h / ab: vorgesehen war: 22. April 2004

Nota bene: Diese Veranstaltung muss und wird leider entfallen!!!

Beschreibung:

Im Proseminar soll ein Überblick über Themen und Epochen der abendländischen Esoterik erarbeitet werden. Behandelt werden zunächst spätantike Quellen zu Mysterienkulten, Gnosis und Hermetik. Anschließend beschäftigen wir uns mit Schriften zu Alchemie, Magie, Theosophie, christlicher Kabbala und Rosenkreuzertum in der Frühen Neuzeit. Gelesen werden Schriften von Ficino, Paracelsus, Agrippa von Nettesheim, Khunrath, Böhme, Andreae.


Die epistemologischen Hintergründe der wissenschaftlichen Revolution in der Spätrenaissance:Keplers Hypothesenbegriff und der Status der Astronomie

Allgemeines

Veranstaltungsart: Proseminar (2stündig, NPh, GkTPh(Renaissance))
Dozent: Dr. Daniel Di Liscia
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31/IV, Bibliothek (406) / Mittwochs, 10-12h / ab: 21. April 2004

Beschreibung:

Spätestens seit der Erscheinung von Thomas Kuhns Hauptwerk Die Struktur der wissenschaftlichen Revolutionen wurde der Berücksichtigung historischer Quellen eine feste Stellung in der Wissenschaftstheorie eingeräumt. Seitdem wächst kontinuierlich die Zahl von Wissenschaftstheoretikern, die sich direkt oder indirekt mit den "Klassikern" der sogenannten wissenschaftlichen Revolution beschäftigen: demgemäß sind Copernicus, Galilei, Descartes, Newton und Lebniz die meist bevorzugten Autoren.

Doch diese Autoren und demnach die Hauptzüge der wissenschaftlichen Revolution selbst können nicht richtig verstanden werden, wenn man nicht dazu einen Bündel von Fragen beachtet, die unmittelbar mit der damals führenden Wissenschaft, der Astronomie, zusammenhängen.

Um diese Lücke zu füllen und mit der Hoffnung, daß dadurch neue Perspektiven für das Verständnis der philosophischen und wissenschaftstheoretischen Begrifflichkeit der frühen Neuzeit eröffnet werden, hat sich dieses Seminar zum Ziel gesetzt, den Rahmen für eine Diskussion jener Fragen zu schaffen, und zwar anhand eines Textes von dem großen Astronomen, Mathematiker, Musiktheoretiker, Physiker und Philosophen Johannes Kepler (1571-1630). Der Text ist die sogenannte Apologia Tychonis contra Ursum bzw. Tractatus de hypothesibus, dessen Wichtigkeit in der aktuellen Forschung seit den letzten 20 Jahren einschränkungslos anerkannt wird. Die Apologia wurde von Kepler auf Anregung von Tycho Brahe geschrieben, um dessen Priorität in der Aufstellung seines neuen Weltsystems gegen seinen mutmaßlichen Plagiator, Ursus Dithmarsus zu verteidigen. Doch Kepler geht über diesen Rahmen weit hinaus und, ohne sich auf fachastronomische Probleme zu beschränken, diskutiert mit diesem Anlaß eine Reihe von Fragen philosophischer und wissenschaftstheoretischen Natur. Er setzt sich mit den drei in Konkurrenz stehenden Weltsystemen des Ptolemäus, des Copernicus und des Tycho Brahe auseinander. Ungewöhnlich für seine Zeit beschäftigt sich Kepler bewußt mit der historischen Entwicklung der Astronomie und deren philosophischen Fundamenten. Letztendlich, aber vielleicht das Wichtigste von allem, entwickelt er eine tiefgreifende Verteidigung des copernicanischen Weltbildes im Rahmen eines Realismus, in dem zahlreiche Argumentationszüge und Probleme der heutigen Wissenschaftstheorie zur Sprache kommen: Kausalität und Erklärung; Fiktionalismus und Instrumentalismus; Theorie, Hypothese und empirische Basis; Auswertung der Beobachtung; die Logik der Forschung und die Frage nach der Falsifizierbarkeit; Entscheidungskriterien für konkurrierende Hypothesen; all diese sind Begriffe, die in Keplers Apologia contra Ursum zur Geltung kommen und in einer historisch orientierten Wissenschaftstheorie beachten werden müßten.

Literatur:

Literatur (gezielte Hinweise werden im Seminar gegeben):
Johannes Kepler Gesammelte Werke, herausgegeben im Auftrag der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, unter der Leitung von Walther von Dyck und Max Caspar, Bd. 1-21,1; München (C.H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung), 1938-2003; hierfür Bd. XX.1.
N. Jardine, The Birth of History and Philosophy and Science: Kepler's Defense of Tycho against Ursus with Essays on its Provenace and Significance, Cambridge, 1984 [engl. Übers. mit Kommentar].


Hedone. Ethik nach dem Lustprinzip? Moralphilosophische Reflexionen Epikurs und ihre Rezeption

Allgemeines

Veranstaltungsart: Proseminar (2stündig, Eth, GkTPh)
Dozent: Dr. Sabrina Ebbersmeyer
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31/IV, Bibliothek (406) / Montags, 10-12h / ab: 19. April 2004

Beschreibung:

Die ethischen Reflexionen Epikurs (341-270 v.C.), insbesondere die Bedeutung der Lust (hedone, voluptas) als höchstes Gut, haben bereits in der Antike für Entrüstung und Kritik gesorgt, welche sich im Mittelalter intensivierte. Dennoch haben Epikurs Gedanken auch im Mittelalter Fürsprecher gefunden (Abaelard), und mit der beginnenden Renaissance gewann Epikurs Denken zunehmend an Attraktivität (Lorenzo Valla), die bis in die Gegenwart anhält.

Ziel des Seminars ist es, Grundlagen der epikureischen Ethik zu vermitteln. Dabei werden wir folgenden Fragen nachgehen: Welcher Zusammenhang besteht zwischen den naturphilosophischen und ethischen Annahmen bei Epikur? Wie läßt sich der Begriff der Lust bei Epikur bestimmen? Welche Interessen haben die Rezipienten der epikureischen Ethik geleitet? Wie ließe sich eine Ethik der Lust unter den Bedingungen unserer Gegenwart formulieren?

Literatur:


Staatskonstruktionen zwischen Nirgendwo und Hier: Verfassungen utopischer und realer Gemeinwesen in der Renaissance

Allgemeines

Veranstaltungsart: Proseminar (2stündig, P, GkTPh (Spätmittelalter/Renaissance), GkTPH (Antike))
Dozent: Dr. Heinrich C. Kuhn
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31/IV, Bibliothek (406) / Mittwochs, 16-18h / ab: 21. April 2004

Beschreibung:

Die Suche nach einer optimalen Verfassung ist uns bis heute geblieben - wie nicht zuletzt die Diskussionen über die neue EU-Verfassung gezeigt haben. Und diese Suche hat Geschichte, nicht zum geringsten in der Philosophie der Renaissance.

Die Renaissance ist nicht zuletzt die Zeit der Wiedergeburt der Abhandlungen über ideale Gemeinwesen, optimale Staaten. Die Renaissance ist die Zeit, in der das Genre "Utopie" Namen und exemplarische Ausprägung erhält.

Entwürfe idealer Gemeinwesen, Konstruktionen optimaler Staaten entstehen nicht unabhängig von den realen Gemeinwesen und Staaten in oder neben denen sie entworfen werden. Und solche Entwürfe und Konstruktionen stehen in Kontinuität zu realen Konstitutionen und Versuchen solche zu verbessern. Utopia hatte und hat - trotz des Namens - manchen Ort: es lag und liegt zwischen Nirgendwo und Dort und Hier.

Ausgehend von antiken und spätmittelalterlichen Schriften zu besten Staaten wird sich dies Seminar mit den Kontinuitäten und Diskontinuitäten der Entwürfe idealer Gemeinwesen, der Verfassungen realer Staaten, und der Projekte zur Verbesserung realer Staaten und Gemeinwesen in der Renaissance beschäftigen.

Gelesen und diskutiert werden können u.a. Texte von Platon, Aristoteles, Marsilius von Padua, Wilhelm von Occam, Morus, Machiavelli, Vasco de Quiroga, Rabelais, Campanella, Francis Bacon, sowie Texte zur Verfassung des Sacrum imperium und deren Reformation und zur Verfassung Venedigs.

Teilnahmevoraussetzungen:

Regelmäßige aktive Teilnahme, Bereitschaft zur Übernahme eines Kurzreferats.

Voraussetzungen für Scheinerwerb:

Regelmäßige aktive Teilnahme, Proseminararbeit und/oder Übernahme eines Hauptreferats.

Literatur:

Lateinisches und Griechisches wird in deutscher Übersetzung zur Verfügung gestellt werden.

Bemerkungen:

Geeignet als Begleitseminar zu den Vorlesungen zur "Praktischen Philosophie" und "Geschichte der Philosophie I" und "Geschichte der Philosophie II"


Begleitkurs zur Vorlesung: Lektüre renaissancephilosophischer Texte

Allgemeines

Veranstaltungsart: Proseminar (2stündig, GkTPh(Renaissance))
Dozent: Prof. Dr. Martin Mulsow
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31/IV, Bibliothek (406) / Dienstags, 15-17h / ab: 27. April 2004 NOTA BENE: Veranstaltung beginnt erst in der ZWEITEN Semesterwoche!

Beschreibung:

Um die Renaissancephilosophie genauer kennenzulernen, ist eine sorgfältige Lektüre zentraler Texte unerläßlich. Im Anschluß an die Vorlesung ("Geschichte der Philosophie II: Philosophie des späten Mittelalters und der Renaissance") sollen einige Themen und Schwerpunkte in dieser Weise vertieft werden. Gedacht ist an die Lektüre von Marsilio Ficino: Traktate zur platonischen Philosophie, Berlin 1993; Pietro Pomponazzi: Abhandlung über die Unsterblichkeit der Seele, Hamburg (Meiner) 1990; Giordano Bruno: Das Aschermittwochsmahl, Frankfurt 1981.

Diese Texte führen in ganz unterschiedliche Bereiche des Denkens im 15. und 16. Jahrhundert: in die spekulative Welt des Renaissanceplatonismus bei Ficino, in die ins Heterodoxe weisenden Debatten des Aristotelismus bei Pomponazzi, schließlich in die neue kopernikanische Kosmologie und Naturphilosophie bei Bruno.

Voraussetzungen für Scheinerwerb:

Regelmäßige aktive Teilnahme, Kurzreferat, schriftliche Arbeit


Zabarella und die Regreß-Theorie — Methodenlehre im 16.Jahrhundert: Einübung in die Lektüre lateinischer philosophischer Texte

Allgemeines

Veranstaltungsart: Proseminar (2stündig, GkTPH(Renaissance))
Dozent: Andreas Sonneck, StR z.A.
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31/IV, Bibliothek (406) / Mittwochs, 18-20h / ab: 21. April 2004

Beschreibung:

Die produktive Rezeption der Antike rückt das Problem der Erkenntnis in den Mittelpunkt der philosophischen Diskussion des 16. Jahrhunderts. Es sind vor allen Dingen die Suche nach der wahren Methode des Aristoteles, aber auch das entschiedene Zurückweisen derselben, die dazu führen, dass wichtige philosophische Konzepte neu diskutiert werden: Was ist Gewissheit? Was ist Wissenschaft? Fraglich, ob manche dieser damals entwickelten Konzeptionen Galilei beeinflussten; unbestritten ist, dass das Aufwühlende und Gärende dieser Diskussion in gewisser Weise fruchtbar war und der neuen Wissenschaft den Boden bereitete. Zabarella und seine Regress-Theorie spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle.

Bemerkungen:

Durch die sorgfältige Lektüre einiger kurzer, nur im Lateinischen vorliegender Texte sollen die Teilnehmer ihre Lateinkenntnisse auffrischen bzw. vertiefen und ein genaues Übersetzen üben, das die Tür öffnet zu einem sehr spannenden Kapitel philosophiehistorischer Forschung.


Alchemie II

Allgemeines

Veranstaltungsart: Hauptseminar (2stündig, GkTPH(REnaissance, NI), RPh, Wissenschaftsgeschichte)
Dozent: Dr. Michaela Boenke, Dr. Hereward Tilton, & Martin Schmeisser, M.A.
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31/IV, Bibliothek (406) / Montags, 15-17h / ab: 19. April 2004

Beschreibung:

Im Seminar werden alchemistische Traktate der Frühen Neuzeit und später behandelt sowie, in einem zweiten Teil, Interpretationen der Alchemie vorgestellt und diskutiert (C.G. Jung, Mircea Eliade, sowie von Wissenschaftshistorikern wie Berthelot, H. Metzger, W. Pagel, J. Ruska, W. Newman, u.a.).

Teilnahmevoraussetzungen:

Teilnahmevoraussetzung ist die Teilnahme am Alchemieseminar I, oder eine gute Kenntnis alchemistischer Traktate und Symbole.


Philosophie der Aufklärung

Allgemeines

Veranstaltungsart: Hauptseminar (2stündig, GkTPh(NI), RPh)
Dozent: Prof. Dr. Martin Mulsow
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31/IV, Bibliothek (406) / Donnerstags, 10-12h / ab: 29. April 2004 NOTA BENE: Veranstaltung beginnt erst in der ZWEITEN Semesterwoche!

Beschreibung:

Die Philosophie der Aufklärung ist in Deutschland oft unterschätzt worden, da sie pauschal als "vorkantisch" gilt. Doch beim näheren Blick zeigen sich in ihr faszinierende Debatten und Theorien, von einer neuen, auf das Naturrecht gestützten Gesellschaftstheorie über eine an der Naturwissenschaft orientierten sensualistischen Erkenntnistheorie bis zu einer aus Theodizee und Schriftkritik gewonnenen natürlichen Religion.

Das Seminar wird die Philosophie der Aufklärung aus dem Blickwinkel ihrer radikalen Varianten betrachten. Denn jede Phase des Denkens im 18. Jahrhundert hatte seine spezifischen Radikalisierungen: die Eklektik der Frühaufklärung, der Rationalismus Christian Wolffs, der Sensualismus der Popularphilosophie, selbst der Kantianismus gegen Jahrhundertende. Zentrale Themen solcher Radikalisierungen sind Religionskritik und politische Anthropologie.

Die aktuelle Debatte um die Charakteristika der "radikalen Aufklärung" ist zur Zeit eines der spannendsten und lebhaftesten Gebiete der Aufklärungsforschung, denn sie bezieht neue, bisher unerschlossene Textcorpora ein: vor allem die geheime, nur in Manuskripten verbreitete Untergrundlitertaur, philosophische Texte also, die verboten waren, weil sie als zu gefährlich für das Publikum galten. Das Seminar wird sich nicht zuletzt solchen bisher nie analysierten Untergrundtexten widmen.

Voraussetzungen für Scheinerwerb:

regelmäßige aktive Teilnahme, Kurzreferat, schriftliche Arbeit

Literatur:


Nature, science and natural philosophy in sixteenth-century German lands

Allgemeines

Veranstaltungsart: Intensiv-Seminar mit begleitender Vorlesung (8stündig, NPh, GkTPh(Renaissance))
Dozent: Prof. Sachiko Kusukawa, PhD
Ort / Zeit / Anfang: Siehe "Bemerkungen"! / Siehe "Bemerkungen"! / ab: 28. Juni 2004

Beschreibung:

This course examines sixteenth-century concepts of nature, science and natural philosophy. This period is often seen as the beginning of the distintegration of traditional philosophy, in the face of new world discoveries and the rise of empiricism. These lectures challenge this simplistic view by studying how traditional natural philosophy adopted new developments, but in turn also spurred on new attitudes and ideas. We will take a contextual approach, by examining the importance of humanist ideas of history, dialectics, language, and ideal bodies, and the effect of the reformations and confessionalisation. This is potentially a large topic, and of course the German lands were part of a larger intellectual and scientific world of Europe, but in these lectures, we will concentrate on German contributions.

Es gibt auch Ergänzende Informationen zu dieser Veranstaltung (als RTF-Dokument)

Voraussetzungen für Scheinerwerb:

Bemerkungen:

Frau Kusukawa unterrichtet folgende Veranstaltungen:


Sozinianismus und Frühaufklärung

Allgemeines

Veranstaltungsart: Oberseminar (2stündig, GkTPh(NI), RPh)
Dozent: Prof. Dr. Martin Mulsow
Ort / Zeit / Anfang: nach Vereinbarung / nach Vereinbarung / ab: nach Vereinbarung NOTA BENE: Veranstaltung beginnt voraussichtlich erst in der ZWEITEN Semesterwoche!

Beschreibung:

Der Sozinianismus ist eine heute vielfach vergessene häretische Form des Protestantismus: er lehnt die Trinität ab und versucht, eine moralisch orientierte christliche Lehre zu vetreten, deren Dogmen nicht im Widerspruch zur Vernunft stehen. Im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert identifizieren sich mit dieser Auffassung des Christentums größere Kreise aufgeklärter Intellektueller, freilich meist ohne sich offen zum Sozinianismus zu bekennen. Große Namen wie Locke, Newton, Le Clerc oder Bayle lassen sich in diesem Zusammenhang nennen. Die liberale Theologie des 19. Jahrhunderts sah daher im Sozinianismus eine der wesentlichen Kräfte, die zur Aufklärung geführt haben.

Das Seminar knüpft an eine vor mehreren Semestern gehaltene Veranstaltung an; neue Teilnehmer sind aber willkommen. Wir wollen zusammen versuchen, ein Arbeitsbuch "Arminianismus und Sozinianismus" zu erstellen und zu vollenden, das eine kommentierte Auswahl von zentralen Texten des Sozinianismus in deutscher Übersetzung enthalten soll. Das Seminar führt also auch in die praktischen Probleme der Erarbeitung eines Lehrbuchs ein.

Studienabschnitt: Hauptstudium, Promotionsstudium

Teilnahmevoraussetzungen:

Bitte anmelden bei: Martin.Mulsow@lrz.uni-muenchen.de

Voraussetzungen für Scheinerwerb:

Regelmäßige aktive Teilnahme, Kurzreferat, schriftliche Arbeit

Literatur:

Einführende Literatur: Paul Wrzecionko (Hg.): Reformation und Frühaufklärung in Polen. Studien über den Sozinianismus und seinen Einfluß auf das westeuropäische Denken im 17. Jahrhundert, Göttingen 1977.

E.M. Wilbur: A History of Unitarianism, Cambridge, Mass. 1747-1952.

Bemerkungen:

Zusammen mit Prof. Dr. Jan Rohls, evang. Theol.


Suchen, Finden, Gelesenwerden: Einführung in das wissenschaftliche Informationswesen (insbesondere am Beispiel der Geistesgeschichte der Renaissance)

Allgemeines

Veranstaltungsart: Kurs: Theoretischer Teil (2stündig, Methoden & ihre Anwendung: hilfswissenschaftliches)
Dozent: Dr. Heinrich C. Kuhn
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31/IV, Bibliothek (406) / Donnerstags, 13-15h / ab: 22. April 2004

Beschreibung:

Was für relevante Informationen und Texte gibt es? Wo findet man sie? Wie findet man sie? Wer hilft einem dabei? Wie setzt man sie für eigene Texte (Seminararbeiten, Prüfungsarbeiten, Veröffentlichungen) ein? Wie erzeugt man wissenschaftliche Dokumente die für den eigenen Fortschritt und für andere nützlich sind?

Die Veranstaltung soll Kenntnisse über Bedingungen, Techniken und Praktiken wissenschaftlicher Kommunikation vermitteln. Die Beispiele und Schwerpunkte werden - soweit tunlich - aus der Geistesgeschichte der Renaissance gewählt. Die im einzelnen behandelten Themen sind zum guten Teil abhängig von den Interessen und Vorkenntnissen der Teilnehmenden. Eine (nicht erschöpfende) Auswahl möglicher Themen findet sich in den elektronischen Unterlagen zu diesem Kurs, die im WWW unter URL http://www.phil-hum-ren.uni-muenchen.de/LV/hckKurs04s/ zur Verfügung stehen.

Der Kurs insgesamt besteht aus dem hier beschriebenen "Theoretischen Teil" (in dem das Gegebene vorgestellt, diskutiert und erläutert wird), einem "Praktikum" (in dem die Nutzung der im theoretischen Teil vorgestellten Strukturen, Resourcen, Werkzeuge und Techniken eingeübt wird) und einem "Colloquium" (in dem die Ergebnisse der Praktikumsarbeit und weiteres vorgestellt und diskutiert werden können).

Teilnahmevoraussetzungen:

Studium einer Geisteswissenschaft in gleich welchem Semester. Die Teilnahme am "theoretischen Teil" ist auch ohne Teilnahme an den beiden anderen Kursteilen möglich, erscheint aber nur begrenzt sinnvoll. Bitte halten Sie mit mir Rücksprache, falls Sie nur am "theoretischen Teil" teilnehmen wollen. § Anmeldung - soweit möglich vor Anfang April - wird dringend empfohlen, da (vor allem wegen der für einen optimalen Kurserfolg notwendigen intensiven Betreuung im Praktikum) die Zahl der möglichen Teilnehmer/innen am Gesamtkurs klein ist. (Anmeldeformulare liegen bereits im Sekretariat des Seminars [Ludwigstr. 31/IV, Zimmer 402] aus, und stehen auch unter URL http://www.phil-hum-ren.uni-muenchen.de/LV/hckKurs04s/#AF im Internet zur Verfügung).

Voraussetzungen für Scheinerwerb:

Eine (auf Wunsch auch benotete) Bescheinigung über erfolgreiche Kursteilnahme wird aufgrund regelmäßiger aktiver Teilnahme an allen drei Teilen des Kurses und ausreichender Bearbeitung der Praktikumsaufgaben erteilt.

Literatur:

Verweise auf gedruckte Literatur scheinen wegen der Weite der Gegenstände, und erfahrungsgemäß vor allem wegen der sehr raschen Veränderungen im wissenschaftlichen Informationswesen wenig sinnvoll. Zu einzelnen Themen werden Merkblätter und spezielle Internet-Resourcen zur Verfügung gestellt. Die Leitseite im Internet für diesen Kurs führt zu den elektronischen Kursunterlagen (die im Laufe der Zeit ergänzt und erweitert werden werden). Die zugehöhrige URL ist: http://www.phil-hum-ren.uni-muenchen.de/LV/hckKurs04s/

Bemerkungen:

Dieser Kurs wird voraussichtlich in den nächsten Semestern nicht angeboten werden. Daher empfiehlt sich bei Interesse eine Teilnahme im Sommersemester 2004!


Suchen, Finden, Gelesenwerden: Einführung in das wissenschaftliche Informationswesen (insbesondere am Beispiel der Geistesgeschichte der Renaissance)

Allgemeines

Veranstaltungsart: Kurs: Praktikum (10stündig, Methoden & ihre Anwendung: hilfswissenschaftliches)
Dozent: Dr. Heinrich C. Kuhn
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31/IV, 409 und Umgebung / Donnerstags, 15-19h, Freitags 9-13h / ab: 22. April 2004

Beschreibung:

Zu den Zielen und den behandelten Themen siehe die Angaben zum "theoretischen Teil" des Kurses.

Praktikum: Gelegenheit zum eigenen Üben: In diesem zweiten Kursteil werden auf Basis des im "theoretischen Teil" besprochenen verschiedene Aufgaben durch die Teilnehmer/innen eigenständig bearbeitet, wobei der Dozent jederzeit für Hilfestellungen, Rat, etc. etc. pp. zur Verfügung steht.

Die 10stündige Dauer bezieht sich nicht auf die Zeit, die alle Teilnehmenden vermutlich zur Bearbeitung der Aufgaben benötigen werden (diese Zeit ist in den meisten Fällen erfahrungsgemäß deutlich kürzer), sondern auf die Zeit, in der Sie Anspruch auf jederzeitige Unterstützung durch den Dozenten haben.

Teilnahmevoraussetzungen:

Voraussetzung für die Teilnahme ist Teilnahme am "Theoretischen Teil" des Kurses. Die Zahl der möglichen Teilnehmer/innen am Praktikum ist begrenzt! Zur (für's Praktikum unerlässlichen!) Anmeldung siehe die Angaben zum "Theoretischen Teil" des Kurses.

Voraussetzungen für Scheinerwerb:

Eine (auf Wunsch auch benotete) Bescheinigung über erfolgreiche Kursteilnahme wird aufgrund regelmäßiger aktiver Teilnahme an allen drei Teilen des Kurses und ausreichender Bearbeitung der Praktikumsaufgaben erteilt.

Literatur:

Siehe die Angaben zum "Theoretischen Teil" des Kurses.


Suchen, Finden, Gelesenwerden: Einführung in das wissenschaftliche Informationswesen (insbesondere am Beispiel der Geistesgeschichte der Renaissance)

Allgemeines

Veranstaltungsart: Kurs: Vorstellung und Besprechung von Arbeiten (2stündig, Methoden & ihre Anwendung: hilfswissenschaftliches)
Dozent: Dr. Heinrich C. Kuhn
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31/IV, 403 / Donnerstags, 10-12h / ab: 29. April 2004

Beschreibung:

Zu den Zielen und den behandelten Themen siehe die Angaben zum "theoretischen Teil" des Kurses.

In diesem dritten Kursteil wird das vorgestellt und diskutiert, was die Teilnehmenden im Praktikum erarbeitet haben. Zudem besteht von Fall zu Fall die Gelegenheit zur Diskussion einschlägiger neuerer Literatur und neuerer Entwicklungen im wissenschaftlichen Informationswesen, zudem Gelegenheit zu vertiefenden Diskussionen zu Themen, die im "theoretischen Teil" behandelt wurden.

Teilnahmevoraussetzungen:

Teilnahme an den beiden anderen Kursteilen ("Theoretischer Teil" und "Praktikum"): näheres siehe dort.

Voraussetzungen für Scheinerwerb:

Siehe die entsprechenden Informationen zum "Praktikum".




Verantwortlich: Dr. Heinrich C. Kuhn (hck@lrz.uni-muenchen.de)
Dokument erstellt: 2003-12-08
Dokument geändert:2004-06-28