Vivat GGREN!

Seminar für Geistesgeschichte und Philosophie der Renaissance:

Lehrveranstaltungen Winter-Semester 2007/2008


Informationen zu:

  1. Spezial-Vorlesung:
  2. Proseminaren:
  3. Hauptseminaren:
  4. Doktorandenkolloquium
  5. Projektseminar


Der Daimon der Philosophen

Allgemeines

Veranstaltungsart: Spezialvorlesung (2stündig, GkTPh-A/M; GkTPh-M/R; RPh; PhG)
Dozent: Prof. Dr. Thomas Ricklin
Ort / Zeit / Anfang: Hauptgebäude, Raum M 010 / Mo 14 - 16h / ab: 15. Oktober 2007

Beschreibung:

Seit Sokrates ist der Figur des Philosophen grundsätzlich die geheimnisvolle Dimension des Daimon assoziiert. Dieser Daimon ist Gegenstand der Vorlesung, die nicht nur die Frage zu klären versucht, was der Sokratische Daimon ursprünglich gewesen ist, sondern - etwa anhand von Plato, Apuleius, Albertus Magnus und Ficino - auch die Prozesse seiner Transformation im Lauf der Geschichte über Spätantike, Mittelalter und Renaissance bewusst in den Blick nimmt. Wann haben sich die Philosophen des Daimons entledigt, wohin haben sie ihn verdrängt oder war er am Ende gar immer wieder in ihrem Wirkungsfeld anzutreffen und ist es mitunter vielleicht noch immer?


Johannes Kepler und die Kosmologie der ausgehenden Renaissance

Allgemeines

Veranstaltungsart: Proseminar (2stündig, GkTPh(Renaissance), NPh)
Dozent: Dr. Daniel A. Di Liscia
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31, EG 08 / Mi, 10-12h / ab: 17. Oktober 2007

Beschreibung:

Die aktuelle wissenschafts- und philosophiehistorische Forschung weist Johannes Kepler (1571-1630) mehr als jedem anderen Denker eine führende Rolle in den kosmologischen Auseinandersetzungen seiner Zeit zu. Im Zeitalter der ausgehenden Renaissance diskutierte Kepler die Grundstruktur des Universums, und zwar zugleich mit Philosophen, Theologen und Fachastronomen; mit Aristotelikern, Kopernikanern und Anhänger Tycho Braches. Vor allem drei Aspekte von Keplers Kosmologie, die grundsätzlich philosophischer Natur sind, kehren immer wieder und stoßen auf Mißverständnisse, regen aber die Diskussion auch an:

  1. Keplers Anspruch, eine allgemeingültige geometrische Struktur des Universums aufgedeckt zu haben,
  2. sein epistemologischer Realismus, und
  3. seine Überzeugung, daß eine Veränderung der Astronomie — und daher auch der Kosmologie — nur sinnvoll und möglich ist, wenn man diese als "physica coelestis" in die Physik überführt und damit das Konzept der Kausalität zur Anwendung bringt.

Das Seminar stellt sich die Aufgabe, diese Aspekte in verschiedenen Texten von Kepler zu analysieren. Ausgewählte Passagen aus den folgenden Werken Keplers sollen gelesen werden: 1. Mysterium Cosmographicum; 2. Apologia Tychonis contra Ursum, 3. Ad Vitelltionem paralipomena. Astronomiae pars optica, 4. Astronomia Nova und Harmonice mundi.

Teilnahmevoraussetzungen:

Lateinkenntnisse sind nicht erforderlich aber sehr willkommen. Vorkenntnisse sollten durch die Lektüre der folgenden Werke erworben werden:
Max Caspar, Johannes Kepler, Stuttgart: Verlag für Geschichte der Naturwissenschaften und Technik, 4. Aufl., 1995.
Die Kapitel zu Kepler in:
Jürgen Hamel, Geschichte der Astronomie, Stuttgart: Kosmos, 1998.
John North, Viewegs Geschichte der Astronomie und Kosmologie, Braunschweig/Wiesbaden: Vieweg: 1997.

Voraussetzungen für Scheinerwerb:

Eine aktive Teilnahme ist erwünscht für das Erlangen von Scheinen.

Bemerkungen:

Für weitere Auskünfte siehe http://www.kepler-kommission.de/


Was können wir wissen? Descartes Lektüre-Seminar

Allgemeines

Veranstaltung wird auf's Sommersemester 2008 verschoben!

Veranstaltungsart: Proseminar (2stündig, GkTPh((Neuzeit 1), E)
Dozent: Dr. Sabrina Ebbersmeyer
Ort / Zeit / Anfang: ACHTUNG: Diese Veranstaltung entfällt im Wintersemester 2007/2008. Sie wird voraussichtlich im Sommersemester 2008 stattfinden. (Ursprünglich angekündigt für: Hauptgebäude, Raum E 206 / Mo, 10-12h / ab: 15. Oktober 2007)

Beschreibung:

Näheres wird noch bekanntgegeben


Exemplarische Orte und Jahre der Geistesgeschichte der Renaissance: Prag 1356

Allgemeines

Veranstaltungsart: Proseminar (2stündig, GkTPh(Renaissance), GPh)
Dozent: Dr. Heinrich C. Kuhn
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31, Raum 107 (Auf Teilnehmerwunsch (Entscheidung KW42'07) geändert von E 06) / Di 10 - 12 / ab: 16. Oktober 2007

Beschreibung:

Dies ist der erste Teil eines Projekts (das in ein Buch münden soll), das versucht anhand der Untersuchung exemplarischer Orte und Zeiten Umbrüche, Inhalte, Texte und Kontexte der Geistesgeschichte und Philosophie der Renaissance vorzustellen.

U.a. wird es gehen um: · Politische Philosophie und Realpolitik, · philosophische und politische "Nutzung" von Geschichte, · Abhängigkeiten zwischen Sprache(n) und Inhalten, · Petrarca und Kaiser Karl IV, · die Konstituierung dessen was dann später "Humanismus" oder "Humanismen" genannt werden wird, · Philosophie für Fachleute, fachfremde Gelehrte, Ungelehrte, · böhmische Traditionen, nordalpine Theorien, und frühe italienische Renaissance.

Teilnahmevoraussetzungen:

Bereitschaft zu regelmäßiger und aktiver Teilnahme, Bereitschaft zur Übernahme eines Referats.

Voraussetzungen für Scheinerwerb:

Regelmäßige und aktive Teilnahme, Hauptreferat und/oder Seminararbeit.

Literatur:

Literaturhinweise erfolgen spätestens in der ersten Sitzung und ggf. auch im Verlauf des Seminars. Zu den behandelten Lateinischen Texten werden moderne volkssprachliche Übersetzungen zur Verfügung stehen.


Jules Michelet und die Erfindung der Renaissance

Allgemeines

Veranstaltungsart: Proseminar (3stündig, GkTPh(Renaissance, Neuzeit II), GPh)
Dozent: Dr. Heinrich C. Kuhn
Ort / Zeit / Anfang: Achtung: ab KW 45/07 (i.e.: 2007-11-05sqq) findet dieses Seminar mit "Ort und Zeit nach Vereinbarung" statt. D.h.: Die Teilnehmer/innen legen von Mal zu Mal Termine, Dauer, Ort und Gegenstände der einzelnen Sitzungen fest. Wenn Sie noch dazustoßen wollen: bitte senden Sie eine eMail an hck@lrz.uni-muenchen.de. / ab: 15. Oktober 2007

Beschreibung:

Dass "Renaissance" als Epoche der Geistesgeschichte gilt verdankt sich Jules Michelet, der sie 1855 als erster als solche in seiner "Histoire de France" präsentiert hat. Er hat dies auf Hintergründen und auf Weisen getan, die bis heute kräftig fortwirken - auch wenn sein Text zumindest hierzulande eher selten gelesen wird.

Doch der Text ist höchst außergewöhnlich sowohl was seine Inhalte und Thesen, als auch was seine Gestalt, als auch was seine Rezeption betrifft.

Daher wollen wir diesen "Gründungstext" der Studien zur Geistesgeschichte und Philosophie der Renaissance als eigener Epoche gemeinsam studieren und diskutieren, und auch als Ausgangspunkt für Überlegungen dazu wie man Geistesgeschichte, Philosophiegeschichte schreiben kann und sollte nehmen.

Teilnahmevoraussetzungen:

Bereitschaft zu regelmäßiger und aktiver Teilnahme, Bereitschaft zur Übernahme eines Referats. Vorherige Lektüre mindestens eines der folgenden Texte: · Michelet: "Introduction" zu "Renaissance", · Hegel: Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte, · Hegel: Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie (Abschnitte "Wiederaufleben der Wissenschaften" bis inkl. "Neuere Philosophie"), · Burckhardt: Die Kultur der Renaissance in Italien.

Voraussetzungen für Scheinerwerb:

Regelmäßige und aktive Teilnahme, Hauptreferat und/oder Seminararbeit.

Literatur:

Der Text ist gedruckt zugänglich z.B. in: Jules Michelet: Renaissance et Réforme, Paris : Lafon 1998,, ISBN 2-221-08867-0, zudem elektronisch bei Gallica in Bd. 7 der Oeuvres complètes unter URL http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k229937t.


Sorting the Potterverse: Anwendung philosophischer und philosophiehistorischer Kategorien, Filter und Einteilungen auf fiktive Welten am Beispiel der Welt des Harry Potter

Allgemeines

Veranstaltungsart: Proseminar (2stündig, E, Eth, P., GkTPh(Antike, Mittelalter, Renaissance, Neuzeit I, Neuzeit II), Ae)
Dozent: Dr. Heinrich C. Kuhn
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31, 6 EG / Di 14 - 16 / ab: 16. Oktober 2007

Beschreibung:

Wir wenden täglich philosophische und philosophiehistorische Kategorien, Filter und Einteilungen auf die Welt in der wir leben an - mit mehr oder minder großem Erfolg, und meist ohne halbwegs sichere Mittel herauszufinden ob Erfolg oder Misserfolg der Güte des philosophischen oder philosopiehistorischen Werkzeugs und seines Gebrauchs zuzurechnen sind, oder einem mehr oder minder erfreulichen Zusammenpassen oder Nichtzusammenpassen von permanenten oder sich wandelnden, gewissen oder zufälligen, bekannten oder unbekannten Strukturen und Umständen der Welt in der wir leben mit diesem Werkzeug und seinem Gebrauch. Die Welt in der wir leben ist möglicherweise zu komplex als dass sie uns hinreichend sichere Ergebnisse der Erprobung unseres Werkzeuggebrauchs böte - ganz abgesehen davon, dass sie u.U. nicht unverändert durch solchen Gebrauch bleibt.

Ab 21. Juli 2007 wird das Potterverse, die Welt des Harry Potter abgeschlossen sein: permanent, gewiss, bekannt, vollständig, reichhaltig aber begrenzt. Dies macht sie zu einem wohlgeeigneten Experimentierfeld für die Anwendung philosophischer und philosophiehistorischer Kategorien, Filter und Einteilungen auf diese Welt, und für Diskussionen des entsprechenden Werkzeugs und seines Gebrauchs.

Fragen die wir uns stellen können sind nach derzeitigem Stand (d.h.: vor der Lektüre von Harry Potter and the Deathly Hallows) u.a.: · Ob Lord Voldemort ein Sophist sei, · ob Albus Dumbeldore ein Platonist sei, und wenn ja: was für einer, · ob Herrschaft durch das Ministry of Magic etc. eine Herrschaft gemäß einer Mischverfassung sei, · ob Lucius Malfoy Ciceros "De officiis" richtig gelesen hat, · ob das Potterverse eine "vormoderne", "vorrinascimentale" Welt sei, etc. etc. pp.. Die genauen Inhalte des Seminars sind abhängig von den Interessen und Wünschen und Vorkenntnissen der Teilnehmenden - und vom Inhalt von Harry Potter and the Deathly Hallows natürlich.

Teilnahmevoraussetzungen:

Bereitschaft zu regelmäßiger und aktiver Teilnahme, Bereitschaft zur Übernahme eines Referats.

Voraussetzungen für Scheinerwerb:

Regelmäßige und aktive Teilnahme, Hauptreferat und/oder Seminararbeit.

Literatur:

Aristoteles' Nikomachische Ethik ist gewiss auch für dieses Seminar nützliche Lektüre; weitere Literaturhinweise, Literaturvorschläge etc. folgen wenn ich Harry Potter and the Deathly Hallows gelesen habe - und spätestens zur ersten Seminarsitzung.


Der "Paragone" — der Rangstreit zwischen Dichtung, Malerei und Bildhauerei

Allgemeines

Veranstaltungsart: Proseminar (2stündig, Ae, E, GkTPh/M/R)
Dozent: Dr. Gabriele Sprigath
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31, 208 2.OG / Mo, 16-18h / ab: 15. Oktober 2007

Beschreibung:

Zwischen 1500 und 1550 findet der sogenannte "Paragone" als Vorspiel zur Gründung der ersten beiden staatlichen Akademien in Europa statt, der "Accademia Fiorentina" (1542) und der "Accademia del Disegno" (1563). An dessen Anfang stehen Leonardo da Vincis Überlegungen zum Rangstreit der drei Künste, seinen Höhepunkt erreicht er mit Benedetto Varchis 1550 veröffentlichten "Lezzioni...". Leonardos und Varchis Argumentationen liegen auseinandergehende Vorstellungen vom Verhältnis Schrift — Bild und unterschiedliche Auffassungen davon zugrunde, was "Künste" (arti) und was "Wissenschaften" (scienzie) seien.

Wir lesen Leonardos und Benedetto Varchis Texte sowie Giorgio Vasaris Stellungnahme zum Rangstreit in der Einleitung zu seinen "Vite....." (1550) — alle Texte sind in italienischer Sprache verfasst und liegen in zugänglichen oder eigenen Übersetzungen vor — und gehen den historischen Voraussetzungen dieser Auseinandersetzung nach.

Das Seminar führt ein in das systematisch-kritische Lesen von Texten.

Teilnahmevoraussetzungen:

Regelmäßige Anwesenheit, vorbereitende Textlektüre und Beteiligung an der Diskussion.

Voraussetzungen für Scheinerwerb:

s. Teilnahmebedingungen; Referatbeitrag und schriftliche Seminararbeit


Die philosophiehistorische Werkstatt: Cosimo de' Medici als Promoter der Florentinischen Renaissance

Allgemeines

Veranstaltungsart: Hauptseminar (2stündig, GkTPh(Renaissance), Ae)
Dozent: Prof. Dr. Thomas Ricklin
Ort / Zeit / Anfang: Veterinärstr. 1, Raum 9 EG / Mi ,16-18h / ab: 17. Oktober 2007

Beschreibung:

Cosimo de' Medici (1389-1464) ist eine der zentralen Gestalten des Florentiner Humanismus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Ohne je selbst ein Buch geschrieben oder ein Bild gemalt zu haben ist der große Bankier und Kaufmann doch die treibende Kraft hinter zahlreichen literarischen und philosophischen Werken, Auftraggeber unzähliger Kunstwerke und Finanzier wichtiger sakraler Bauten, die unser Bild der Renaissance nach wie vor prägen. Ausgehend von Vespasianos da Bisticcis ausführlicher Vita des Cosimo, die noch in den 80er Jahren des 15. Jahrhunderts geschrieben worden ist, soll versucht werden, der Gestalt des heimlichen Herrschers von Florenz habhaft zu werden und damit zugleich einen wichtigen Einblick zu gewinnen in die soziokulturellen Prozesse, die zur Ausprägung der Kultur der Renaissance geführt haben.

Teilnahmevoraussetzungen:

Wünschenswerte Voraussetzungen: Lateinisch — oder Italienischkenntnisse oder beides.

Bemerkungen:

Wichtiger Hinweis: Zusätzlich zum eigentlichen Hauptseminar findet in Zusammenarbeit mit Manuela Kahle M.A. parallel dazu der zweistündige "Schreibkurs" statt, der schwergewichtig auf die Erarbeitung der elementaren Methoden des philosophiehistorischen Arbeitens und der entsprechenden Präsentationsformen ausgerichtet ist. Auch diese Veranstaltung findet wöchentlich statt. Zeit und Ort werden in Absprache mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Rahmen der ersten Seminarsitzung festgelegt.


Humanismus an der Kurie

Allgemeines

Veranstaltungsart: Hauptseminar (2stündig, GkTPh(Renaissance))
Dozent: Prof. Dr. Thomas Ricklin, zusammen mit Prof. Dr. Claudia Märtl
Ort / Zeit / Anfang: Historicum, Raum 226. / Di, 10-12h / ab: 16. Oktober 2007

Beschreibung:

Die Kurie zog schon frühzeitig humanistische Intellektuelle an, die hofften, dank des ausgedehnten Klientelnetzwerks um Papst und Kardinäle ihr Auskommen zu finden. Die Konzilien der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts beförderten das Eindringen des Humanismus in die kurialen Behörden in erheblichem Maß. Mit den Päpsten Nikolaus V. (1447-1455) und Pius II. (1458-1464) gelangten ausgewiesene Humanisten auf den Thron Petri, unter denen die Kurie zu einem Zentrum humanistischer Philologie wurde. Der kuriale Humanismus wies eine große Spannweite auf und brachte Textgattungen aller Art hervor; die aktive Suche nach antiken Texten christlicher wie heidnischer Autoren, eine intensive Übersetzungstätigkeit aus dem Griechischen und die begeisterte antiquarische Erforschung materieller Überreste des Altertums sind für ihn besonders kennzeichnend; daneben wurde eine Betrachtung der kurialen Lebenswelt gepflegt, die alle Facetten von panegyrisch lobend über ironisch spöttelnd bis zynisch enttäuscht aufweist. Eine besondere Qualität gewann der kuriale Humanismus durch die unmittelbare Konfrontation mit den reichen Überresten des römischen Altertums. Allerdings konnte eine allzu große Liebe zur antiken Literatur und Kunst zum Konflikt mit religiösen Leitvorstellungen führen, wie sich handgreiflich in dem Skandal um die von Paul II. (1464-1471) aufgehobene "Römische Akademie" zeigte, deren Mitgliedern neuheidnische Tendenzen vorgeworfen wurden.

Teilnahmevoraussetzungen:

In dem Hauptseminar sollen wichtige Schwerpunkte quellennah erarbeitet werden, Lateinkenntnisse sind unabdingbar!
Persönliche Anmeldung in den Sprechstunden.

Literatur:

J. F. D'Amico, Renaissance Humanism in Papal Rome. Humanists and Churchmen on the Eve of the Reformation, 1983
Ch. L. Stinger, The Renaissance in Rome, 2. Aufl. 1998
P. Kruse/G. G. Alteri (Hgg.), Hochrenaissance im Vatikan, 1503-1534 (1998 — Ausstellungskatalog mit einschlägigen Aufsätzen)
C. S. Celenza, Renaissance humanism and the papal Curia. Lapo da Castiglionchio the Younger's de Curiae commodis, 2002.

Bemerkungen:

Zusammen mit Prof. Dr. Claudia Märtl (Mittelalterliche Geschichte)


Walter Benjamin als Theoretiker der Geschichte

Allgemeines

Veranstaltungsart: Hauptseminar (2stündig, GPh; Ae)
Dozent: Prof. Dr. Thomas Ricklin, zusammen mit Dr. Karsten Thiel
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstraße 28, Vordergebäude, Raum 225 Turm / Di, 16-18h / ab: 16. Oktober 2007

Beschreibung:

Was tun wir, wenn wir — nicht nur als Philosoph(in) — historisch arbeiten? Genauer: Was tun wir, wenn wir historisch arbeiten, wie wir gewohnt sind, es zu tun? Darüber wird wenig nachgedacht, zu wenig vielleicht. Walter Benjamin zählt zu den wenigen Theoretikern der Historiographie. Diese Seite seiner Philosophie soll im Seminar beleuchtet werden. Von Benjamin stehen der berühmte Kunstwerkaufsatz, sein Aufsatz "Über den Begriff der Geschichte" (von Herbert Marcuse zuerst als Geschichtsphilosophische Fragmente veröffentlicht) und Auszüge aus dem Passagen-Werk auf dem Programm. Dieses Programm wird nach Interessenlage und Zusammensetzung der Teilnehmenden ergänzt durch weitere Benjamin-Lektüre oder durch einschlägige Texte etwa von Fr. Nietzsche, Th.W. Adorno, M. Foucault und P. Veyne.


Neoplatonism: A few Developments up to the 18th Century

Allgemeines

Veranstaltungsart: Hauptseminar (2stündig, E, MO, PhG, Eth, GkTPh-A/M, GkTPh-M/R, GkTPh-N I)
Dozent: Dr. Diana Stanciu
Ort / Zeit / Anfang: Achtung: Spätestens nach 2007-11-27 findet diese Veranstaltung als Blockseminar, Ort und Zeit nach Vereinbarung statt. Bitte setzen Sie sich ggf. mit der Dozentin unter diana.stanciu@gmail.com für Details in Verbindung. ursprünglich: Ludwigstr. 31, 208 2.OG / ursprünglich: Di, 14-16h / ab: 6. November 2007

Beschreibung:

Building on the Neoplatonic thought of the 3rd-6th centuries and also on its medieval and Renaissance reception and transformation, the course intends to see to what extent basic questions addressed by the Neoplatonists are still valid in the modern period and are still answered in the way Neoplatonists did. I am thinking of questions such as: What is the true self? What is conscience and how does it relate to reality? Can reason and intuition be reconciled? What are the first causes of reality? How can an efficient cause retain its identity and yet be distributed among its effects? How does the soul become embodied? What is the good life?

I would like to point out the diversity of Neoplatonism which included from the very beginning such different thinkers as Plotinus and his circle of freelance thinkers and as the heads of the schools in the Roman Empire – Proclus, Ammonius and Damascius. In this second form, Neoplatonism developed into a rich system of multilayered metaphysics, epistemology and ethics, but also literary theory, mathematics and physics, all integrated in one curriculum. Neoplatonism was not just a philosophy, but the higher education system of its age and to such a diversity may be traced both some of the internal conflicts of the Neoplatonic thought such as the free individual soul vs. the ranks of being or personal experience vs. demonstrative knowledge and its polar audiences: mystics and logicians, romantics and rationalists.

Furthermore, during the seminar we can study the manner in which Neoplatonism was transmitted to Western Europe as Christian Neoplatonism due to the translations of Macrobius and Marius Victorinus, thus influencing Augustine and Boethius. Then it would be worth analysing Neoplatonism as a philosophy potentially bridging the gap between Platonism and Aristotelianism and here we can study the way it penetrated into the philosophy of Albert the Great and Thomas Aquinas. We can also ponder on the manner in which it became mixed with Jewish thought and here we can refer to the work of Abravanel (Leone Ebreo), who in turn influenced Spinoza. Last but not least, we can consider it as an important force behind the Italian Renaissance, in the works of Ficino and Pico, through them (and not only) its influence being felt until the modern period in the work of the Cambridge Platonists.


Magie in der Renaissance

Allgemeines

Veranstaltungsart: Hauptseminar (Blockveranstaltung!) (2stündig, GkTPh(Renaissance), NPh, GkTPh-N I)
Dozent: Dr. phil. habil. Michaela Boenke, zusammen mit Dr. Hereward Tilton
Ort / Zeit / Anfang: ACHTUNG: geänderte Angaben!: Hauptgebäude B 2006 / s.u. / ab: 7. bis 10. April 2008

Beschreibung:

Das Seminar behandelt Schriften zu Magie und Astrologie in der Renaissance. Im Zentrum stehen Ficinos "De triplici vita", Agrippas "Occulta philosophie" und Giordano Brunos "De magia". Einbezogen wird auch Giovanni Pico della Mirandolas Astrologiekritik.

Literatur:

Sekundärliteratur:

Bemerkungen:


Doktorandenkolloquium

Allgemeines

Veranstaltungsart: Doktoranden-Seminar (2stündig, GkTPh(Renaissance))
Dozent: Prof. Dr. Thomas Ricklin
Ort / Zeit / Anfang: Ort nach Verinbarung. / Termin nach Vereinbarung / ab: Oktober 2007

Beschreibung:

Näheres wird noch bekanntgegeben


Rinascimentale Vernetzungen

Allgemeines

Veranstaltungsart: Projektseminar (4stündig, E, Eth, P., GkTPh(Antike, Mittelalter, Renaissance, Neuzeit I, Neuzeit II), Ae)
Dozent: Dr. Heinrich C. Kuhn
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31, 111 (1. OG) / Do 13 - 17 / ab: 18. Oktober 2007

Beschreibung:

Philosophie, Philosophiehistorie und sie befördernde Tätigkeiten waren und sind zumindest teilweise gemeinschaftliche Unternehmungen, und dies nicht zuletzt zunächst in wirklich hohem Maße in der Renaissance, und dann in nie vorher da gewesenem Ausmaß in der zweiten Hälfte des 20. und am Beginn des 21. Jahrhunderts.

Die hier angekündigte Veranstaltung, deren genaue Gestalt und genauere Inhalte gemäß den Interessen und Wünschen der Teilnehmenden festgelegt werden wird, soll zweierlei untersuchen:

Teilnahmevoraussetzungen:

Bereitschaft zu regelmäßiger und aktiver Teilnahme, Bereitschaft zur Übernahme eines Referats.
Vorherige Anmeldung empfohlen (da ein Teil der möglichen Projekte nur eine begrenzte Teilnehmerzahl erlaubt). Anmeldeformulare unter URL http://www.phil-hum-ren.uni-muenchen.de/LV/hckPs07w/ und ab spätestens Juli 2007 auch im Sekretariat (Ludwigstr. 31, Raum 106).

Voraussetzungen für Scheinerwerb:

Regelmäßige und aktive Teilnahme, Hauptreferat und/oder Seminararbeit und/oder Projektarbeit mit Präsentation.

Literatur:

Erfolgen während der Veranstaltung


DIV>

Verantwortlich: Dr. Heinrich C. Kuhn (hck@lrz.uni-muenchen.de)
Dokument erstellt: 2007-06-22
Dokument geändert: 2008-02-28