Vivat GGREN!

Seminar für Geistesgeschichte und Philosophie der Renaissance:

Lehrveranstaltungen Sommer-Semester 2008


Informationen zu:

  1. Haupt-Vorlesung:
  2. Proseminaren:
  3. Hauptseminaren:
  4. Doktorandenkolloquium:
  5. Kurse, Übungen, etc.:


Hauptvorlesung: Geschichte der Philosophie II: Die Philosophie der Renaissance

Allgemeines

Veranstaltungsart: Überblicks-Vorlesung (3stündig, GkTPh(Renaissance))
Dozent: Prof. Dr. Thomas Ricklin
Ort / Zeit / Anfang: Schellingstr. 3, Raum E 06 / Montags, 14-17h / ab: 14. April 2008

Beschreibung:

Die dreistündige Einführungsvorlesung hat schwergewichtig die europäische Philosophiegeschichte des 14. und des 15. Jahrhunderts zum Gegenstand. In diesen zwei Jahrhunderten kommt es im Feld der Philosophie zu grundlegenden Reorganisationen und epochalen Brüchen. Der arabische und griechische Aristoteles, der das 13. Jahrhundert dominiert hat, wird einer radikalen Kritik unterzogen. Die Universitäten und ihre eingefahrenen Lehrpläne geraten angesichts der Brillanz Senecas und Ciceros ins Abseits. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts halten nicht nur die Werke Platos endlich Einzug in die lateinische Welt, aber auch die spätantiken Neoplatoniker und hellenistische Autoren wie Plutarch, Lukian und Diogenes Laertios tragen dazu bei, dass das Feld der Philosophie zuerst vor allem in Italien radikal transformiert wird. Dass deutsche Handwerker ungefähr zur Mitte des Jahrhunderts die beweglichen Lettern erfinden, akzeleriert den Rhythmus der intellektuellen Innovation zusätzlich, so dass am Ende des 15. Jahrhunderts schon fast nicht mehr vorstellbar ist, dass es noch Neues geben könnte unter der Sonne.


Zu dieser Vorlesung gibt es voraussichtlich ein Tutorium: 2-stündig, Do 12-14 Uhr, Ludwigstr. 31, 6 EG, Beginn: 17.04.2008, Ende: 17.07.2008.


Kosmologische Revolution und Paradigmenwechsel zwischen Nicolaus Copernicus ( 1473-1543) und Johannes Kepler (1571-1630): Thomas Kuhns Vorarbeiten zur Struktur der wissenschaftlichen Revolutionen

Allgemeines

Veranstaltungsart: Proseminar (2stündig, WT, GkTPh(Neuzeit II), E, NPh, GkTPh(Renaissance))
Dozent: Dr. Daniel A. Di Liscia
(zusammen mit: Patrick J. Boner , PhD)
Ort / Zeit / Anfang: Hauptgebäude, Raum A 020 Lagerraum / Mittwochs 10-12h / ab: 16. April 2008

Beschreibung:

In der Philosophie, in der Geschichte, in der Theologie und in den verschiedenen Wissenschaften stellt die Zeit der so genannten copernicanischen Revolution eine faszinierende Zeit dar, mit der es lohnt, sich auseinanderzusetzen.

Ziel des Hauptwerks von Thomas S. Kuhn (1922-1996) The Structure of Scientific Revolutions (1962) war es, dem historischen Ansatz einen Platz gegenüber den bis dahin "abstrakter" durchgeführten Analysen von wissenschaftlichen Theorien zu sichern. Dafür, daß dieses Ziel schon sehr früh erreicht wurde, spricht der fulminante Erfolg von "The Structure". Dabei wird jedoch oft vergessen, daß Kuhn vieles, das als Kern dieses Werkes zu betrachten ist, schon in seinem früheren Werk über die kopernikanische Revolution, The Copernican Revolution (1957) vorgedacht und vorweggenommen hat. Hier untersuchte Kuhn die verschiedenen Bruchlinien mit dem vorangegangenen Weltbild, und zwar indem er sowohl die innere Entwicklung der astronomisch-kosmologischen Begrifflichkeit berücksichtigte, als auch viele der äußeren Umstände.

Unsere Seminararbeit ist einfach und deutlich geplant: sie besteht darin, das ganze Buch von Kuhn durchzuarbeiten und zwar sowohl in gemeinsamen Lektüren als auch durch Referaten. Gelegentlich sollen auch einige der von Kuhn analysierten Quellen (in deutscher Übersetzung) und einige Kapitel bzw. Passagen aus anderen Texten von Kuhn herangezogen werden. Ein gemeinsamer Besuch der Astronomieabteilung des Deutschen Museums ist geplant.

Teilnahmevoraussetzungen:

Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Literatur:

Thomas S. Kuhn:

Zu Thomas S. Kuhn siehe:

Bemerkungen:

Für Kontakt und weitere Informationen siehe http://www.kepler-kommission.de/


Was können wir wissen? Descartes Lektüre-Seminar

Allgemeines

Veranstaltungsart: Proseminar (2stündig, GkTPh(neuzeit I))
Dozent: Dr. Sabrina Ebbersmeyer
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31, Raum 06 (Erdgeschoss) / Montags, 10-12h / ab: 14. April 2008

Beschreibung:

In dem Seminar wollen wir durch die Lektüre ausgewählter Passagen der erkenntnistheoretischen Hauptschriften Descartes - Regulae ad directionem ingenii (ca. 1628), Discours de la méthode (1637), Meditationes de prima philosophia (1641), Principia philosophiae (1644) - einen Einblick in die Grundlagen der Erkenntnistheorie Descartes gewinnen. Dabei werden wir uns vor allem auf die Bestimmung der folgenden Grundbegriffe konzentrieren: Zweifel, Wissen, Verstand, Vernunft, Verstellungskraft, Sinnlichkeit, Natur, natürliches Licht, Wahrheitskriterium.


Exemplarische Orte und Jahre der Geistesgeschichte der Renaissance: Padua 1408

Allgemeines

Veranstaltungsart: Proseminar (2stündig, GkTPh(Renaissance), L, PhG, N, E)
Dozent: Dr: Heinrich C. Kuhn
Ort / Zeit / Anfang: Achtung: Ort geändert! Ludwigstr. 31, Raum E02 (nicht mehr 208). / Montags 10-12h / ab: 14. April 2008

Beschreibung:

Dies ist ein (separat besuchbarer) Teil eines Projekts (das in ein Buch münden soll), das versucht anhand der Untersuchung exemplarischer Orte und Zeiten Umbrüche, Inhalte, Texte und Kontexte der Geistesgeschichte und Philosophie der Renaissance vorzustellen.

U.a. wird es gehen um: · Bedingung und Definition universitärer Philosophie im Übergang von einer studentengelenkten zu einer staatsgelenkten Universität, · Kontinuitäten und Brüche in der Behandlung logischer Themen und ihre Verbindungen zu und Zusammenhänge mit Metaphysik und Naturphilosophie (im Ausgang von Paulus Venetus, der erst im Oktober 2007 in München (wieder) als der letzte vorgestellt wurde der vor Frege wesentliches zur Entwicklung der Logik beigetragen habe [:-/]  ), · die Traditionen primär italienischer Debatten zu intellektueller Erkenntnis und Unsterblichkeit der Seele vom 14. bis zum frühen 17. Jahrhundert.

Teilnahmevoraussetzungen:

Bereitschaft zu regelmäßiger und aktiver Teilnahme, Bereitschaft zur Übernahme eines Referats. (Lateinkenntnisse sind nützlich, aber nicht notwendig … .)

Voraussetzungen für Scheinerwerb:

Regelmäßige und aktive Teilnahme, Hauptreferat und/oder Seminararbeit.

Literatur:

Literaturhinweise erfolgen spätestens in der ersten Sitzung. Interessentinnen und Interessenten die sich schon vorher mit einem oder einigen der behandelten Themen beschäftigen möchten können sich bereits jederzeit vorher bei mir unter hck@lrz.uni-muenchen.de melden, und Hinweise auf einschlägige Literatur zu ihren jeweiligen Interessen erhalten.


Exemplarische Orte und Jahre der Geistesgeschichte der Renaissance: Florenz 1434

Allgemeines

Veranstaltungsart: Proseminar (2stündig, GkTPh(Renaissance), Eth, P. PhA)
Dozent: Dr: Heinrich C. Kuhn
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31, Raum 06 (Erdgeschoss) / Dienstags, 12-14h / ab: 15. April 2008

Beschreibung:

Dies ist ein (separat besuchbarer) Teil eines Projekts (das in ein Buch münden soll), das versucht anhand der Untersuchung exemplarischer Orte und Zeiten Umbrüche, Inhalte, Texte und Kontexte der Geistesgeschichte und Philosophie der Renaissance vorzustellen.

Ausgangspunkt und Zentrum des Seminar ist Leon Battista Alberti (bis heute wohl der exemplarische "uomo universale" der Renaissance in populärerer Wahrnehmung). U.a. wird es gehen um: · Philosophie und ihre Stellung zu anderen Wissens- und Tätigkeitsgebieten, · städtische und höfische Philosophie, · Texte zur philosophischen Ökonomik i.w.S., u.a. von Alberti, Albrecht von Eyb, Francesco Barbaro, Castiglione, Erasmus, Antoine de Montchrestien, Campanella; · und um Bedingungen und Texte weiblichen Philosophierens in der Renaissance.

Teilnahmevoraussetzungen:

Bereitschaft zu regelmäßiger und aktiver Teilnahme, Bereitschaft zur Übernahme eines Referats. (Lateinkenntnisse sind (ebenso wie Italienischkenntnisse) nützlich, aber nicht notwendig … .)

Voraussetzungen für Scheinerwerb:

Regelmäßige und aktive Teilnahme, Hauptreferat und/oder Seminararbeit.

Literatur:

Literaturhinweise erfolgen spätestens in der ersten Sitzung. Interessentinnen und Interessenten die sich schon vorher mit einem oder einigen der behandelten Themen beschäftigen möchten können sich bereits jederzeit vorher bei mir unter hck@lrz.uni-muenchen.de melden, und Hinweise auf einschlägige Literatur zu ihren jeweiligen Interessen erhalten.


Proseminar zur Hauptvorlesung: Geschichte der Philosophie II: Die Philosophie der Renaissance

Allgemeines

Veranstaltungsart: Proseminar (2stündig, GkTPh(Renaissance))
Dozent: Prof. Dr. Thomas Ricklin
Ort / Zeit / Anfang: Hauptgebäude, Raum E 206 / Dienstags, 14-16h / ab: 15. April 2008

Beschreibung:

Das Proseminar ist in Abstimmung mit dem Essaykurs als Begleitveranstaltung zur Einführungsvorlesung gedacht. Primäres Lernziel ist das selbständige Arbeiten mit philosophischen Texten des Mittelalters und der Renaissance. Wie muss man es anstellen, dass ein auf den ersten Blick einfach antiquiert und abgegriffen wirkender Text nochmals etwas hergibt? Können kritische Editionen und Sekundärliteratur allenfalls dabei helfen? Und wenn wir schon dabei sind, was ist eigentlich eine "kritische Edition", eine Handschrift ein Wiegendruck und wieso führen Übersetzungen mitunter in die Irre und wieso stehen, mit Verlaub, nicht alle Bücher der Stabi auch in der Bibliothek Theologie und Philosophie? Und wozu könnte das alles gut sein? Solche und ähnliche Fragen werden im Laufe des Proseminars anhand zentraler philosophischer Texte der Philosophie des 14. und 15. Jahrhunderts erarbeitet, diskutiert und mindestens in Ansätzen auch geklärt.


"Schrift" (scriptura) und "Malerei" (pictura)

Allgemeines

Veranstaltungsart: Proseminar (2stündig, Ae, E, GkTPh(Mittelalter & Renaissance))
Dozent: Dr Gabriele Sprigath
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31, Raum 06 (Erdgeschoss) / Donnerstags, 16-18h / ab: 17. April 2008

Beschreibung:

An Beispielen unterschiedlicher, zwischen 1000 und 1400 u.Z. entstandener Textgattungen verfolgen wir die verschiedenen Bedeutungen der Worte "scriptura" und "pictura". "Scriptura" kann die Schrift, aber auch die Bibel bezeichnen und "pictura" kann ein gemaltes Bild, aber auch ein "Vorstellungsbild" meinen.

Wir untersuchen die jeweiligen Aussagen auf ihren Bezug zur Wahrnehmung und zu den philosophischen Begründungen im Ordnungssystem der "artes liberales-artes mechanicae" und "scientiae".

Wir verschaffen uns Einblick in die historischen Zusammenhänge, unter denen sich das Verhältnis von Wort/Text und Bild in diesem Zeitraum entwickelt und sich dabei zuerst Dichtung, später auch Malerei als "Wissenschaften" (scientiae) zu selbständigen Gattungen herausbilden.

Bemerkungen:

Zur Verfügung stehen Texte von: Walafried Strabo, Theophilus, Bernhard von Clairvaux, Hugo von Sankt Viktor, Rupert von Deutz, Honorius Augustoduniensis, Alain de Lille, Roger Bacon, Dante, Petrarca, Boccaccio, Cennino Cennini.


Handwerkszeug und Fertigkeiten für Studierende der Philosophie

Allgemeines

Veranstaltungsart: Proseminar/Übung (2stündig, E, L, PhA)
Dozent: Dr: Heinrich C. Kuhn
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31, Raum 111 / Donnerstags 14-16h, Freitags 9-13h / ab: 17. April 2008

Beschreibung:

Suchen, Finden, Auswählen, Interpretieren, Beurteilen, Aufbereiten, Vermitteln: Dies und dergleichen sind Tätigkeiten, die Grundlage und Inhalt jedes Studiums sind. Und die sich in ihrer Auffassung und Ausgestaltung je nach Studienfach unterscheiden. In dieser Veranstaltung werden sie spezifisch für das Studium der Philosophie (und ihrer Geschichte) behandelt.

In dem seminarähnlichen Teil werden u.a. behandelt, reflektiert und diskutiert werden: · Literatursuche, · Zugang zu und Umgang mit weiteren Informationsquellen, · Umgangsweisen mit Literatur (Philosophischen Primär-Texten i.w.S. und Sekundärliteratur dazu), · Aufbereitung, Darstellung und Präsentation in Referaten, Essays und Seminararbeiten, etc.. Dabei wird jeweils dem wohlbedachten Umgang mit und Einsatz von Werkzeugen und Verfahren besonderes Augenmerk gewidmet sein.

In der Übung wird der Umgang mit dem Gelernten geübt, finden Exkursionen in Bibliotheken statt, werden Arbeitsergebnisse präsentiert und diskutiert.

Voraussetzungen für Scheinerwerb:

Ein Proseminarschein kann mit einer Hausarbeit oder 2 während des Semesters angefertigten Essays zu philosophischen Texten in denen Suchen, Finden, Auswählen, Interpretieren, Beurteilen, Aufbereiten, Vermitteln behandelt werden (wie z.B. Aristoteles' Topik) erworben werden.

Bemerkungen:

Die Veranstaltung besteht aus einem 2-stündigen seminarähnlichen Teil, und einer Übung mit wöchentlich 5 (akademischen) Stunden Gelegenheit zum angeleiteten und unterstützten Üben, mit Exkursionen, miit Diskussionen, &c. (s.o.).


Von der Theorie der Erde zur Erdgeschichte

Allgemeines

Veranstaltungsart: Hauptseminar (2stündig, NPh, GkTPh(Renaissance), GkTPh(Neuzeit I))
Dozent: Dr. phil. habil. Michaela Boenke
(zusammen mit: Dr. Martin Schmeisser )
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31, Raum 208 (2.OG) / Donnerstags, 16-18h / ab: 17. April 2008

Beschreibung:

Das Seminar befasst sich mit den Anfängen von Geologie und Paläontologie. Die Entstehung dieser beiden Disziplinen soll durch die Lektüre von Texten des 16.- 18. Jahrhunderts (Leonardo, Fracastoro, Palissy, Descartes, Steno, Leibniz, Buffon u.a. ) erschlossen werden. Insbesondere in der Libre-pensée des 18. Jahrhunderts wurden gegen-kreationistische Theorien entwickelt, die für die moderne Wissenschaft wegbereitend waren.

Im Seminar wollen wir auch erarbeiten, wie sich aus der Geologie die Päläontologie entwickelte und inwieweit letztere schließlich zu Beginn des 19. Jahrhunderts durch Lamarck zum Beleg der transformistischen Hypothese instrumentalisiert wurde.

Bei unseren Lektüren wollen wir auch einschlägige Texte weniger bekannter Autoren (Maillet, Rétif, die clandestine Dissertation sur la formation du monde (1734)) einbeziehen.

Teilnahmevoraussetzungen:

Gute Sprachkenntnisse (französisch, lateinisch) sind erwünscht.


Imitatio oder Wie lässt sich Neues sagen, obwohl schon alles gesagt ist?

Allgemeines

Veranstaltungsart: Hauptseminar (2stündig, GkTPh-M/R, Ae, GPh, E, S)
Dozent: Prof. Dr. Thomas Ricklin
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31, Raum 06 (Erdgeschoss) / Mittwochs 16-18h / ab: 16. April 2008

Beschreibung:

Dass Nachahmung, Imitatio und Mimesis eine elementare Technik der intellektuellen Produktion darstellen, steht mindestens seit Plato fest, dem, nebenbei bemerkt, in der Antike vorgehalten worden ist, sich etwas zu offensichtlich bei Epicharm bedient zu haben. In diesem Seminar soll deshalb weniger der Frage der Legitimität der Imitatio nachgegangen werden als anhand zentraler Texte zur Imitationstheorie von so unterschiedlichen Autoren wie Plato, Seneca, Petrarca, Barzizza, Giovanfrancesco Pico, Erasmus und Montaigne der Versuch unternommen werden, Elemente einer Geschichte der jeweils propagierten aber auch der je verpönten Techniken und Strategien des philosophischen Recycling zusammenzutragen. Durchgehend steht zugleich die These im Raum, dass das jeweils gültige Imitationsparadigma ein ganz wesentliches Moment der Selbstdefinition der einzelnen philosophischen Schulen und Epochen darstellt, so dass die Klärung der Frage, wer wen wie imitiert, immer auch eine Antwort auf die Frage bedeutet, woher jemand den Mut nimmt, als Philosoph gelten zu wollen..


Boccaccios Genealogiae Deorum Gentilium

Allgemeines

Veranstaltungsart: Hauptseminar (Blockveranstaltung!) (2stündig, GkTPh-M/R, RPh, Ae, GPh)
Dozent: Prof. Dr. Thomas Ricklin
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31, Raum 06 (Erdgeschoss) / 7. mit 11. April, jeweils 9-17h; · Vorbesprechung: 7. Februar / ab: 7(!). April 2008 (Vorb.: 7.2.!)

Beschreibung:

Boccaccios zwischen 1350 und 1374 entstandene Genealogia Deorum Gentilium steht in einer langen Tradition mittelalterlicher, vor allem auf Ovids Metamorphosen basierenden Kompendien. Dennoch erhebt Boccaccio als zweiter Äskulap, der die zerstreuten Fragmente der antiken Mythologie wieder zu einem Körper zusammenfügt, den Anspruch, etwas völlig Neues zu schaffen. Die überaus reichhaltige Rezeption der Genealogia in den folgenden Jahrhunderten scheint Boccaccio denn auch recht zu geben. Dennoch soll im Seminar kritisch der Frage nachgegangen werden, worin denn näher hin das Neue besteht, das Boccaccio in Szene setzt. Hierzu werden wir das Proömium des ersten Buches der Genealogia gemeinsam lesen und anhand ausgewählter Kapitel zu einzelnen Gottheiten die Gemeinsamkeiten und Differenzen mit vorangehenden mythologischen Werken herausarbeiten sowie die vielfältige humanistische Wirkungsgeschichte der dank Boccaccio wiedererstandenen paganen Götter mindestens sondieren.

Teilnahmevoraussetzungen:

Latein- und/oder Italienischkenntnisse sind unerlässlich, ebenso die Teilnahme an Vorbesprechung Donnerstag 7. Feb. 9-12. Treffpunkt: Sekretariat des Seminars für Geistesgeschichte und Philosophie der Renaissance.

Bemerkungen:

Zusammen mit Peter Schwertsik, MA.


Doktorandinnen- und Doktorandenkolloquium

Allgemeines

Veranstaltungsart: Doktoranden-Seminar (2stündig, GkTPh-M/R)
Dozent: Prof. Dr. Thomas Ricklin
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31, nach Vereinabrung / nach Vereinbarung / ab: 2. Semesterwoche (=KW 17 2008)

Beschreibung:

Näheres wird noch bekanntgegeben.


Schreibkurs zur Geschichte der Philosophie in Mittelalter und Renaissance

Allgemeines

Veranstaltungsart: Kurs (2stündig, GkTPh(Mittelalter & Renaissance))
Dozent: voraussichtlich: N.N. (statt Manuela Kahle, M.A.)
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31, Raum 111 / Termin wird zu Semesterbeginn bekannt gegeben. / ab: voraussichtlich 17. KW 2008

Beschreibung:

Der Termin wird in Abstimmung mit den angebotenen Proseminaren festgelegt.

Bemerkungen:

Der Schreibkurs wird voraussichtlich proseminarübergreifend angeboten. Die Teilnehmerzahl ist auf max. 12 Teilnehmer(innen) begrenzt.




Verantwortlich: Dr. Heinrich C. Kuhn (hck@lrz.uni-muenchen.de)
Dokument erstellt: 2007-11-21
Dokument geändert: 2008-04-21