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Seminar für Geistesgeschichte und Philosophie der Renaissance:

Lehrveranstaltungen Wintersemester 2011/2012



Nota bene: Nach den Erfahrungen der vergangenen Semester sollten Sie alles was folgt als bis zum faktischen Veranstaltungsbeginn vorläufig, provisorisch, bestenfalls teilgewiss betrachten.

Dieses Dokument enthält:

Informationen zu:


Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten im Fach Philosophie (Propädeutikum)

Allgemeines

Veranstaltungsart: Übung (2stündig, E)
BA Philosophie: (Teil)modul: P 1.3 / ECTS: 3
Dozent: Dr. Heinrich C. Kuhn
Ort / Zeit / Anfang: Geschw.-Scholl-Pl. 1 (F) - F 007 / Do. 10:00 bis 12:00 c.t. / ab: 20. Oktober 2011

Beschreibung:

Überzeugend argumentieren. Schreiben. Vortragen. Literatur suchen, finden, verwenden, verzeichnen. Philosophische Texte gründlich und oberflächlich lesen. Zeitmanagement. Strukturen, Stellen, Stipendien. Und manches mehr:

Die Veranstaltung versucht einen Überblick über das zum Studium der Philosophie nützliche Handwerkszeug, nützliche Fähigkeiten, sowie Wissen um Kontexte, Bedingungen und Möglichkeiten zu vermitteln.

Zu den Sitzungen dieser Veranstaltung werden (im Normalfall: wöchentlich) Übungsaufgaben gestellt. Zur Hilfe zur Überwindung etwaig auftretender Bearbeitungsprobleme und ggf. auch zur ausführlicheren Diskussion weiterführender Fragen wird eine Übung/Tutorium zu dieser Veranstaltung angeboten (deren/dessen Besuch fakultativ ist).

Bemerkungen:

Näheres siehe - sobald vorhanden - im BA-Handbuch, und ab spätestens einige Wochen vor Semesterbeginn wird es auch Informationen zur Veranstaltung unter http://www.phil-hum-ren.uni-muenchen.de/LV/hckProp11w/ geben.


Tutoriumsübung zum Essaykurs "Exemplarische Texte und Kontexte der Philosophie der Renaissance"

Allgemeines

Veranstaltungsart: Tutorium/Übung (2stündig, GkTPh(Renaissance))
BA Philosophie: (Teil)modul: P 10.2 / ECTS: 2
Dozent: Dr. Heinrich C. Kuhn
Ort / Zeit / Anfang: Geschw.-Scholl-Pl. 1 (E) - E 210 / Mo. 16:00 bis 18:00 c.t. / ab: 21. Oktober 2011

Beschreibung:

In dieser Veranstaltung werden die von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Essaykurs erstellten Arbeiten mit ihnen besprochen.


Übung/Tutorium zur Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten im Fach Philosophie

Allgemeines

Veranstaltungsart: Tutorium/Übung (2stündig, E)
BA Philosophie: (Teil)modul: P 1.3a / ECTS: 0
Dozent: Dr. Heinrich C. Kuhn
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31 - 128 / Fr. 10:00 bis 12:00 c.t. / ab: 21. Oktober 2011

Beschreibung:

Der Besuch dieser Veranstaltung ist fakultativ, und die wenigsten Teilnehmer/innen werden wohl an allen Sitzungen teilnehmen.

Die Formate sind wechselnd (von 1-zu-1 oder 1-zu-2 Tutoriensitzungen zu praktischen und angeleiteten Übungen in Kleingruppen).

Die Veranstaltung dient zur Hilfe zur Überwindung von bei der Bearbeitung der Propädeutikumsaufgaben etwaig auftretender Probleme, und bietet Gelegenheit zu weiterführender Diskussion von im Propädeutikum angesprochenen Themen.

Bemerkungen:

Unterlagen zur "Hauptveranstaltung": http://www.phil-hum-ren.uni-muenchen.de/LV/hckProp11w/.


Tutoriumsübung zum Essaykurs: "Frauen in der Philosophie der Renaissance"

Allgemeines

Veranstaltungsart: Tutorium/Übung (2stündig, GkTPh(Renaissance))
BA Philosophie: (Teil)modul: P 6.2 / ECTS: 2
Dozent: Prof. Dr. Thomas Ricklin
Ort / Zeit / Anfang: Geschw.-Scholl-Pl. 1 (B) - B 011 / Di. 16:00 bis 18:00 c.t. / ab: 18. Oktober 2011


Exemplarische Texte und Kontexte der Philosophie der Renaissance

Allgemeines

Veranstaltungsart: BA Essaykurs Geschichte der Philosophie (2stündig, GkTPh(Renaissance))
BA Philosophie: (Teil)modul: P 10.1 / ECTS: 7
Dozent: Dr. Heinrich C. Kuhn
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31 - 021 / Mo. 14:00 bis 16:00 c.t. / ab: 17. Oktober 2011

Beschreibung:

Anhand zahlreicher exemplarischer Texte und Kontexte (von Prag 1356 bis Padua 1627) wird die Vielfalt der Weisen in der Renaissance Philosophie zu treiben vorgestellt und untersucht.

Es können bis zu 6 Essays geschrieben werden (von denen die besten 4 in die Note eingehen).

Kenntnisse der Lateinischen Sprache und/oder etwas altertümlichen Stufen moderner Volkssprachen sind nützlich, aber nicht erforderlich.

Die Bereitschaft sich auch Texte zu denen man selbst keinen Essay schreibt durchzusehen und zu den in den Essays bearbeiteten Themen nach der Besprechung der Essays kurz zu referieren wird ausdrücklich erwünscht


Thomas Browne: Religio medici

Allgemeines

Veranstaltungsart: BA Lektürekurs Klassiker (2stündig, GkTPh(Renaissance))
BA Philosophie: (Teil)modul: P 10.2 / ECTS: 2
Dozent: Dr. Heinrich C. Kuhn
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31 - 021 / Mi. 14:00 bis 16:00 c.t. / ab: 19. Oktober 2011

Beschreibung:

Ein bis zwei Jahre nach Descartes' "Meditationes" veröffentlicht, wird Thomas Brownes "Religio medici" bei den Zeitgenossen weit breiter rezipiert, ist vermutlich überhaupt das populärste philosophische Buch jener Jahrzehnte.. Der Text (der nebenbei einer der ersten wenn nicht der erste ist, der den Terminus "Religion" im heutigen Sinne verwendet) handelt über vieles, und dies sehr reizvoll auf subtile und polyseme Weise; die Faszination der Zeitgenossen läßt sich noch heute nachvollziehen. Wir werden diesen "instant classic" voraussichtlich in einer der im Internet frei zugänglichen Ausgaben studieren. (Wir lesen das englischsprachige Original.)

Bemerkungen:

Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird die Bereitschaft erwartet, ein Referat zu halten


Lukrez

Allgemeines

Veranstaltungsart: BA Lektürekurs Klassiker (2stündig, GkTPh(A))
BA Philosophie: (Teil)modul: P 1.2 / ECTS: 3
Dozent: Prof. Dr. Thomas Ricklin
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31 - 021 / Di. 12:00 bis 14:00 c.t / ab: 18. Oktober 2011

Beschreibung:

Lukrez (gest. ca. 54 v. Chr.) hat mit seinem Werk De rerum natura das wichtigste erhaltene Werk der philosophischen Schule Epikurs verfasst. Für diese Schule ist die Welt ein Zufall. Sie glaubt nicht, dass die Götter sich um die Menschen kümmern. Auch macht sie der Seele keine Hoffnung auf ein Jenseits. Dafür lehrt sie, dass die Lust das zentrale Kriterium eines gelungenen Lebens ist. All diese Dinge (und einige mehr) finden sich in Lukrez’ De rerum natura. Die Lektüre dieses Werkes empfiehlt sich also nur schon deshalb, weil es darzustellen versucht, wie man trotz minimaler Sinnversprechungen angstfrei und ruhig durch das Leben kommen kann.

Bemerkungen:

Ausgaben

Lukrez, Von der Natur, lat.-dt., hrsg. und übersetzt v. H. Diels, mit einer Einführung und Erläuterungen von E. G. Schmidt (Tusculum), München 1993.

Lukrez, De rerum natura, Welt aus Atomen, lat.-dt., Übersetzt und mit einem Nachwort herausgegeben von K. Büchner (reclam4257), Stuttgart 1973.

Lukrez, Vom Wesen des Weltalls, [ohne lateinischen Text] übersetzt von D. Ebener, Reclam Leipzig 1989.

Zur Einführung und ersten Orientierung:

M. Ehler, Lukrez, in: Grundriss der Geschichte der Philosophie, Philosophie der Antike, Band 4, Die hellenistische Philosophie, hrsg. v. H. Flashar, Basel 1994, 381-490


Frauen in der Philosophie der Renaissance

Allgemeines

Veranstaltungsart: BA Essaykurs Praktische Philosophie (2stündig, GkTPh(Renaissance))
BA Philosophie: (Teil)modul: P 6.1 / ECTS: 7
Dozent: Prof. Dr. Thomas Ricklin
Ort / Zeit / Anfang: Amalienstraße 73, Raum 218 / Mo. 16:00 bis 18:00 c.t. / ab: 17. Oktober 2011

Beschreibung:

Selbstverständlich hat es sie gegeben, die Frauen der italienischen Renaissance und sie haben sich nicht nur besingen und portraitieren lassen. Sie haben wie etwa Alessandra Strozzi oder Lucrezia Tornabuoni mit ihren Briefen Familiengeschäfte gelenkt und Politik betrieben; sie haben, wie z. B. Caterina Vegri in ihren Schriften ideale Nonnenkonvente entworfen; sie haben, davon zeugt das Werk der Antonia Pulci, Theaterstücke verfasst; sie haben ihren Liebhabern literarisch höchst bedeutsame Briefe zukommen lassen, die im Fall der Maria Savorgnan sogar erhalten und publiziert sind. Christine de Pisan hat bekanntlich als respektierte Schriftstellerin gewirkt (Livre de la Cité des Dames, Le livre du corps de policie, Lamentation sur les maux de la guerre civile u.a.), Isotta Nogarola ist der Frage nachgegangen, ob die Sünde von Eva oder Adam grösser sei (De pari aut impari Evae atque Adae peccato), 1487 hat Cassandra Fedele wahrscheinlich als erste Frau eine öffentliche Rede an einer Universität gehalten (Pro Bertucio Lamberto Oratio), Tullia d’Aragona hat über die Unendlichkeit der Liebe (Dialogo della infinità d’amore) publiziert, Moderata Fonte wiederum hat die Verdienste der Frauen (Il merito delle donne) auf den Punkt gebracht und Lucrezia Marinella hat den Adel der Frauen bewiesen (Della nobiltà et eccellenza delle donne). Und weil dem so gewesen ist, werden in dieser Veranstaltung nur sie zur Sprache kommen.

Bemerkungen:

Zur Einführung und ersten Orientierung:

A History of Women’s Writing in Italy, ed. by Letizia Panizza and Sharon Wood, Cambridge: University Press 2000.

Sandra Plastina, Filosofe della modernità. Il pensiero delle donne dal Rinascimento all’Illuminismo, Rom: Carocci 2011


Tradition und Innovation in der Philosophie und Wissenschaft der Spätrenaissance. Ausgewählte Texte von Copernicus, Bacon, Galilei, Kepler und Descartes

Allgemeines

Veranstaltungsart: BA Seminar Theoretische Philosophie Ia (2stündig, GkTPh(Renaissance))
BA Philosophie: (Teil)modul: P. 7.2.3 / ECTS: 6
Dozent: Dr. Daniel A. Di Liscia
Ort / Zeit / Anfang: Amalienstr. 73 - 218 / Mi. 10:00 bis 12:00 c.t. / ab: 19. Oktober 2011

Beschreibung:

Absicht dieses Seminars ist es, einige der grundlegenden Texte der wissenschaftlichen und naturphilosophischen Ideengeschichte der Spätrenaissance (ca. 1550 - 1650) zu analysieren. Dabei sollen nicht nur die Innovationskraft der neuen Ideen sondern auch ihre Verwurzelung mit der früheren Tradition beachtet werden.

Thematisch wird der Stoff des Seminars in drei Themenkreise gegliedert:

(I) Die neuen kosmologischen Theorien sollen anhand von Copernicus' De revolutionibus (Buch I) diskutiert werden. Im Anschluß daran werden auch Galileis und Keplers Beiträge zum Copernicanismus sowie auch Descartes' Wirbel-Theorie analysiert werden.

(II) Ein zweiter Themenkreis stellt die Entstehung der modernen Physik dar. Hierbei soll auf Galileis Bewegungsanalyse sowohl in seinen Jugendwerken (De motu) als auch in seinem späteren Meisterstück (Discorsi e dimostrazioni matematiche intorno a due nuove scienze) fokussiert werden. Zur Ergänzung werden auch einige Texte von Descartes studiert, in denen u.a. das Trägheitsprinzip angesprochen wird.

(III) In einem dritten Themenkreis soll die sogenannte Methodendiskussion zur Sprache gebracht werden. Hierfür sind die Texte von Bacon und Descartes von großer Bedeutung. Es soll versucht werden, die abstrakte Methodendiskussion in Verbindung mit konkreten wissenschaftlichen Ergebnissen zu bringen.

Literaturhinweise werden in der ersten Seminarsitzung gegeben. Lateinkenntnisse sind willkommen aber keine Voraussetzung. Für alle Texte liegen gut brauchbare deutsche Übersetzungen vor.


Zum Verhältnis von Kunst und Geschichte: von Aby Warburg zu Ernst Cassirer

Allgemeines

Veranstaltungsart: BA Seminar Theoretische Philosophie Ib (2stündig, Ae, GdP-N II)
BA Philosophie: (Teil)modul: P. 7.2.4. / ECTS: 6
Dozent: Dr. Gabriele Sprigath
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 25 - D 4c / Mi. 14:00 bis 16:00 c.t. / ab: 19. Oktober 2011

Beschreibung:

Aby Warburg (1866-1929) begründet seine Auffassung von Kulturwissenschaft in seinem letzten Werk, dem Bilderatlas Mnemosyne, mit einem weitgefassten Bild-Begriff. Ernst Cassirer (1874-1945) widmet Aby Warburg seine Schrift "Individuum und Kosmos in der Philosophie der Renaissance" (1926) und verfasst sein Werk "Die Philosophie der symbolischen Formen" (1923-1926). In seinem Spätwerk "Zur Tragödie der Kultur" (in: Zur Logik der Kulturwissenschaften, 1942) bestimmt er die Gesamtheit der Werke von Literatur, Kunst und Religion als "Erinnerungs- und Gedächtniszeichen der Menschheit".

Das Seminar führt in das systematische Lesen von Texten ein.

Literatur:

Zur vorbereitenden Lektüre wird empfohlen:

Martin Warnke (ed.): Aby Warburg, der Bilderatlas Mnemosyne, Berlin 2003.

Dieter Wuttke (ed.): Aby Warburg. Ausgewählte Schriften und Würdigungen. Baden-Baden 1992.

Ernst Cassirer: Der Begriff der symbolischen Form im Aufbau der Geisteswissenschaften, in: Vorträge der Bibliothek Warburg, I, 1921/22.

Edgar Wind: Warburgs Begriff der Kulturwissenschaft und seine Bedeutung für die Ästhetik, in: Vorträge der Bibliothek Warburg I, 1921/22.



Ansprechpartner (Contact): Dr. Heinrich C. Kuhn (hck@lrz.uni-muenchen.de)
Dokument erstellt (Created): 2011-07-21
Dokument geändert (Last update): 2011-10-17