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Seminar für Geistesgeschichte und Philosophie der Renaissance:

Lehrveranstaltungen Sommersemester 2013



Nota bene: Da sehr viele unserer Lehrveranstaltungen für mehr als einen Studiengang und mehr als ein (Teil-)Modul einschägig sind, haben wir sie hier nur nach ungefährer chronologischer Einordnung der Gegenstände und Dozent/inn/ennamen sowie Veranstaltungstitel geordnet. Nach den Erfahrungen der vergangenen Semester sollten Sie alles was folgt als bis zum faktischen Veranstaltungsbeginn vorläufig, provisorisch, bestenfalls teilgewiss betrachten. Konsultieren Sie — soweit möglich — auch die Angaben im LSF und ggf. auch die Person die die jeweiligen Lehrveranstaltungen abhält!

Dieses Dokument enthält:

Informationen zu:


Humanistische Ethik

Allgemeines

Veranstaltungsart: Spezialvorlesung (2stündig, GkTPh(Renaissance), PhA; GdP-A/M; GdP-M/R; GdP-NI; GdP-NII)
Veranstaltung geeignet für Studierende folgender Studiengänge:

  • BA Studiengang Philosophie (Nebenfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)
  • MA Studiengang Philosophie (i.w.S.)
  • MA Studiengang Mittelalter- und Renaissancestudien
  • einschlägige Promotionsstudiengänge
  • Nicht-modularisierter M.A. Studiengang

Dozent: PD Dr. Sabrina Ebbersmeyer
Ort / Zeit / Anfang: Hauptgebäude, B 006 / Donnerstags, 10-12h / ab: 18 . April 2013

Beschreibung:

Was zeichnet eine humanistische Ethik aus und was sind humanistische Werte? Ist der Mensch das Maß aller Dinge? Sollten wir uns selbst Maßstab sein? Missversteht der Mensch seine eigene Position in der Welt? Worin liegen die Stärken und die Gefahren dieses Ansatzes? Was ist rettens- und bedenkenswert an der traditionsreichen Idee einer Humanisierung des Menschen?

Diesen und ähnlichen Fragen wird in der Vorlesung nachgegangen. Dabei werden auf einem Gang durch die Geschichte verschiedene Formen der Idee einer humanistischen Ethik beleuchtet: Von den griechischen Sophisten über die lateinische Antike, den Renaissancehumanismus und die Aufklärung bis zu verschiedenen Positionen des 20. Jahrhunderts (Heidegger, Sartre, Fromm) und zeitgenössischen Kritikern des Humanismus (John Gray). Einen Schwerpunkt der Vorlesung bildet die Zeit der Renaissance (Petrarca bis Montaigne), für die im 19. Jahrhundert der Epochenbegriff Humanismus geprägt wurde.


Geschichte der Philosophie I: Mittelalter und Renaissance

Allgemeines

Veranstaltungsart: Vorlesung (2stündig, GkTPh(Renaissance))
Veranstaltung geeignet für Studierende folgender Studiengänge:

  • BA Studiengang Philosophie (Hauptfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)
  • BA Studiengang Philosophie (Nebenfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)
  • MA Studiengang Mittelalter- und Renaissancestudien

Dozent: Prof. Dr. Thomas Ricklin
Ort / Zeit / Anfang: Hauptgebäude, A 240 / Montags, 16-18h / ab: 15 . April 2013

Beschreibung:

Die Einführungsvorlesung hat die europäische Philosophiegeschichte von ca. 400 bis ca. 1500 zum Gegenstand. In diesen mehr als tausend Jahren kommt es im Feld der Philosophie zu grundlegenden Reorganisationen und epochalen Brüchen: Augustinus entdeckt in Plato einen Verbündeten, an Kathedralschulen wird die aristotelische Logik gepflegt, einige Spezialisten werden auf den arabischen und griechischen Aristoteles aufmerksam und adeln ihn zum Philosophus schlechthin, die Universität wird erfunden, die Scholastik wird mit Hilfe Ciceros und Senecas verteufelt und im Geiste Lukians gründlich verlacht, Plato hält seinen triumphalen Einzug und lässt italienische Gelehrte von der Liebe schwärmen. Die Vorlesung will einen ersten Überblick über diese komplexe Entwicklung vermitteln. Sie tut dies in Anlehnung an die bei Cicero überlieferte Anekdote von der erstmaligen Verwendung des Begriffs "Philosoph" durch Pythagoras. Kaum hatte sich dieser selbst als Philosoph bezeichnet, wurde er mit der Frage konfrontiert, wer denn diese Philosophen seien und was sie von anderen Menschen unterscheide.

Literatur:

Literatur wird im Verlauf der Veranstaltung kommuniziert.


Christine de Pizans "Buch von der Stadt der Frauen"

Allgemeines

Veranstaltungsart: BA Lektürekurs und Seminar (2stündig, GkTPh(Renaissance), P)
Veranstaltung geeignet für Studierende folgender Studiengänge:

  • BA Studiengang Philosophie (Hauptfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)
  • BA Studiengang Philosophie (Nebenfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)

Dozent: Annika Willer, M.A.
Ort / Zeit / Anfang: Raum wird noch bekanntgegeben. / voraussichtlich / ab: . April 2013

Beschreibung:

Näheres wird noch bekanntgegeben

Teilnahmevoraussetzungen:

Bereitschaft, englischsprachige Texte zu lesen


Texte der philosophischen Ökonomik von der Antike bis ca. 1650.

Allgemeines

Veranstaltungsart: BA Lektürekurs und Seminar (2stündig, GkTPh(Renaissance), Eth, P, SO)
Veranstaltung geeignet für Studierende folgender Studiengänge:

  • BA Studiengang Philosophie (Hauptfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)
  • BA Studiengang Philosophie (Nebenfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)

Dozent: Dr. Heinrich C. Kuhn
Ort / Zeit / Anfang: voraussichtlich Hauptgebäude, Raum E 210 / voraussichtlich Dienstags 10-12h / ab: 16 . April 2013

Beschreibung:

Dem traditionellen mittleren Teil der Moralphilosophie, jenem der zwischen der Ethik und der Politischen Philosophie steht wird diese Veranbstaltung gewidmet sein: der Erörterung menschlichen Verhaltens zu den Mitmenschen mit denen man (all-)täglichen Kontakt hat, dem Handeln in Wirtschaftseinheiten, und darüber hinaus.

Die Fragen ob man heiraten solle, wie man mit Freunden umgehen solle, und wie mit Untergebe-nen, wie man reich wird und bleibt, was ein fairer ("gerechter") Preis für Waren und Dienstleistun-gen sei, wie man seine Kinder behandeln solle, wie man mit seiner Zeit umgehen solle, und wie Staatsfinanzen befördert werden können: all dieses und mehr kann Gegenstand sein.

Die Texte anhand derer wir derlei untersuchen können stammen aus der Antike (Xenophon, (ps.-)Aristoteles), dem Spätmittelalter (Ægidius Romanus), und insbesondere jener Zeit in der die philosophische Ökonomik erneut blühte: der Renaissance (Leonbattista Alberti, Francesco Barbaro, Erasmus, Montaigne, Campanella, Antoine de Montchrestien, u.a.).

Dies Auswahl dessen was behandelt wird erfolgt aufgrund der Interessen und Snprachkentnisse der Teilneh-mer/innen.


Marsilio Ficino, De vita libri tres / Drei Bücher über das Leben

Allgemeines

Veranstaltungsart: BA Lektürekurs und Seminar (2stündig, GkTPh(Renaissance))
Veranstaltung geeignet für Studierende folgender Studiengänge:

  • BA Studiengang Philosophie (Hauptfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)
  • BA Studiengang Philosophie (Nebenfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)

Dozent: Prof. Dr. Thomas Ricklin
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31, 028 / Dienstags 12-14h / ab: 16 . April 2013

Beschreibung:

Marsilio Ficino (1433-1499) ist der mit Abstand wortmächtigste Vertreter des Platonismus der italienischen Renaissance. Mit seinen Übersetzungen der Schriften des Corpus hermeticum, Platos und Plotins sowie seinen Kommentaren zu diesen Werken hat er eine Philosophie propagiert, in deren Zentrum das Bemühen steht, die göttlichen Vermögen des Menschen im Detail zu entfalten. Allerdings hat der Arztsohn Ficino, der selbst ebenfalls als Arzt tätig gewesen ist, nie vergessen, dass der Mensch in einem Körper durch dieses Erdenleben wandelt. Wie die Lehre Platos unter den Bedingungen der körperlichen Verfasstheit des Menschen zu deuten ist, legt Ficino in seinem Werk "Drei Bücher über das Leben" ausführlich dar. Hier führt er unter anderem aus, wieso ausgerechnet Melancholiker geistig hochbegabt sind, wie man es anstellt, lang zu leben und welche Einflüsse die Himmelskörper auf unser Dasein haben. Da dies Fragen sind, die nicht nur Platonikerinnen und Platoniker umtreiben, steht die Veranstaltung selbstverständlich auch Anhängerinnen und Anhängern anderer philosophischer Schulen offen.

Literatur:

Marsilio Ficino, De vita libri tres / Drei Bücher über das Leben. Herausgegeben, übersetzt, eingeleitet und mit Anmerkungen versehen von Michaela Boenke, Wilhelm Fink Verlag, München 2012.


Girolamo Savonarola (1452-1498)

Allgemeines

Veranstaltungsart: Seminar (2stündig, GkTPh(Renaissance))
Veranstaltung geeignet für Studierende folgender Studiengänge:

  • BA Studiengang Philosophie (Hauptfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)
  • BA Studiengang Philosophie (Nebenfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)
  • MA Studiengang Philosophie (i.w.S.)
  • MA Studiengang Mittelalter- und Renaissancestudien
  • einschlägige Promotionsstudiengänge
  • Nicht-modularisierter M.A. Studiengang

Dozent: Prof. Dr. Thomas Ricklin
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 25, D 4b / Mitwochs 16-18h / ab: 17 . April 2013

Beschreibung:

Siehe LSF.


Unsterblichkeitsdebatten in Renaissance und Früher Neuzeit

Allgemeines

Veranstaltungsart: Seminar (2stündig, GkTPh(Renaissance & NI), PhA, MO)
Veranstaltung geeignet für Studierende folgender Studiengänge:

  • MA Studiengang Philosophie (i.w.S.)
  • MA Studiengang Mittelalter- und Renaissancestudien
  • einschlägige Promotionsstudiengänge
  • Nicht-modularisierter M.A. Studiengang

Dozent: PD Dr. phil. Habil. Michaela Boenke
Ort / Zeit / Anfang: Hauptgebäude, E 206 / Montags 12-14h / ab: 22 . April 2013

Beschreibung:

Zunächst werden die Grundlagen erarbeitet: Platons Unsterblichkeitslehre, Aristoteles? Seelenlehre und die mittelalterliche Intellekt-Diskussion. Anschließend geht es um den von Pietro Pomponazzi ausgelösten Unsterblichkeitsstreit, um Marsilio Ficinos Seelenlehre und um die Abschaffung des Seelenbegriffs bei Fracastoro und Telesio. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Descartes? Beweis der Existenz des Geistes und zeitgenössischen Kritiken.


BA-Forschungskolloquium mit Begleitübung: Geschichte der Philosophie ca. 1350-ca. 1650, Politische Philosophie Antike bis 17. Jhd.

Allgemeines

Veranstaltungsart: BA Forschungskolloquium mit Begleitübung (WP 3.1 & 3.2) (4stündig, GkTPh(Renaissance), P, SO)
Veranstaltung geeignet für Studierende folgender Studiengänge:

  • BA Studiengang Philosophie (Hauptfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)

Dozent: Dr. Heinrich C. Kuhn
Ort / Zeit / Anfang: voraussichtlich Hauptgebäude E 212 (Kolloquium), Ludwigstr. 31 - 028 (Begleitübung) / voraussichtlich Donnerstags 10-12h (Kolloquium), Freitags 10-12h (Begleitübung) / ab: 18 . April 2013

Beschreibung:

Studierende die Betreuung zu / Teilnahme mit einem Thema zur Politischen Philosophie wünschen: mögen bitte beachten, dass ich nur für Arbeiten mit mindestens auch historischem Fokus zur Verfügung stehe.

Im Kolloquium: Vorstellung und Diskussion von Entwürfen und Texten (vornehmlich oder ausschließlich) der Teilnehmer/innen zur Geschichte der Philosophie zwischen ca. 1350 bis ca.1650 (aber ohne Descartes) und zu Themen der Politischen Philosophie von der Antike bis zum 17. Jahrhundert. Zudem Gelegenheit zur gemeinsamen Erörterung (und Lösung) von bei der Beschäftigung mit derlei Themen auftretenden Problemen, verwendbaren Methoden, etc..

In der Begleitübung: Betreuung von in Vorbereitung und/oder im Werden begriffener Arbeiten der Teilnehmer/innen zur Geschichte der Philosophie zwischen ca. 1350 bis ca.1650 (aber ohne Descartes) und zu Themen der Politischen Philosophie von der Antike bis zum 17. Jahrhundert. Zudem Gelegenheit zur Erörterung (und Lösung) von bei der Beschäftigung mit derlei Themen auftretenden Problemen im kleinen und kleinsten Kreise.

Bemerkungen:

Die Begleitübung beginnt erst in der 2. Semesterwoche.


Philosophische Perspektiven auf Spiele

Allgemeines

Veranstaltungsart: BA Lektürekurs und Seminar (2stündig, GdP-A/M; GdP-M/R; GdP-NI; GdP-NII;)
Veranstaltung geeignet für Studierende folgender Studiengänge:

  • BA Studiengang Philosophie (Hauptfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)
  • BA Studiengang Philosophie (Nebenfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)

Dozent: Andreas Fischer, M.A.
Ort / Zeit / Anfang: Raum wird noch bekanntgegeben. / Blockveranstaltung 22.-24.7.13 / ab: 22. Juli 2013

Beschreibung:

Seit Computerspiele zu einem bedeutenden Faktor unserer Unterhaltungsindustrie geworden sind und in vielfältiger Weise Eingang in die Alltagskultur gefunden haben, erfährt auch die Spielforschung, insbesondere in Form der jungen Game Studies, erheblichen Aufschwung. Und schon lange vor dieser neuerlichen Begeisterung haben Spiele Mathematiker zur Entwicklung ganzer Forschungsfelder inspiriert, die Erziehung des Nachwuchses in Form der Spielpädagogik befördert und Kulturwissenschaftler gar dazu veranlasst, den Menschen zum homo ludens zu erklären, der seine Kultur spielend erschaffe. Wir wollen gemeinsam untersuchen, welche Perspektiven die Philosophie auf einen anscheinend so fruchtbaren Untersuchungsgegenstand einzunehmen vermag. Dabei werden wir uns beispielsweise fragen, ob wir mit Ludwig Wittgenstein eine allgemeine Definition von Spielen für unmöglich halten, warum Nicolaus Cusanus ein Globusspiel zur philosophischen Unterweisung junger bayerischer Prinzen erfindet und wie es eigentlich um das metaphysische Selbst in Computerspielen bestellt ist.

Teilnahmevoraussetzungen:

Teilnehmer sollten bereit sein, ein kurzes Referat zu halten. Als Vorbereitung empfiehlt sich die Lektüre des leicht verfügbaren und grundlegenden Werks von Johan Huizinga: Homo Ludens. Vom Ursprung der Kultur im Spiel. Mit einem Nachwort von Andreas Flitner, Rowohlt, 1987 (inzwischen zahlreiche Auflagen). Bei Interesse kann weiterführend zurückgegriffen werden auf Mihai Spariosu: Dionysus Reborn: Play and the Aesthetic Dimension in Modern Philosophical and Scientific Discourse. Cornell University Press, 1989, sowie auf John Richard Sageng et al. (Hrsg.): The Philosophy of Computer Games. Springer, 2012.


Philosophie als Ärztekritik von Roger Bacon bis Paracelsus

Allgemeines

Veranstaltungsart: BA Lektürekurs und Seminar (2stündig, NPh, Eth, PhA, GdP-M/R)
Veranstaltung geeignet für Studierende folgender Studiengänge:

  • BA Studiengang Philosophie (Hauptfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)
  • BA Studiengang Philosophie (Nebenfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)

Dozent: Dr. Christian Kaiser
(zusammen mit: Leo Maier , M.A.)
Ort / Zeit / Anfang: Hauptgebäude, E 206 / Donnerstags 18-20h / ab: 18. . April 2013

Beschreibung:

Ebenso wie die Philosophen haben auch die Ärzte stets nicht nur Bewunderung, sondern mindestens ebenso viel Hass, Kritik und Häme auf sich gezogen. Anders jedoch als den allermeisten Philosophen wird den Medizinern gemeinhin eine einschneidende und weitreichende Macht über das menschliche Leben zugesprochen; ein böser Topos behauptet, der Arzt sei der einzige, der ungestraft töten dürfe. Gerade Philosophen halten sich in diesem Zuge nicht mit Polemik gegenüber Vertretern des ärztlichen Standes zurück. Aus einem Selbstverständnis heraus, das sich entweder der Einsicht in die "Wahrheit" bzw. "Richtigkeit" vermeintlich naturnotwendiger Zusammenhänge besitzhaft wähnt oder die Möglichkeit zu eben diesem Wissensbesitz rundweg verneint, sehen sie sich im Recht, die Fehler der Mediziner anzuprangern, seien diese nun epistemologisch-naturphilosophisch (z. B. generelle und vielstimmige Unwissenheit unter den Ärzten bezüglich der menschlichen Natur sowie Illusion über das Wissbare), ethisch (z. B. sündhafte Hybris der Ärzteschaft) oder einfach handwerklich (z. B. allfällige Behandlungsfehler) zu verorten.

Anlässlich der aktuellen philosophie- und medizinhistorischen Forschungsprojekte (eines an der LMU, das andere an der TU München) der beiden Dozenten werden ärztekritische Texte von namhaften Denkern des Mittelalters und der Frühen Neuzeit gelesen, u. a. Roger Bacon, Petrarca, Agrippa von Nettesheim und Paracelsus. Um den historischen Kontext zu erschließen und die Aussagen auch systematisch beurteilen zu können, werden gleichzeitig die jeweils eigenen Konzeptionen dieser Autoren sowie deren medizinhistorische Zusammenhänge eingehend behandelt. Die begleitende Lektüre einschlägiger und stets wiederkehrender antiker Referenzen (z. B. Aristoteles, Plinius, Sextus Empiricus) ist ebenso Teil des Seminars wie ein Exkurs zum sogenannten "Fakultätenstreit", dem frühhumanistischen Disput darüber, ob nun die Medizin oder die Rechtswissenschaft bzw. die Gesetze einen höheren gesellschaftlichen Stellenwert einnehmen.

Teilnahmevoraussetzungen:

Vorkenntnisse sowie Lateinkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Quellentexte (in modernen Übersetzungen) und Forschungsliteratur werden im Seminar bekanntgegeben; zur einführenden Lektüre sehr empfehlenswert ist die genannte Literatur.

Literatur:

Mariacarla Gadebusch Bondio (2011): "Die Fehler und Irrtümer der Ärzte — Paracelsus’ Kritik und ihr medizinethisches Potenzial", in: Albrecht Classen (Hrsg.): Religion und Gesundheit. Der heilkundliche Diskurs im 16. Jahrhundert. Berlin/Boston: De Gruyter, 215-230.


Philosophiegeschichtsschreibung zu Mittelalter und Renaissance von Trithemius bis heute

Allgemeines

Veranstaltungsart: Essaykurs (4stündig, GkTPh(Renaissance), Eth, P, SO)
Veranstaltung geeignet für Studierende folgender Studiengänge:

  • BA Studiengang Philosophie (Hauptfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)
  • MA Studiengang Philosophie (i.w.S.)
  • MA Studiengang Mittelalter- und Renaissancestudien

Dozent: Dr. Heinrich C. Kuhn
Ort / Zeit / Anfang: voraussichtlich Ludwigstraße 31, 028 (Essaykurs), Ludwigstraße 25, D 4b (Begleitübung) / voraussichtlich Dienstags 14-16h (Essaykurs), Mittwochs 14-16h (Befleitübung) / ab: 16 . April 2013

Beschreibung:

Was "gehört" zur Philosophie des Mittelalters und der Renaissance, und wie beschäftigt man sich damit?

Seit dem 15. Jahrhundert gibt es Texte, die sich explizit sekundärliterarisch mit der Philosophie des Mittelalters und der Renaissance auseinandersetzen - und die zum Nachdenken darüber anrtegen, wie man selbst sich mit Primärtexten, Kontexten, Phänomenen, etc. der Philosophie des Mittelalters und der Renaissance auseinandersetzt.

Die Auswahl der Texte die behandelt werden (z.B.: Trithemius, Naudé, Brucker, Hegel, Cousin, Michelet, Burckhardt, Renan, Gentile, Garin, Gilson, Cassirer, Bloch, Hyman & Walsh, Coplestone, Flasch, diverse Cambridge histories, verschiedene Auflagen des "Ueberweg", Münchner Autor/inn/en zur Geistesgeschichte und Philosophie der Renaissance, … ) erfolgt gemäß den Interessen (und Sprachkenntnissen) der Teilnehmer/innen.

Eine Behandlung in grobchronologischer Reihenfolge wird angestrebt.

Bemerkungen:

Beginn der Begleitübung erst in der 2. Semesterwoche


Das Epochenmodell "Antike - Mittelalter - Renaissance" und das Projekt der Moderne

Allgemeines

Veranstaltungsart: Seminar (2stündig)
Veranstaltung geeignet für Studierende folgender Studiengänge:

  • BA Studiengang Philosophie (Hauptfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)
  • BA Studiengang Philosophie (Nebenfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)

Dozent: Dr. Gabriele Sprigath
Ort / Zeit / Anfang: voraussichtlich Hauptgebäude, E 210 / Mittwochs 14-16h / ab: 17. April 2013

Beschreibung:

Siehe Eintrag im LSF.


Erwerb und Anwendung von "Digital Humanities"-Methoden

Allgemeines

Veranstaltungsart: Kurs (Übung) (8stündig, GkTPh(Renaissance))
Veranstaltung geeignet für Studierende folgender Studiengänge:

  • BA Studiengang Philosophie (Hauptfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)
  • MA Studiengang Philosophie (i.w.S.)
  • MA Studiengang Mittelalter- und Renaissancestudien

Dozent: Dr. Heinrich C. Kuhn
Ort / Zeit / Anfang: voraussichtlich Ludwigstr. 31, 028 / voraussichtlich Donnerstags 14-16h (HauptLV), Freitags 08-10h und 12-16h (Begleitübung) / ab: 18 . April 2013

Beschreibung:

Es geht um die Anwendung von rechnergestützten Recherche-, Analyse-, Aufbereitungs- und Verbreitungsmethoden auf Gegenstände/Themen der Mittelalter- und Renaissancestudien.

Die Teilnehmenden bearbeiten dabei dabei je ein eigenes Projekt und erstellen ein Produkt, das in einem Protokoll zu beschreiben ist.

Einige Beispiele: Optische Manipulationen zur Untersuchung von Marginalnoten in digitalisierten Handschriften und Drucken, Vergleichende Analysen von Wortschatz und Grammatik, Untersu-chung von Briefwechselnetzwerken, Rezeptionsanalysen auf Basis von Volltextdatenbanken und bibliographischen Datenbanken, Web 2.0-Einsatz zur Erarbeitung, Verbreitung und Diskussion von Forschungsergebnisssen, computergestützte Inhaltsanalyse von Texten, … .

Die Veranstaltung soll Fertigkeiten vermitteln und bei der Projektbearbeitung unterstützen. (Was Video- und Audio-Material betrifft sind die diesbezöglichen Fähigkeiten des Dozenten allerdings minimal.)

Die Veranstaltung besteht aus wöchentlich 2 Stunden gemeinsamer Sitzungen und wöchentlich 6 Stunden Zugänglichkeit des Raumes für Studierende und Verfügbarkeit des Dozenten zur Diskussion und Lösung anfallender Probleme.

Teilnahmevoraussetzungen:

Veranstaltung primär für Master Mittelalter- und Renaissancestudien. "Restplatzeinnahme" für Studierende anderer Studiengänge ist möglich wenn (wie zu erwarten) Restplätze verfügbar sind. (Auch geeignet für die "Zusatzqualifikationen"-Module des MA Philosophie und des BA180 Philosophie.)

Bemerkungen:

Stundenzahl: 2+6 (2 SWS Präsenzunterricht, 6h Zugänglichkeit des Raumes für Studierende und Verfügbarkeit des Dozenten zur Diskussion und Lösung anfallender Probleme).


Absolventen-Kolloquium

Allgemeines

Veranstaltungsart: Colloquium (0stündig, GkTPh(Renaissance))
Veranstaltung geeignet für Studierende folgender Studiengänge:

  • BA Studiengang Philosophie (Hauptfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)
  • MA Studiengang Philosophie (i.w.S.)
  • einschlägige Promotionsstudiengänge
  • Nicht-modularisierter M.A. Studiengang

Dozent: Prof. Dr. Thomas Ricklin
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31, 028 / Donnerstags 12-14h / ab: 18 . April 2013

Beschreibung:

Näheres wird noch bekanntgegeben.



Ansprechpartner (Contact): Dr. Heinrich C. Kuhn (hck@lrz.uni-muenchen.de)
Dokument erstellt (Created): 2013-01-24
Dokument geändert (Last update): 2013-03-05