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Seminar für Geistesgeschichte und Philosophie der Renaissance:

Lehrveranstaltungen Wintersemester 2015/2016



Nota bene: Da sehr viele unserer Lehrveranstaltungen für mehr als einen Studiengang und mehr als ein (Teil-)Modul einschägig sind, haben wir sie hier nur nach ungefährer chronologischer Einordnung der Gegenstände und Dozent/inn/ennamen sowie Veranstaltungstitel geordnet. Nach den Erfahrungen der vergangenen Semester sollten Sie alles was folgt als bis zum faktischen Veranstaltungsbeginn vorläufig, provisorisch, bestenfalls teilgewiss betrachten. Konsultieren Sie — soweit möglich — auch die Angaben im LSF und ggf. auch die Person die die jeweiligen Lehrveranstaltungen abhält!

Dieses Dokument enthält:

Informationen zu:


Die Rückkehr des Philosophen in die Stadt

Allgemeines

Veranstaltungsart: Spezialvorlesung (2stündig, GkTPh(Renaissance))
Veranstaltung geeignet für Studierende folgender Studiengänge:

  • BA Studiengang Philosophie (Hauptfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)
  • BA Studiengang Philosophie (Nebenfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)
  • MA Studiengang Philosophie (i.w.S.)
  • MA Studiengang Mittelalter- und Renaissancestudien
  • einschlägige Promotionsstudiengänge
  • Nicht-modularisierter M.A. Studiengang

Dozent: Prof. Dr. Thomas Ricklin
Ort / Zeit / Anfang: Hauptgebäude, E 004 / Montags, 18-20h / ab: 12. Oktober 2015

Beschreibung:

Der Philosoph gewinnt seine Statur ursprünglich in der griechischen Polis. Sokrates ist ohne sein Athen unvorstellbar. Mit dem Christentum zieht sich die Philosophie, eingedenk ihrer pythagoreischen Abkunft, vorerst in die Klöster zurück ehe sie im Lauf des 12. Jahrhunderts via Kathedralschulen an die Ordensschulen und Universitäten gelangt. In dieser Spezialvorlesung soll der Frage nachgegangen werden, wie die Philosophie und ihre Liebhaber offenkundig zuerst in Italien zwischen die Bürger der Stadt zurückkehren. Brunetto Latini, Dante Alighieri, Petrarca und Boccaccio werden uns bis ans Ende des 14. Jahrhunderts führen, wo wir dann auf die Sekretäre der Kommune Coluccio Salutati, Leonardo Bruni und Poggio treffen ehe uns in der zweiten Hälfte des 15 Jahrhunderts etwa Palmieri und Poliziano zeigen, wie unterschiedlich die Philosophen mitunter sind, die mittlerweile die Straßen und Plätze der Stadt Florenz beleben.

Voraussetzungen für Scheinerwerb:

Protokoll; (6) ECTS-Punkte können dadurch (nur) in den philosophischen Masterstudiengängen sowie im Master-Profilbereich erworben werden.

Literatur:

Literatur wird im Verlauf der Veranstaltung und nach Bedarf bekanntgegeben.


Petrarca, "Über seine und vieler anderer Unwissenheit" (De sui ipsius et multorum ignorantia)

Allgemeines

Veranstaltungsart: BA Lektürekurs Klassiker (0stündig, GkTPh(Renaissance))
Veranstaltung geeignet für Studierende folgender Studiengänge:

  • BA Studiengang Philosophie (Hauptfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)
  • BA Studiengang Philosophie (Nebenfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)

Dozent: Prof. Dr. Thomas Ricklin
Ort / Zeit / Anfang: Hauptgebäude, M 203 / ^Donnerstags, 14-16h / ab: 15. Oktober 2015

Beschreibung:

In De sui ipsius et multorum ignorantia nimmt Francesco Petrarca (1304-1374) die Bemerkung einiger Freunde, er sei zwar ein netter, wissenschaftlich aber inkompetenter Mensch zum Anlass, zu erkunden, ob dem wirklich so sei und ob es als ein Unglück zu betrachten sei, falls dem denn wirklich so wäre. Die Schrift gilt als ein, wenn nicht als das Manifest der Renaissance. Wir werden versuchen zu verstehen, was das im Guten und im Schlechten bedeuten könnte und dabei mindestens auch eine Ahnung davon bekommen, wie man einen Gegner schriftlich elegant erledigt.

Literatur:

  • Francesco Petrarca, De sui ipsius et multorum ignorantia / Über seine und vieler anderer Unwissenheit, übersetzt von K. Kubusch, hrsg. von A. Buck, Hamburg, Meiner (Philosophische Bibliothek 455), 1993.
  • Francesco Petrarca, De ignorantia / Della mia ignoranza e di quella di molti altri, latino-italiano, a cura di Enrico Fenzi, Milano, Mursia, 1990.


Über die Liebe. Marsilio Ficinos De Amore

Allgemeines

Veranstaltungsart: Seminar und Lektürekurs (3stündig, GkTPh(Renaissance))
Veranstaltung geeignet für Studierende folgender Studiengänge:

  • BA Studiengang Philosophie (Hauptfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)
  • BA Studiengang Philosophie (Nebenfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)

Dozent: Dr. Manuela Kahle
Ort / Zeit / Anfang: Hauptgebäude, E 210 / Donnerstags, 16hs.t.-19h / ab: 22. Oktober 2015

Beschreibung:

dreistündig, alle zwei Wochen


Giannozzo Manetti und Giovanni Pico della Mirandola, "De dignitate hominis" (Von der Würde des Menschen)

Allgemeines

Veranstaltungsart: Seminar und Lektürekurs (2stündig, GkTPh(Renaissance))
Veranstaltung geeignet für Studierende folgender Studiengänge:

  • BA Studiengang Philosophie (Hauptfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)
  • BA Studiengang Philosophie (Nebenfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)

Dozent: Prof. Dr. Thomas Ricklin
Ort / Zeit / Anfang: hauptgebäude, E 206 / Dienstags 10-12h / ab: 13. Oktober 2015

Beschreibung:

In De dignitate et excellentia hominis von 1452 versucht Manetti das Wesen des Menschen und seinen Platz in der Welt zu bestimmen. Ein vergleichbares Anliegen kommt in Picos Oratio de hominis dignitate (1486) zum Ausdruck. Wir lesen die beiden Texte in ihrem historischen Kontext in der Hoffnung, etwas über das Menschenbild dieser beiden Renaissance-Autoren zu lernen. Vielleicht gelingt es uns in einem zweiten Schritt aber auch, die Erhabenheit vergangener Menschenwürde von ihrer musealen Aura zu befreien und sie einfließen zu lassen in die Würde unserer Tage, deren Menschlichkeit sich noch immer daran bemisst, wie aufrichtig und bestimmt die Würde der Menschen eingefordert und verteidigt wird.

Literatur:

  • Giannozzo Manetti, Über die Würde und die Erhabenheit des Menschen, Hamburg, Meiner (Philosophische Bibliothek 426), 1990.
  • Giovanni Pico della Mirandola, Über die Würde des Menschen, übersetzt von N. Baumgarten, hrsg. von A. Buck, Hamburg, Meiner (Philosophische Bibliothek 427), 1990.
  • Ch. Trinkaus, In Our Image and Likeness. Humanity and Divinity in Italian Humanist Thought, (London, 1970), Notre Dame, Ind., University of Notre Dame Press, 1995, 2 Bde.
  • M. Schmeisser; "Wie ein sterblicher Gott" Giannozzo Manettis Konzeption der Würde des Menschen und ihre Rezeption im Zeitalter der Renaissance, München, Fink, 2006.


Niccolò Machiavelli: Discorsi

Allgemeines

Veranstaltungsart: BA Lektürekurs Klassiker (2stündig, GkTPh(Renaissance))
Veranstaltung geeignet für Studierende folgender Studiengänge:

  • BA Studiengang Philosophie (Hauptfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)
  • BA Studiengang Philosophie (Nebenfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)

Dozent: Dr. Christian Kaiser
Ort / Zeit / Anfang: Hauptgebäude, M 203 / Mittwochs, 10-12h / ab: 14. Oktober 2015

Beschreibung:

Machiavellis Discorsi — entstanden zwischen 1513 und 1522 — ist eines der Hauptwerke der politischen Philosophie. Darin untersucht der Florentiner Militär- und Staatstheoretiker die Bedingungen, die für den Erfolg und Misserfolg monarchischer und v. a. republikanischer Verfassungen maßgeblich seien. Machiavelli gewinnt seine Einblicke aus zahlreichen Exempla aus der griechischen und römischen Antike sowie aus dem spätmittelalterlichen bzw. frühneuzeitlichen politischen Zusammenhang, in dem er selbst steht.

Im Kurs werden wir die Discorsi ganz lesen. Sprachliche Voraussetzungen oder Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, wohl aber ein ausgeprägtes Interesse an Geschichte. Im Gegensatz zu vielen anderen Zugangsweisen werden wir nämlich sowohl den historischen Kontext Machiavellis als auch dessen Selbstverständnis als Exeget und Metatheoretiker geschichtlicher Ereignisse ernst nehmen. Die seinen Theorien zugrunde liegenden "Fakten" werden wir im Lektürekurs prüfen, indem wir seine Quellen (z. B. Titus Livius und Tacitus) teilweise parallel lesen.

Literatur:

Eine ausführliche Literaturliste wird im Kurs zur Verfügung gestellt. Zur Vorbereitung und zum Vertrautwerden mit einem dezidiert philosophiehistorischen Ansatz, Machiavelli und andere philosophische Autoren der Renaissance zu lesen und zu interpretieren, ist sehr empfehlenswert:

Heinrich C. Kuhn: Philosophie der Renaissance. Stuttgart 2014, Kohlhammer (= Grundkurs Philosophie, 8.1) [darin natürlich insbesondere das Kapitel zu Machiavelli: "Florenz 1519"].


Alternative und zukünftige Welten, von der Antike bis zur Gegenwart, mit rinascimentalen Schwerpunkten

Allgemeines

Veranstaltungsart: Seminar und Essaykurs (2stündig, GkTPh(Renaissance), P , SO, GdP A/M, GdP N II)
Veranstaltung geeignet für Studierende folgender Studiengänge:

  • BA Studiengang Philosophie (Hauptfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)
  • BA Studiengang Philosophie (Nebenfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)
  • MA Studiengang Philosophie (i.w.S.)
  • MA Studiengang Mittelalter- und Renaissancestudien
  • Nicht-modularisierter M.A. Studiengang

Dozent: Dr. Heinrich C. Kuhn
Ort / Zeit / Anfang: Hauptgebäude, E 206 / Donnerstags, 10-12h / ab: 15. Oktober 2015

Beschreibung:

Andere Orte (manchmal auch andere Planeten) und/oder zukünftige Zeiten als Bühne oder Projektionsfläche für Überlegungen zu alternativen politischen (auch wissenschaftspolitischen), sozialen, technischen, anderen Zuständen: derlei gibt es seit der Antike, und gibt es bis heute. Umrahmt von älterem (Lukian von Samosata) und neuerem (z.B. u.U. H. G. Wells, Stanisław Lem) soll sich diese Veranstaltung primär Texten der Renaissance (von Morus, Campanella, Patrizi, Kepler, Cyrano de Bergerac, …) widmen, zum einen weil sich in der Zeit zwischen 1516 und ca. 1650 ein erster textreicher Höhepunkt der Berichte zu alternativen Welten findet, zum anderen um zu untersuchen ob jenseits der Abfassungszeitpunkte etwas und wenn ja was diese Texte von früheren und späteren unterscheidet, und zum dritten um zu erwägen in wie weit derlei alternative Welten durch ihre Kontexte bedingt sind, und in wie weit und wie sie sie verändern und vergrößern.

Der Schwerpunkt liegt dabei nicht auf Idealen Verfassungen, Bestmöglichen Gestaltungen von Gemeinwesen, sondern auf Andersheiten und Ähnlichkeiten der Alternativen Welten zu ihren Ursprungsewelten, und Andersheiten und Ähnlichkeiten der Alternativen Welten untereinander.


Leonardo da Vinci — Mythos und Geschichte

Allgemeines

Veranstaltungsart: Seminar und Lektürekurs (2stündig, GkTPh(Renaissance), NPh, Ae, GdP-N I; GdP-N II)
Veranstaltung geeignet für Studierende folgender Studiengänge:

  • BA Studiengang Philosophie (Hauptfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)
  • BA Studiengang Philosophie (Nebenfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)

Dozent: Dr. Gabriele Sprigath
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31, Raum 028 / Mittwochs 16-18h / ab: 14. Oktober 2015

Beschreibung:

Im Katalog zu der Ausstellung "Leonardo da Vinci. Vorbild Natur. Zeichnungen und Modelle" (Paris Universcience 2013, München Deutsches Museum 2014) heißt es u.a.: "Jede Epoche erfindet gleichsam den Leonardo, den sie benötigt." So sollen auch die heute von Bionik und Robotik träumenden Ingenieure in seinen Zeichnungen und Schriften fündig werden.

In der kritischen Auseinandersetzung mit den Beiträgen im Ausstellungskatalog und Schriften von Leonardo nehmen wir die zentralen Begriffe "inventione" (Erfindung), "disegno" (Zeichnung), "arte e scienza" (Kunst und Wissenschaft) in den Blick. Dabei erweist sich das in der Rezeptionsgeschichte von Leonardos Werk entworfene Bild als Mythos, der seine Naturphilosophie im Dienst des Fortschritts enthistorisiert.

Bemerkungen:

Das Seminar führt ein in das systematische Arbeiten mit Texten.


Aristoteles und Averroes — Indexierendes Schreiben in der Renaissance: Marcantonio Zimara's Tabula (1537)

Allgemeines

Veranstaltungsart: Seminar und Lektürekurs (2stündig, GkTPh(Renaissance), E, MO, NPh)
Veranstaltung geeignet für Studierende folgender Studiengänge:

  • BA Studiengang Philosophie (Hauptfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)
  • BA Studiengang Philosophie (Nebenfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)

Dozent: Okihito Utamura, , M.A.
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31, Raum 028 / Montags 18-20h / ab: 13. Oktober 2015

Beschreibung:

Mit dem Studium tritt man Gemeinschaften des Lesens bei. Damit geht die Konfrontation mit verschiedenen, spezifischen Vorstellungen, Praktiken und Aneignungen der Lektüre einher. Beispielsweise sollen nicht nur Heldinnen und Helden, sondern auch Vertredende anderer Überzeugungen und Lebensweisen gelesen werden. Doch vor allem soll viel gelesen werden. Zwar ist man bei der Lektüre stets auf sich allein gestellt, auf den eigenen Vernunftgebrauch. Aber dennoch gibt es Techniken und Hilfsmittel, welche die aneignende Lektüre erleichtern. Idealiter begegnet man ihnen im Studium früh. Denn die Masse des zu lesenden Stoffes soll (und muss) pragmatisch bewältigt werden. Soll doch das Lesen in die eigene, produktive Auseinandersetzung überführt werden.

An italienischen Universitäten der Renaissance war dies wohl nicht anders. Die "kanonische Autoren" der Philosophie waren Aristoteles (4. Jh. v. Chr.) und Averroes (12. Jh. n. Chr.); das Hilfsmittel dazu (seit 1537): Marcantonio Zimaras "Tabula dilucidationum in dictis Aristotelis et Averrois". Dieser Bestseller ist Gegenstand dieser Lehrveranstaltung. Die Tabula bereitet die Werke Aristoteles' und Averroes' auf: zum einen durch alphabetisch geordnete Stichworte, die kommentierend auf Stellen in den Werken beider Autoren verweisen; zum anderen durch Digressionen, in denen Zimara philosophische Ausflüge unternimmt, um die Lesenden in die Welt der damaligen "Forschungsliteratur" zu führen. Zwar bislang kaum erforscht, erlaubt die Tabula einen forschungsnahen Einstieg in die rinascimentale, lateinischsprachige Universitätsphilosophie der Renaissance sowie in ihre Rezeption.

Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung sollen die dem Werk zugrundeliegenden Vorstellungen, Praktiken und Aneignungen (Roger Chartier) erkundet werden. Einzelne Einträge werden gemeinsam transkribiert, übersetzt, gelesen, auf Argumente und Quellen befragt und diskutiert. Die Hauptthese: Zimaras Tabula ist nicht bloß ein Index. Stattdessen transformiert es pragmatisch, durch seine Verweise und Digressionen, den Umgang mit autoritativen Texten. Die Auswahl der Lektüretexte erfolgt unter Beteiligung der Teilnehmenden; es bieten sich Einträge zur Philosophie, Logik, Erkenntnistheorie, Metaphysik und Naturphilosophie und Medizin an. Doch Wünsche und Vorschläge sind nicht nur willkommen, sondern stark erwünscht.

Die Herangehensweise ist historisch-interdisziplinär. Universitäre Philosophiegeschichte, Kulturgeschichte, Wissensgeschichte und Buchgeschichte kommen zum Zug. Vermittelt werden philosophiehistorische und allgemeine Informations- und Medienkompetenzen, der Umgang mit philosophiehistorischen Originalquellen (Alte Drucke), ggf. Ansätze der Digital Humanities (kollaboratives transkribieren und übersetzen, OCR für Alte Drucke) - sowie Fragestellungen philosophiegeschichtlicher Forschung, ihre Hilfsmittel und die Praxis des Schreibens. Auch hier und heute gilt: "Der Student der Philosophie transformiert sein Interesse entscheidend, wenn er den Zusammenhang der allgemeinen Bildung hinter sich läßt und für sich auch diejenigen Fragen und Probleme akzeptiert, welche in den Arbeiten der Forscher eine Rolle spielen" (Schneider, Philosophie und Universität, S. 314).

Teilnahmevoraussetzungen:

Lateinkenntnisse oder die Bereitschaft, sich diese im Laufe des Semesters anzueignen (Hilfestellung wird gegeben).

Literatur:

Primärliteratur:

  • Marcantonio Zimara, Tabula dilucidationum in dictis Aristotelis et Averrois. Venedig: apud Iunctas 1562, Nachdruck: Aristoteles, Opera. Frankfurt: Minerva 1962, Suppl. 3 sowie, zwar nicht ganz befriedigend: <URL= https://books.google.de/books?id=9iCiMbdyGDIC >.

Literatur zum Einstieg in das Thema:

Weitere Literatur:

  • Antonio Antonaci, Ricerche sull'aristotelismo del rinascimento: Marcantonio Zimara, 2 Bde. Lecce 1971 u. 1978 [Zu Zimara].
  • Ann Blair, Too Much To Know: Managing Scholarly Information before the Modern Age. New Haven [u.a.]: Yale University Press 2010 [Wissensgeschichte, Renaissance, Frühe Neuzeit].
  • Roger Chartier, Cultural history. Between practices and representations, translated by Lydia G. Cochrane. Cambridge: Polity 1988 [Buch- und Kulturgeschichte].
  • Robert Darnton, Der Kuß des Lamourette. Kulturgeschichtliche Betrachtungen, übers. v. Jörg Trobitius. München: Hanser 1998 [Buch- und Kulturgeschichte].
  • Paul F. Grendler, The Universities of the Italian Renaissance. Johns Hopkins University Press: Baltimore and London: 2002 [Universitätsgeschichte, Italienische Renaissance].
  • Eckhart Keßler, "Naturverständnisse im 15. und 16. Jahrhundert", in: Naturauffassungen in Philosophie, Wissenschaft, Technik. Bd. II: Renaissance und frühe Neuzeit, hg. v. Lothar Schäfer und Elisabeth Ströker, Freiburg 1994, 13-57 [Naturphilosophie, Renaissance].
  • David A. Lines, Aristotle's Ethics in the Italian Renaissance (ca. 1300-1650). The Universities and the Problem of Moral Education. Leiden [u.a.]: Brill 2002 [Universitätsphilosophie, Aristoteles, Renaissance].
  • Ian Maclean, Learning and the Market Place. Essays in the History of the Early Modern Book. Leiden and Boston: Brill, 2009 [Buchgeschichte, Wissenschaftsbuch, Renaissance, Frühe Neuzeit].
  • Angela Nuovo, The Book Trade in the Italian Renaissance, translated by Lydia G. Cochrane. Leiden [u.a.]: Brill 2013 [Buchgeschichte, italienische Renaissance].
  • Charls B. Schmitt, Aristotle and the Renaissance. Cambridge, MA: Harvard University Press 1983 [Aristoteles, Renaissance].
  • Ulrich Johannes Schneider, Philosophie und Universität. Historisierung der Vernunft im 19. Jahrhundert, Hamburg: Meiner 1999 [Philosophiegeschichte, Universitätsphilosophie].
  • Nancy Siraisi, Avicenna in Renaissance Italy: The Canon and Medical Teaching in Italian Universities after 1500. Princeton: Princeton University Press 1987 und nun auch 2014 [Buchgeschichte, Wissenschaftsbuch, italienische Renaissance].
  • Helmut Zedelmaier, Bibliotheca universalis und bibliotheca selecta. Das Problem der Ordnung des gelehrten Wissens in der frühen Neuzeit. Köln [u.a.]: Böhlau 1992 [Wissensgeschichte, Frühe Neuzeit].


Paule Veyne, "Geschichtsschreibung – und was sie nicht ist" (Comment on écrit l’histoire, Paris 1971 / Frankfurt a.M. 1990)

Allgemeines

Veranstaltungsart: Seminar und Essaykurs (2stündig, GkTPh(Renaissance))
Veranstaltung geeignet für Studierende folgender Studiengänge:

  • BA Studiengang Philosophie (Hauptfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)
  • BA Studiengang Philosophie (Nebenfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)
  • MA Studiengang Philosophie (i.w.S.)
  • einschlägige Promotionsstudiengänge
  • Nicht-modularisierter M.A. Studiengang

Dozent: Prof. Dr. Thomas Ricklin
Ort / Zeit / Anfang: Hauptgebäude, E 206 / Mittwochs 16-18h / ab: 14. Oktober 2015

Beschreibung:

Veynes philosophisch gehaltvolles Methodenbuch Geschichtsschreibung - und was sie nicht ist ist ein Klassiker des Genres. Geschrieben von einem renommierten Historiker der griechischen und römischen Antike, "Ehrenfreund" von Michel Foucault und keiner Schule zugehörig, zeigt dieses auf Französisch 1971 erstmals erschienene Werk, das seinem Autor umgehend einen Lehrstuhl am Collège de France eingebracht hat, dass Geschichte eine Kunst ist und dass es eine Reihe von Einsichten und Techniken gibt, die zu einer gelungenen Umsetzung dieser Kunst viel beitragen können. Wir werden Veynes Buch genau lesen und dabei nicht nur viel über die großen Erzählungen lernen sondern auch über unsere kleineren, da bin ich mir fast sicher.

Voraussetzungen für Scheinerwerb:

- wenn die Veranstaltung als Essaykurs belegt wird: 4 Essays [9 ECTS-Punkte] - nur für BA-Philosophie-Hauptfächler/innen und Philosophie-Masterstudierende. In dem Fall wird eine zusätzliche Übungsstunde (1 SWS) zur Besprechung der Essays n. V. angeboten.

- wenn die Veranstaltung als Fortgeschrittenenseminar belegt wird: Hausarbeit ODER (Referat+Protokoll/Ausarbeitung), je nach Vorgabe der/des Dozierenden [9 ECTS-Punkte]

Literatur:

  • Paul Veyne, Geschichtsschreibung - und was sie nicht ist, Frankfurt am Main, Suhrkamp, 1990.
  • Paul Veyne, Comment on écrit l’histoire, Paris, Seuil, 1971.
  • Paul Veyne, Foucault: Die Revolutionierung der Geschichte, Frankfurt am Main, Suhrkamp, 1992.
  • Paul Veyne, Le quotidien et l’intéressant. Entretiens avec Catherine Darbo-Peschanski, Paris, Les Belles Lettres 1995.
  • Paul Veyne, Foucault. Der Philosoph als Samurai, Stuttgart, Reclam, 2009.
  • Paul Veyne, Et dans l’éternité je ne m’ennuierai pas. Souvenirs, Paris, Albin Michel, 2014.


Methoden und Werkzeuge der Mittelalter- und Renaissancestudien : Termin A

Allgemeines

Veranstaltungsart: Übung (2stündig, GkTPh(Renaissance))
Veranstaltung geeignet für Studierende folgender Studiengänge:

  • MA Studiengang Mittelalter- und Renaissancestudien

Dozent: Dr. Heinrich C. Kuhn
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31, Raum 028 / Montag, 14-16h / ab: 12. Oktober 2015

Beschreibung:

Da im vergangenen Jahr der entsprechende Kurs mehr Teilnehmer/innen hatte als zu einigen Themen didaktisch sinnvoll: wird der Kurs in diesem Semester zu zwei unterschiedlichen Termi-nen (Tagen/Uhrzeiten) angeboten. Bitte entscheiden Sie sich für einen dieser Termine, und halten Sie dann an diesem Termin fest. (Erfahrungsgemäß hat jede Gruppe von Teilnehmer/inne/n unterschiedliche Vorkenntnisse, Interessen, etc., so dass zu erwarten steht, dass sich die Inhalte zu beiden Terminen unterscheiden werden, und dass nicht in jeder Woche in jedem der beiden Kurse die gleichen Themen behandelt werden werden.) In Sonderfällen (z.B. bei Besuchen in Einrichtun-gen die maximal eine Gruppe von uns für einen solchen Besuch zulassen können) kann es sein, dass die Gruppe von Termin A und die von Termin B gemeinsam tagen werden, doch wird dies im Wintersemester 2014/2015 voraussichtlich maximal zweimal der Fall sein.

Methoden und Werkzeuge:

U.a. mögliche Gegenstände:

  • fachliche Zugangsweisen (und ihre Unterschiede)
  • principium caritatis für Fortgeschrittene
  • Lateinische und volkssprachliche Paläographie
  • historische Buchkunde
  • einschlägige Datenbanken
  • Editionskunde
  • Latein lesen lernen
  • Kommunikationswerkzeuge
  • Kurzeinführung Digital Humanities Methoden
  • u.U. Kurzexkursionen
  • etc. etc. pp.
  • (Was wir behandeln werden, und wie und wie intensiv wir es behandeln werden: richtet sich nach den Vorkenntnissen und Interessen der Teilnehmer/innen.)

    Teilnahmevoraussetzungen:

    Studium im Masterstudiengang Mittelalter- und Renaissancestudien. Eventuell an einer Teilnahme interessierte Personen, die in einem anderen Studiengang studieren mögen sich bitte vor Semesterbeginn an den Dozenten (email: hck@lrz.uni-muenchen.de) wenden, um zu erfahren, ob ausnahmsweise auch für sie eine Teilnahme möglich ist.

    Bemerkungen:

    Pflichtveranstaltrung für die Teilnehmer/innen am Masterstudiengang "Mittelalter- und Renaissancestudien" im ersten Semester.

    Um die Möglichkeit für Vertiefungen, weitere Übungen, Problemlösungshilfen zu geben: wird zu dieser Veranstaltung auch eine Übung/einTutorium angeboten.


Methoden und Werkzeuge der Mittelalter- und Renaissancestudien : Termin B

Allgemeines

Veranstaltungsart: Übung (2stündig, GkTPh(Renaissance))
Veranstaltung geeignet für Studierende folgender Studiengänge:

  • MA Studiengang Mittelalter- und Renaissancestudien

Dozent: Dr. Heinrich C. Kuhn
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31, Raum 028 / Dienstags, 14-16h / ab: 13. Oktober 2015

Beschreibung:

Da im vergangenen Jahr der entsprechende Kurs mehr Teilnehmer/innen hatte als zu einigen Themen didaktisch sinnvoll: wird der Kurs in diesem Semester zu zwei unterschiedlichen Termi-nen (Tagen/Uhrzeiten) angeboten. Bitte entscheiden Sie sich für einen dieser Termine, und halten Sie dann an diesem Termin fest. (Erfahrungsgemäß hat jede Gruppe von Teilnehmer/inne/n unterschiedliche Vorkenntnisse, Interessen, etc., so dass zu erwarten steht, dass sich die Inhalte zu beiden Terminen unterscheiden werden, und dass nicht in jeder Woche in jedem der beiden Kurse die gleichen Themen behandelt werden werden.) In Sonderfällen (z.B. bei Besuchen in Einrichtun-gen die maximal eine Gruppe von uns für einen solchen Besuch zulassen können) kann es sein, dass die Gruppe von Termin A und die von Termin B gemeinsam tagen werden, doch wird dies im Wintersemester 2014/2015 voraussichtlich maximal zweimal der Fall sein.

Methoden und Werkzeuge:

U.a. mögliche Gegenstände:

  • fachliche Zugangsweisen (und ihre Unterschiede)
  • principium caritatis für Fortgeschrittene
  • Lateinische und volkssprachliche Paläographie
  • historische Buchkunde
  • einschlägige Datenbanken
  • Editionskunde
  • Latein lesen lernen
  • Kommunikationswerkzeuge
  • Kurzeinführung Digital Humanities Methoden
  • u.U. Kurzexkursionen
  • etc. etc. pp.
  • (Was wir behandeln werden, und wie und wie intensiv wir es behandeln werden: richtet sich nach den Vorkenntnissen und Interessen der Teilnehmer/innen.)

    Teilnahmevoraussetzungen:

    Studium im Masterstudiengang Mittelalter- und Renaissancestudien. Eventuell an einer Teilnahme interessierte Personen, die in einem anderen Studiengang studieren mögen sich bitte vor Semesterbeginn an den Dozenten (email: hck@lrz.uni-muenchen.de) wenden, um zu erfahren, ob ausnahmsweise auch für sie eine Teilnahme möglich ist.

    Bemerkungen:

    Pflichtveranstaltrung für die Teilnehmer/innen am Masterstudiengang "Mittelalter- und Renaissancestudien" im ersten Semester.

    Um die Möglichkeit für Vertiefungen, weitere Übungen, Problemlösungshilfen zu geben: wird zu dieser Veranstaltung auch eine Übung/einTutorium angeboten.


Begleitübung zum Kurs "Methoden und Werkzeuge der Mittelalter- und Renaissancestudien"

Allgemeines

Veranstaltungsart: Übung (2stündig, GkTPh(Renaissance))
Veranstaltung geeignet für Studierende folgender Studiengänge:

  • MA Studiengang Mittelalter- und Renaissancestudien

Dozent: Dr. Heinrich C. Kuhn
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstr. 31, Raum 028 / Montags 10-12h / ab: 19. Oktober 2015

Beschreibung:

Die Veranstaltung richtet sich an Teilnehmer/innen beider Termine des Methodenkurses.

Bemerkungen:

Der Besuch dieser Veranstaltung ist fakultativ, und die wenigsten Teilnehmer/innen werden wohl an allen Sitzungen teilnehmen. Die Formate sind wechselnd (von 1-zu-1 oder 1-zu-2 Tutoriensit-zungen zu praktischen und angeleiteten Übungen in Kleingruppen).


Colloquium, Besprechung laufender Qualifikationsarbeiten

Allgemeines

Veranstaltungsart: Colloquium (2stündig, GkTPh(Renaissance))
Veranstaltung geeignet für Studierende folgender Studiengänge:

  • BA Studiengang Philosophie (Hauptfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)
  • MA Studiengang Philosophie (i.w.S.)
  • MA Studiengang Mittelalter- und Renaissancestudien
  • einschlägige Promotionsstudiengänge
  • Nicht-modularisierter M.A. Studiengang

Dozent: Prof. Dr. Thomas Ricklin
Ort / Zeit / Anfang: Raum wird noch bekanntgegeben. (Ggf. beim Dozenten erfragen.) / Donnerstags, 10-12h / ab: 15. Oktober 2015

Bemerkungen:

14-tägl.


Forschungskolloquium/Abschlusskolloquium

Allgemeines

Veranstaltungsart: Colloquium (2stündig, GkTPh(Renaissance))
Veranstaltung geeignet für Studierende folgender Studiengänge:

  • BA Studiengang Philosophie (Hauptfach, alle Prüfungs- und Studienordnungen)
  • MA Studiengang Philosophie (i.w.S.)
  • MA Studiengang Mittelalter- und Renaissancestudien

Dozent: Dr. Heinrich C. Kuhn
Ort / Zeit / Anfang: Ludwigstraße 31, Raum 031 (oder bei Bedarf auch ein anderer nahegelegener Raum) / Dienstags 10-12h / ab: 20. Oktober 2015

Beschreibung:

Die Veranstaltung richtet sich primär an Studierende des Masterstudiengangs "Mittelalter- und Renaissancestudien" die erwägen mich als einen der beiden Betreuer/innen ihrer Masterarbeit zu wählen, oder die dies bereits getan haben. Sollte es - wider Erwarten -im Wintersemester 2015/2016 weitere/andere Personen geben, die beabsichtigen eine Abschlussarbeit mit mir als Betreuer zu schreiben, oder aus anderen Gründen definitiv kein geeigneteres entsprechendes Kolloquium zur Verfügung haben: so sind auch diese Personen willkommen.

Teilnahmevoraussetzungen:

Mindestens fortgeschrittene Überlegungen zu einem Abschlussprojekt.

Bemerkungen:

Teilnehmer/innen sind gebeten, sich bis spätestens 2015-10-12 per eMail an hck@lrz.uni-muenchen.de beim Dozenten anzumelden.



Ansprechpartner (Contact): Dr. Heinrich C. Kuhn (hck@lrz.uni-muenchen.de)
Dokument erstellt (Created): 2015-07-20
Dokument geändert (Last update): 2015-09-30