Dozent/inn/en des Seminars für Geistesgeschichte und Philosophie der Renaissance:

Ziemlich verbindliche Vorschläge für Seminararbeiten (und Essays, und BA-Arbeiten, &c)


Die folgenden Vorschläge basieren auf den Ergebnissen einer Besprechung von Dozent/inn/en des Seminars für Geistesgeschichte und Philosophie der Renaissance am 13. Oktober 2014, und wurden am 31. Oktober erneut (und bis 11. November 2014) sämtlichen Dozent/inn/en des Seminars für Geistesgeschichte und Philosophie der Renaissance zur Diskussion gestellt. Weitere Diskussionen erfolgten im Mai 2015. Es ist davon auszugehen dass die Befolgung dieser Vorschläge/Regeln von all diesen Dozent/inn/en entweder eingefordert, oder unterstützt, oder zumindest akzeptiert wird.

Diese Vorschläge/Regeln gelten für zu unseren Lehrveranstaltungen verfertigte Arbeiten — es sei denn die die jeweilige Lehrveranstaltung unterrichtende Person würde abweichende Regeln setzen. Vermutlich können Sie sie mutatis mutandis auch für Arbeiten zu Lehrveranstaltungen anderer mindestens auch historisch arbeitender Lehreinheiten verwenden. So Sie von diesen Vorschlägen für eine Arbeit, die Sie zu einer unserer Lehrveranstaltungen anfertigen abweichen wollen: bitte besprechen Sie dies vorher mit der Dozentin bzw. dem Dozenten.



Das Wichtigste in kürzester Kürze:



Inhalt dieses Dokuments

  1. Allgemeine den Inhalt der Arbeit betreffende Regeln
    1. Intellektuelle Redlichkeit und Nachprüfbarkeit
    2. "Die Stimme der Texte": Zitate und Übersetzungen
    3. Narratio bzw. argumentatio
      1. Gliederung
      2. Allgemeinverständlichkeit und Vermeidung von undefiniertem Fachwortschatz und Termini die nach Fachwortschatz klingen (wollen/sollen)
      3. Genauigkeit des Sprachgebrauchs
  2. Allgemeine die Form der Arbeit betreffende Regeln
    1. Deckblatt
    2. Formate für Zitate und Übersetzungen
    3. Weisen des Verweisens
      1. Literaturbelege
      2. Literaturverzeichnis
  3. Erläuterungen zu einigen in diesem Dokument gebrauchten Wörtern und Begriffen
  4. Schlussbemerkungen


Allgemeine den Inhalt der Arbeit betreffende Regeln

Intellektuelle Redlichkeit und Nachprüfbarkeit

Vor allem anderen unterscheiden sich wissenschaftliche Arbeiten - zu denen auch Seminararbeiten gehören (sollten) - dadurch von anderen Texten, dass in wissenschaftlichen Arbeiten jederzeit und an allen Stellen klar ist · auf wessen Ergebnisse und Autorität sich jeglicher Textteil und jegliche Aussage stützt, · und die Quellen jeglicher Textteile und Aussagen nachprüfbar sind.

Und auch - wenn es sich um Sekundärliteratur handelt sollten auch die Quellen der Quellen nachprüfbar sein — was bedeutet, dass Vorlesungsmitschriften, viele Skripten, fast alle Beiträge in Tages- oder Wochenzeitungen und sonstigen populäreren Zeitschriften, Fernseh- und Rundfunkbeiträge (inkl. der Skripten dazu), und anderes dergleichen in den meisten Fällen keine geeignete Sekundärliteratur sein werden. Kontaktieren Sie die Dozentin oder den Dozenten Ihres Kurses bevor Sie derlei als Sekundärliteratur in Ihrem Text verwenden.

Wennimmer und wannimmer Sie in Ihrem Text Aussagen machen, die sich entweder ganz oder teilweise den (Vor)arbeiten anderer verdanken, müssen Sie angeben, welchen Texten/Dokumenten sich Ihre Aussagen in welchen Teilen (und ggf. wie) verdanken. Wennimmer und wannimmer Sie in Ihrem Text Texte, Textteile, Abbildungen, was auch immer aus anderen Texten/Dokumenten übernehmen, müssen Sie derlei Zitate als Zitate klar kenntlich machen. Ein Verzicht hierauf ist nicht zulässig. Abweichungen von dieser Regel nennt man "Plagiat". In einer Seminararbeit führt jegliches Plagiat, dass wir als solches erkennen dazu, dass wir Personen in deren Arbeit wir solches erkenne für die Veranstaltung, zu der sie Ihre Arbeit eingereicht haben keinen Schein erteilen, bzw. einen entsprechenden Eintrag im LSF machen (der dann auch entsprechend im "Transcript of Records" aufscheint). Plagiate in anderen wissenschaftlichen Arbeiten können durchaus noch deutlich gravierendere Folgen haben.

Ja, in anderen Jahrhunderten war die Einstellung zu fremdem intellektuellen Eigentum eine andere. § Ja, es gab und gibt gute Gründe, zu bestreiten, dass es so etwas wie geistiges Eigentum überhaupt gebe. § Ja, es gibt in wissenschaftlichen Arbeiten unausgewiesene Zitate und Paraphrasen aus anderen Texten, die nicht als Plagiate, sondern als Scherze und Verweise für "die Eingeweihten" zu lesen sind. § Ja, es gibt in zahlreichen (vor allem älteren) wissenschaftlichen Arbeiten unausgewiesene Zitate aus "kanonischen Klassikern", die nicht den Eindruck erwecken wollen, der zitierende Text trage sie als ihm originale Teile vor, sondern die sich der Vermutung verdanken, jede gebildete Leserin, jeder gebildete Leser werde diese Zitate sofort als Zitate erkennen, und ihren Ursprung und Kontext mitdenken.

Dennoch: bitte unterlassen Sie derlei unausgewiesenes Zitieren und Anspielen in Ihren Seminararbeiten: Eine Seminararbeit dient Ihnen zum einen (unter anderem) zu Ihrer Einübung in "normales" wissenschaftliches Arbeiten, · in die Regeln, und nicht in die Ausnahmen, · in die Anwendung der Regeln, und nicht in ihren geregelten Bruch. Und sie dient zum Nachweis Ihrer Beherrschung der "normalen" Regeln und ihrer "normalen" Anwendung. Das Risiko, dass Ihre Dozentin/Ihr Dozent kein/e "Eingeweihte/r" ist, und dass Ihre Dozentin/Ihr Dozent Ihre entsprechenden Scherze und Verweise durch unausgewiesene Zitate daher als Plagiatsversuch missverstehen wird (und sich nicht im nachhinein zu benignerer Bewertung wird bewegen lassen) ist sehr hoch! Das Risiko, dass Ihre Dozentin/Ihr Dozent sich als so ungebildet erweiset, dass Ihre etwaige Vermutung ein bestimmtes unausgewiesenes Zitat oder eine bestimmte unausgewiesene Anspielung auf etwas, das Sie als "klassisch kanonischen Text" sehen, werde ihr oder ihm nicht als Plagiatsversuch, sondern als Normaltext für einen gebildeten Leser erkennbar sein, sich als falsch erweist, und dass Ihre Dozentin/Ihr Dozent daher nichts als einen Plagiatsversuch sieht (und sich nicht im nachhinein zu benignerer Bewertung wird bewegen lassen) ist sehr hoch! Gehen Sie bei Seminararbeiten/Essay/etc., die Sie bei uns einreichen im Zweifelsfall davon aus, dass wir beim Korrekturlesen völlig humorlos, begriffsstutzig und misstrauisch sind.

Nebenbei: Auch in anderen Arbeiten ist unausgewiesenes Zitieren und Anspielen durchaus problematisch: Die Ansicht es gebe geistiges Eigentum hat sich in unserem Kulturkreis weitgehend durchgesetzt. Und sie ist Grundlage des rechtlichen Rahmens in dem Sie sich mit Ihren Texten bewegen. Und die canones sind in Auflösung begriffen: Sie sollten nicht mehr an Bildung bei denjenigen, die Ihre Texte lesen, erwarten, als unbedingt zur "blanken" Lektüre Ihrer Texte erforderlich. Es mag sein, das von 100 Leserinnen und Leser Ihres Textes 99 hinreichend gebildet und gutwillig sind: der hundertste, wenn ungebildet und böswillig, kann Ihnen mehr Ärger bereiten, als die 99 anderen Freude. Wenn etwas als Plagiat missverstehbar ist, so wird es vermutlich als Plagiat missverstanden werden. Wenn nicht von Ihrer Dozentin/Ihrem Dozenten, so vermutlich von jemanden anderen. Unser Rat: Nehmen Sie es in Kauf etwas "hässlichere" Texte zu schreiben, seien Sie vorsichtig.


"Die Stimme der Texte": Zitate und Übersetzungen

Bitte lassen Sie den Primärtext bzw. die Primärtexte über die Sie arbeiten hinreichend selbst zu Wort kommen: Bitte zitieren Sie ausführlich (sei's im Haupttext, sei's in Fußnoten). Falls der von Ihnen zitierte Primärtext im Wortgebrauch von dem Wortgebrauch abweichen sollte, den Sie selbst in Ihren ihnen "eigenen" Passagen Ihres Textes verwenden: Bitte paraphrasieren Sie den Originaltext (sei's im Haupttext mit dem Originalzitat in einer Fußnote im Anschluss an Ihre Paraphrase, sei's im Haupttext im Anschluss an das Zitat bzw. seine Übersetzung).

Häufig kann es zur Klärung der eigenen Gedanken und des eigenen Textverständnisses sinnvoll sein, dem Zitat des Originaltextes (noch vor der oben angesprochenen Paraphrase) eine eigene Übersetzung oder eine andere Übersetzung die man für gut hält, folgen zu lassen.

Nachdem es Dozent/inn/en gibt deren Sprachkenntnisse begrenzt sind (hck z.B. liest u.a. keine Turksprachen, kein Neugriechisch, keine finnougrischen Sprachen, kein Albanisch, keine Sprachen der Kaukassusregion, keine keltischen Sprachen, kein Baskisch, keine fernöstlichen Sprachen, keine indischen Sprachen, keine afrikanischen Sprachen, keine Indianersprachen, kein Persisch und nur sehr schlecht arabisch und hebräisch (und die anderen semitischen Sprachen gar nicht)) : Die dringende Bitte für Zitate aus Sprachen von denen Sie begründeten Anlass zur Vermutung haben, Ihre Dozentin/Ihr Dozent lese sie nicht: immer eine Übersetzung beizufügen.

Falls Sie selber einen Text zitieren, dessen Originalsprache Sie nicht lesen, so wird Ihnen nichts anderes übrigbleiben, als mit einer oder mehreren Übersetzungen zu arbeiten, und nach Übersetzung zu zitieren. Nachdem für viele Texte mehr als eine Übersetzung vorliegt, und nachdem diese Übersetzungen häufig deutlich unterschiedlich gut bzw. deutlich unterschiedlich problematisch sind: Bitte halten Sie gegebenenfalls mit Ihrer Dozentin bzw. Ihrem Dozenten Rücksprache bevor Sie sich für die Verwendung einer bestimmten Übersetzung eines Textes für die Verwendung für Ihre Arbeit entscheiden.

Es gibt verschiedenes, das bei der Lektüre der Texte mit denen Sie arbeiten zur Berücksichtigung empfohlen ist, darunter u.a.:

Quellen sind direkt an der Quelle am reinsten. Dies gilt auch für jene Quellen die Texte von Philosophen und Philosophinnen der Vergangenheit und sonstige Texte der Geistesgeschichte sind — generell für alle Primärliteratur (und im Idealfall auch für Sekundärliteratur).Wenn Sie einen Originalautor zitieren, so zitieren Sie ihn bitte aus sich selbst, aus seinen eigenen Werken, nicht nach Zitaten, die Sie an anderen Stellen gefunden haben — es sei denn der Originaltext wäre definitiv verloren, untergegangen, nicht mit erträglichem Aufwand zugänglich, unverfügbar, etc. (wobei Sie jeweils auf den Grund, warum Sie nicht direkt zitieren hinweisen sollten). Falls Sie auf eine Originalstelle durch andere Literatur aufmerksam geworden sind, so empfiehlt sich eine Fußnote der Art "Autor1, 1542, 47ra, in revidierter Orthographie zitiert bei Autor2, 1823, 5s, dessen Fassung (unter Verweis auf Autor2) von Autor3, 1904, 77 übernommen wird, auf den sich Autor4, 1975, 22 und Autor5, 2003, 18 stützen.". Eine optimale Beurteilung einer Textstelle aus einer Quelle ist nur in Kenntnis des Kontexts dieser Stelle möglich. Und dafür brauchen Sie den Zugang zu der Quelle selbst. Ein Beispiel (dasjenige, das hck einst Anlass war, diesen Absatz zu schreiben): Platon nach dem dtv-Atlas Philosophie zu zitieren, bedeutet nicht Platon sondern Kunzmann et al. zu zitieren; das ist in Ordnung wenn Sie über Peter Kunzmann, Franz P. Burkard und Franz Wiedmann schreiben, nicht aber wenn Sie über Platon schreiben.

Für alle Zitate gilt: Bitte geben Sie die Schreibweisen, Zeichensetzungen, etc. der Vorlage so exact wieder wie irgend möglich und informieren Sie gegebenenfalls über Abweichungen in Ihrer Wiedergabe in einer Fußnote zum Zitat: z.B.: "Hervorhebung durch mich" bzw. "Unterstrichenes in der Vorlage gesperrt gedruckt".

Bei Zitaten aus Drucken in lateinischer Schrift des 15. mit 17. Jahrhunderts und aus Drucken mit griechischer Schrift des 15. mit 19. Jhd.s sowie aus Handschriften sollten Sie jedoch alle Abbreviaturen auflösen. Bei Zitaten aus lateinischen Drucken aus jener Zeit und aus Handschriften dürfen Sie den Gebrauch von "u" und "v" "normalisieren", desgleichen den von "i" und "j" (oder auch zu "i" vereinheitlichen und "ę" als "æ" oder "ae" (bzw. "œ"/"oe") wiedergeben ("e" allerdings sollte "e" auch dort bleiben, wo "klassisches" Latein einen anderen Lautstand vorsieht). Die in älteren deutschen Drucken und Handschriften (und ihren modernen Editionen) gelegentlich anzutreffenden Schreibweisen von Vokalen mit darübergestellten kleineren anderen Vokalen können Sie (da wir keine Germanist/inn/en sind …) gerne mit den üblichen Umlauten wiedergeben. Bitte respektieren Sie aber vom vorigen abgesehen in allem den Stand der Vorlage, insbesondere was Interpunktion und Groß- und Kleinschreibung betrifft.


Narratio bzw. argumentatio

Ihr Text sollte möglichst klar verständlich entweder erzählenden oder argumentierenden Bericht zu den Phänomenen, Thesen, Texten, Personen geben, um die es in Ihrer Arbeit geht.

Bitte haben Sie eine These, und/oder bitte haben Sie ein Thema, und bitte machen Sie klar, was Ihr Thema, was Ihre These ist.

Die Erfahrung zeigt, dass es deutlich leichter zu sein scheint hervorragende studentische Texte zu schreiben wenn diese eine These haben, die untersucht, bewiesen, widerlegt wird.

Bitte stellen Sie keine unbelegten, unbegründeten Behauptungen auf, es sei denn es handle sich um nicht weiter begründbare Prämissen, Erste Prinzipien, o.dgl.. (Und: Bitte vermeiden Sie Allgemeinaussagen soweit irgend irgend möglich.) Bitte machen Sie bei Prämissen, Ersten Prinzipien o.dgl. klar, dass es sich aus Ihrer Sicht um solche handelt. Bitte führen Sie sie vor der Verwendung ein.


Gliederung

Das Einhalten einer "normalen", "üblichen" Gliederung (1. Einleitung (Kurzbestimmung des Themas der Arbeit, ggf. Beweisziele) / 2. Literaturbericht (Bericht und Überblick dazu, was andere Leute vor Ihnen bislang zu dem Thema Ihrer Arbeit gesagt haben) / 3. Hauptteil (das enthaltend, was sie in Ihrer Arbeit "eigentlich" behandeln, sagen, vorstellen, beweisen wollen) / 4. Zusammenfassung und Schlusswort Abstract zu den vorhergehenden Teilen der Arbeit, · Schlussfolgerungen aus dem bisher vorgetragenen, · Bestimmung noch offener Fragen, Probleme, weiterer zu untersuchender Gegenstände, Texte, Phänomene, Personen)) wird häufig sinnvoll sein; wirklich wichtig ist es u.E. nicht .

Wichtig hingegen ist, dass Ihr Text als Erzählung oder als Folge von Beweisen und/oder Argumentationen Sinn ergibt: dass der Leser die zum Verständnis Ihres Textes erforderlichen Informationen vollständig und in der richtigen Reihenfolge erhält. Und dass der Leser jederzeit einen Überblick hat, wo er sich gerade in der Arbeit befindet.

Falls nichts gewichtiges dagegen spricht, so empfiehlt es sich die Arbeit (abgesehen von Vorworten, Schlussworten, Literaturverzeichnissen u. dgl.) entweder gemäß den untersuchten Texten und deren Abschnitten, oder chronologisch, oder vom Allgemeinen zum Besonderen vorgehend, oder vom Besonderen zu Allgemeinen vorgehend zu ordnen.

Für eine geistesgeschichtliche bzw. philosophiehistorische Arbeit, wie generell für jede vergangenheitskundliche Arbeit und für jede philosophische Arbeit, die ihre Bedeutung nicht primär im eigenen originellen Beitrag zur Fortentwicklung der Philosophie sieht, empfiehlt es sich immer oder zumindest fast immer die Reihenfolge(n) in denen ein untersuchter Text das behandelt was er behandelt zu respektieren, statt den Text in Einzelstücke aufzuteilen, die dann von Ihnen neu in einer Ihnen sinnvollen Reihenfolge vorgestellt werden. Gewiss lässt sich durch Neukombination von Fragmenten reizvolles darstellen: Aber: Bitte zerschlagen Sie nicht dafür einen Text. Ihre "systematische Rekonstruktion" des Textes würde Ihre Rekonstruktion sein, und nicht die Rekonstruktion des Textes. Die originale(n) Reihenfolge(n) des von Ihnen zu Fragmenten zerschlagenen Textes war häufig dem Autor des originalen Textes bzw. seinen Herausgebern sinnvoll. Eine eigne Ordnung an die Stelle der originalen zu stellen, solches ist meist nur dann sinnvoll, wenn Sie nur über einen oder wenige Aspekte des Originaltextes, bzw. der Originaltexte handeln, nicht aber über diese(n) als Ganzes bzw. Ganzen (z.B. wenn Ihr Thema "Aristoteles in Luther Werken" wäre). Sie meinen einen Originaltext in Fragmente zerschlagen zu sollen oder gar müssen, um dann durch Rekombination dieser Fragmente das sagen zu können, was Sie sagen wollen? Warum zerschlagen Sie dann nicht gleich den Text in Fragmente von der Größe einzelner Buchstaben und verwenden diese Buchstaben um das zu sagen, was Sie sagen wollen?

Bitte gliedern Sie Ihre Arbeit klar in Abschnitte und Unterabschnitte, und die Unterabschnitte in Absätze. Im Zweifelsfall scheint uns das Verwenden von genau einem Absatz pro Gedanken und einem Gedanken pro Absatz zu bester Verständlichkeit zu führen.

Und: Bitte stellen Sie allen weiteren Teilen der Arbeit, die nach dem Deckblatt folgen ein Inhaltsverzeichnis voran.

Allgemeinverständlichkeit und Vermeidung von undefiniertem Fachwortschatz und Termini die nach Fachwortschatz klingen (wollen/sollen)

Philosophie hat wie jede Wissenschaft ihren Fachwortschatz: Termini deren Bedeutung klar definiert ist, und die in dieser Bedeutung der Philosophie eigen sind. Nichts spricht dagegen, solche Termini zu benutzen. Aber: bitte versuchen Sie stets allgemeinverständlich zu schreiben: so als schrieben Sie für eine Commilitonin oder einen Commilitonen im Ersten Semester, und nicht für Ihre Dozentin oder Ihren Dozenten. Bitte definieren Sie alle nicht in der Alltagssprache vorkommenden Termini, die Sie verwenden - und sei's auch nur in einer Fußnote der Art "im Sinne von Arist. Metaph. V, 1012b34".

Falls Sie nichttriviale Abkürzungen verwenden: bitte geben sie Ihrer Arbeit ein Abkürzungsverzeichnis bei.

Bitte vermeiden Sie die Verwendung von Jargon, von jederlei undefinierten Termini, von denen zu erwarten steht, dass sie entweder für unterschiedliche Personen unterschiedliches bezeichnen, oder von denen - ohne dass es sich um Entitäten handelt, deren Existenz aus religiösen Offenbarungen gewonnen wird - zu erwarten steht, dass ihre Existenz zumindest von einigen der einschlägigen Fachleute bestritten wird. Beispiele für derlei Jargon (der aufhört Jargon zu sein, sobald Sie eine brauchbare, klare, verständliche und haltbare Definition angeben) sind: "Scholastik/scholastisch", "Aristotelismus/aristotelisch", "humanistisch", "späthumanistisch", "Aufklärung", "Rationalismus", "Atheismus", "wissenschaftlich", "fortschrittlich", "modern", "fromm", "Philosophie".

Genauigkeit des Sprachgebrauchs

Bitte bemühen Sie sich auch über das im vorigen Absatz gesagte hinaus um größte Genauigkeit des Sprachgebrauchs.

In allgemeinsprachlicher Bedeutung gebrauchte Termini die auch philosophische Fachtermini sind (wie z.B. "Idee", "Anschauung") können leicht zur Verwirrung eines philosophischen Lesers führen.

"Daher", "deshalb", "trotzdem" sind keine Synonyma für "und" oder "dann". "Und" und "oder" haben unterschiedliche Bedeutungen; und "oder" kann dem lateinischen aut entsprechen (so dass "A oder B" nicht gilt wenn A und B zutreffen), und es kann dem lateinischen vel entsprechen (so dass "A oder B" auch dann gilt wenn A und B zutreffen); verwenden Sie, falls Missverständnisse naheliegen, "entweder … oder" bzw. "und/oder".

Gedankengänge können durch geschickte Differenzierung zwischen Konjunktiv und Indikativ verständlicher werden.



Allgemeine die Form der Arbeit betreffende Regeln

Bitte reichen Sie (zumindest falls Sie über das Standardlateinische (ISO-Latin-1) hinausgehende Schriften/Zeichen verwenden) Ihren Text auch auf Papier ein, da sonst das Risiko zu groß ist, dass der Rechner/Drucker Ihrer Dozentin/Ihres Dozenten unter einigen Zeichen etwas anderes "versteht" als Ihr Rechner/Drucker. Falls Sie aus irgendeinem Grunde eine Form der Arbeit wählen wollen sollten, die sich als Ausdruck auf Papier nicht oder nur schlecht darstellen lässt (Hypertext, Datenbank, Edition mit der Möglichkeit zwischen verschiedenen Versionen des edierten Textes hin- und herzuspringen, Dokument mit verständnisnotwendigen Video- und/oder Audiobeispielen, …): Bitte nehmen Sie mit Ihrer Dozentin/Ihrem Dozenten Kontakt auf, bevor Sie sich an die Arbeit machen.

Bitte lassen Sie Ihrer Dozentin/Ihrem Dozenten den Text (ausschließlich oder zusätzlich) in elektronischer Form zukommen (in einem der folgenden Formate: HTML, PDF, RTF, MS-Word, ODF), da uns das das Kommentieren deutlich erleichtert (da wir dann kommentierte Passagen jeweils unseren Kommentaren direkt beifügen können).

Bitte verwenden Sie Seitenzahlen und/oder eine Abschnittsnumerierung. (Derlei erleichtert die Diskussion über Ihren Text, die Kommunikation zu Ihrem Text.) § Bitte setzen Sie Seitenzahlen nicht in die Nähe des Bundstegs. (Das erleichtert das Finden der Seitenzahlen.)

Und: Bitte versuchen Sie Rechtschreibfehler soweit als irgend mit erträglichem Aufwand möglich zu korrigieren, bevor Sie die Arbeit einreichen. Die meisten Textverarbeitungsprogramme haben inzw. recht ordentliche Hilfsmittel für derlei …. Und menschliches Korrekturlesen kann ebenfalls zur Fehlerreduktion führen.


Deckblatt

Dem Deckblatt sollte (in beliebiger Reihenfolge) mindestens das folgende zu entnehmen sein:


Formate für Zitate und Übersetzungen

Bitte verwenden Sie für Zitate und Übersetzungen sofern diese sich innerhalb von Absätzen Ihres "normalen" Textes befinden die selbe Schriftgröße die Sie für Ihren "normalen Text verwenden"; wenn Sie hingegen größere Textstücke zitieren, oder Zitaten aus anderen Gründen einen eigenen Absatz geben wollen, so verwenden Sie für derlei Zitat-Absätze bitte eine Schriftgröße von mindestens 10 Punkt.

Zitat-Absätze sollten zudem durch Einrückung und gegebenenfalls auch durch Kursive und/oder andere Schrift-Type optisch deutlich vom "normalen" Text unterschieden sein.

Falls Sie neben Original-Zitat-Absätzen auch Absätze mit Übersetzungen der Originalzitate verwenden, so sollten diese sich durch Wahl einer anderen Schriftart und/oder andere oder keine Verwendung von Kursive, oder anderes derartiges von den Original-Zitaten unterscheiden.


Weisen des Verweisens

Literaturbelege

Alle Literaturbelege, die Sie (sei's im Haupttext, sei's in Fußnoten, sei's zitierend, sei's paraphrasierend, sei's berichtend, sei's übersetzend) anführen müssen klar und eindeutig auf einen Eintrag im Literaturverzeichnis Ihrer Arbeit verweisen.

Dies kann auf verschiedene Weisen geschehen. § Z. B. durch Angabe des Autoren-Namens, des Erscheinungsjahres (ggf. ergänzt um einen Buchstaben falls von der entsprechenden Autorin bzw. dem entsprechenden Autor sich mit dem betreffenden Erscheinungsjahr mehr als ein Werk im Literaturverzeichnis befindet), und den Seiten bzw. Blattzahlen auf die Sie sich beziehen: z.B.: "Balbiani, 2001a, 47" § Oder z.B. Durch Angabe von Autoren-Namen, Kurztitel, Seiten- bzw. Blattzahl: z.B.: Balbiani, La Magia Naturalis …, 47-53. § Das in den Naturwissenschaften verbreitete Zitationsverfahren, das nur auf Nummern im Literaturverzeichnis verweist (also z.B. "15, 47-53"), erscheint uns für geisteswissenschaftliches Zitieren - wo mehrere Zitate innerhalb eines Textes auf ein- und dasselbe zitierte Werk nicht selten sind - ungeeignet, da es den meisten Lesern keine wiedererkennende Identifikation des zitierten Werkes ohne erneute Konsultation des Literaturverzeichnisses ermöglicht.

Fußnoten sind sowohl Endnoten als auch erst recht Literaturangaben zwischen Klammern im Haupttext deutlich überlegen was die Leser/innen-Freundlichkeit betrifft. Bitte verwenden Sie soweit möglich Fußnoten statt Endnoten oder gar Literaturangaben zwischen Klammern im Text.

Falls Sie auf die selbe Stelle des selben Werkes verweisen, auf die Sie bereits in der direkt vorangegangenen Fußnote verwiesen haben, so können Sie statt des Verweises auf eine der eben erwähnten Weisen auch "loc. cit." bzw. "ebenda" verwenden. Falls Sie auf eine andere Stelle des selben Werkes verweisen, auf das Sie bereits in der direkt vorangegangenen Fußnote verwiesen haben, so können Sie statt des Verweises auf eine der oben erwähnten Weisen auch "op. cit." mit darauf folgender Seiten- bzw. Blattangabe verwenden. Für den Leser wird es allerdings meist angenehmer sein, wenn Sie auf derlei verzichten, da er so nicht gegebenenfalls mehrere Seiten zurückblättern muss, um rauszufinden was denn das von Ihnen zitierte Werk, die von Ihnen zitierte Stelle sei.

Wenn Sie mehrspaltige Werke zitieren, bei denen die einzelnen Spalten keine eigenen Nummer haben, so differenzieren Sie bitte durch Angabe von "a" für die erste Spalte, "b" für die zweite Spalte, etc.. Wenn Sie Werke zitieren, die nur eine Blatt-Zählung, aber keine Seitenzählung haben, so verwenden Sie bitte "r" (wie recto) für die Vorderseite des Blattes (normalerweise trägt die die Blatt-Nummer) und "v" (wie verso) für die Rückseite des Blattes. Ein Verweis auf die zweite Spalte der Rückseite eines Blattes eines solchen Werkes würde also z.B. so aussehen: "102vb".

Einige alte Drucke haben überhaupt keine Seiten- bzw. Blattzahlen. Bitte geben Sie in einem solchen Falle den Bogenindikator (meist unten rechts auf der ersten Seite eines Bogens: z.B. "Aa2" an, zählen Sie die Blätter des Bogens durch bis zu der Seite, auf die Sie sich beziehen wollen, und verweisen Sie dann mit Angabe des Blattes in eckigen Klammern dahinter: also z.B. "Aa2 [2va]".

Bei in der Vorlage fehlgezählten Seiten geben Sie bitte zunächst die Zahl an, die sich im Druck befindet, und dahinter, in eckigen Klammern und mit "=" oder "recte" eingeleitet die Seitenzahl, die eigentlich richtig wäre.

Falls Sie aus einer Handschrift ohne Blattzahlen zitieren: Bitte zählen Sie die Blätter selbst und machen Sie die Angaben gemäß Ihrer Zählung; bitte fügen Sie in solchem Falle möglichst genaue Angaben dazu, auf welchen größeren Abschnitt des Textes sich ihr Verweis bezieht hinzu (z.B. "[25r, gegen Ende des Kapitels De dæmonibus] ").

Einige Werke bzw. Autoren werden auf von dem obigen abweichende Weisen zitiert - was Sie nicht der Notwendigkeit "normaler" Angaben im Literaturverzeichnis überhebt.

Für die Werke des Aristoteles wird jeweils der lateinische Werktitel (gegebenenfalls abgekürzt) und wo einschlägig Buch und Kapitel angegeben, zusätzlich dazu stets die Spalten- und Zeilenangabe nach der Bekker'schen Ausgabe (Sie werden sie in quasi jedem nach dieser Ausgabe erschienen Druck der Werke des Aristoteles, gleich ob Edition oder Übersetzung, finden): also z.B.: "Metaph. V, 1012b34". § Falls sie aus irgendeinem Grunde eine vor der Bekker'schen Ausgabe erschienene Ausgabe oder Übersetzung zitieren, so geben Sie bitte die textus-Zählung gemäß der Textaufteilung des Averroes an (zumindest für die Werke, für die eine solche vorliegt).

Für die Werke Platons wird jeweils der griechische oder lateinische Werktitel (gegebenenfalls abgekürzt) und wo einschlägig das Buch angegeben, zusätzlich dazu stets die Seiten/Abschnitts- und Zeilenangabe nach der Stephanus'schen Ausgabe (Sie werden sie in quasi jedem nach dieser Ausgabe erschienen Druck der Werke Platons, gleich ob Edition oder Übersetzung, finden): also z.B.: "Nomoi IV, 704a1sqq.".

Für Texte der Bibel werden die Werktitel gemäß der Vulgata, ggf. ergänzt durch Kapitel und Vers angegeben: z.B.: "Genesis 6, 4"

Für Texte aus dem Quran wird jeweils die Sure (numerisch) und der Vers angegeben.

Für alle Sentenzenkommentare (i.e. Kommentare zu den Sentenzen des Petrus Lombardus) wird jeweils ein einleitendes "In Sent." vorangestellt, gefolgt von der Nummer des Buches in Römischen Ziffern, dann "d." (für "distinctio"), dann in arabischen Ziffern die Nummer der zitierten distinctio, dann "q." (für "quæstio"), dann in arabischen Ziffern die Nummer der zitierten Quästion, dann (gegebenenfalls) "a." (für "articulus"), dann in arabischen Ziffern die Nummer des zitierten Artikels (z.B.: "In Sent. II d. 1 q. 2 a. 1"). Alternativ können Sie auch die Buchzahl "vorziehen": z.B.: "In II Sent. d.1 q. 2 a. 1".

Bitte beachten Sie die entsprechenden einschlägigen Zitierkonventionen auch bei den anderen Werken des Thomas von Aquin.

Bei Texten, die in der Patrologia latina und der Patrologia græca erschienen sind empfiehlt es sich auch in Fällen wo Sie nicht nach der entsprechenden Patrologia zitieren zusätzlich Stellenangaben gemäß der Patrologia beizufügen.

Quellen sind direkt an der Quelle am reinsten. Dies gilt auch für jene Quellen die Texte von Philosophen und Philosophinnen der Vergangenheit und sonstige Texte der Geistesgeschichte sind — generell für alle Primärliteratur (und im Idealfall auch für Sekundärliteratur).Wenn Sie einen Originalautor zitieren, so zitieren Sie ihn bitte aus sich selbst, aus seinen eigenen Werken, nicht nach Zitaten, die Sie an anderen Stellen gefunden haben — es sei denn der Originaltext wäre definitiv verloren, untergegangen, nicht mit erträglichem Aufwand zugänglich, unverfügbar, etc. (wobei Sie jeweils auf den Grund, warum Sie nicht direkt zitieren hinweisen sollten). Falls Sie auf eine Originalstelle durch andere Literatur aufmerksam geworden sind, so empfiehlt sich eine Fußnote der Art "Autor1, 1542, 47ra, in revidierter Orthographie zitiert bei Autor2, 1823, 5s, dessen Fassung (unter Verweis auf Autor2) von Autor3, 1904, 77 übernommen wird, auf den sich Autor4, 1975, 22 und Autor5, 2003, 18 stützen.". Eine optimale Beurteilung einer Textstelle aus einer Quelle ist nur in Kenntnis des Kontexts dieser Stelle möglich. Und dafür brauchen Sie den Zugang zu der Quelle selbst. Ein Beispiel (dasjenige, das hck einst Anlass war, diesen Absatz zu schreiben): Platon nach dem dtv-Atlas Philosophie zu zitieren, bedeutet nicht Platon sondern Kunzmann et al. zu zitieren; das ist in Ordnung wenn Sie über Peter Kunzmann, Franz P. Burkard und Franz Wiedmann schreiben, nicht aber wenn Sie über Platon schreiben.

Literaturverzeichnis

Das Literaturverzeichnis sollte alles anführen, was Sie für die Erstellung der Arbeit verwendet haben - gleich ob sie nun in der Arbeit selbst es zitieren oder auf andere Weise darauf verweisen, oder nicht.

Die Ordnung der Einträge im Literaturverzeichnis (bzw. seinen Teilen, falls Sie ein mehrteiliges verwenden) sollte alphabetisch sein. Werke zu denen sich der Autoren-Namen nicht ausfindig machen lässt, können entweder unter einem Autor namens Anonymus zusammengefasst, oder unter ihren Sachtiteln eingeordnet werden.

Die Einträge im Literaturverzeichnis müssen geeignet sein, das was Sie anführen leicht in einer Bibliothek (bzw. ggf. im Internet, in einem Archiv, …) wiederzufinden. Dafür sind hinreichende Angaben zu machen. Sofern die Angaben hinreichend sind, sind Sie in der Form in der Sie diese Angaben machen frei. Aber: bitte: behandeln Sie gleiches gleich und ungleiches angemessen ungleich.

Hier ein Beispiel dazu, wie ein Eintrag zu einer Monographie aussehen kann: "Balbiani, Laura: La Magia Naturalis di Giovan Battista della Porta: Lingua, cultura e scienza in Europa all'inizio dell'età moderna, Bern 2001".

Hier ein Beispiel dazu, wie ein Eintrag zu einem Werk das Teil eines größeren Werkes ist aussehen kann: "Copenhaver, Brian P.: Astrology and Magic, in: Charles B. Schmitt, Quentin Skinner, Eckhard Keßler, Jill Kraye (edd.): The Cambridge History of Renaissance Philosophy, Cambridge 1988, pp. 264-300"

Hier ein Beispiel dazu, wie ein Eintrag zu einem Zeitschriftenaufsatz aussehen kann: "Mack, Peter: Ramus reading: The commentaries on Cicero's 'Consular orations' and Vergil's 'Eclogues' and 'Georgics', in: Journal of the Warburg and Courtauld Institutes 61 (1998 [erschienen 1999]), pp. 111-141"

Internetquellen sollten zitiert werden wie andere Dokumente auch, doch zusätzlich jeweils · mit Angabe der URL, · mit Angabe der Version bzw. des letzten bekannten Änderungsdatums, · und immer mit Angabe des Datums, an dem Sie das Dokument das letzte Mal in der zitierten Form gesehen haben.

Wenn Sie Internetquellen zitieren, so sollten Sie bis zu dem Zeitpunkt an dem Sie Ihren unterschriebenen Schein von uns zurück haben bzw. der Eintrag Ihrer Note im LSF aufscheint sicherheitshalber einen Ausdruck des Dokuments bereithalten, damit wir ihn einsehen können, falls uns beim Korrigieren das Dokument inzwischen im Internet nicht mehr in der von Ihnen zitierten Version unter der von Ihnen zitierten URL erreichbar sein sollte.

Analoges gilt für von Ihnen angeführte an Sie gerichtete Briefe, eMails etc.



Erläuterungen zu einigen in diesem Dokument gebrauchten Wörtern und Begriffen

Im Folgenden Erläuterungen zu einigen in diesem Dokument verwendeten Termini:

Haupttext
Der Text, den Sie Ihrem Publikum vortragen würden, falls das was Sie als Seminararbeit vorlegen ein Vortrag, eine Vorlesung, ein Referat wäre.
Fußnoten
Sollten das enthalten, was Sie, falls Sie Ihre Arbeit als Vortrag, Vorlesung, Referat vortragen würden, gerne als Informationen für mögliche Rückfragen aus dem Publikum zur Verfügung hätten: Literaturangaben, Zitate, Übersetzungen, Erläuterungen, etc. etc. pp.
Primärliteratur
Die Texte deren Untersuchung Ihre Arbeit primär gewidmet ist (sei's dass Sie z.B. eine Arbeit zu einem philosophischen Text von 1547 schreiben, sei's dass Sie z.B. über neuere Sekundärliteratur zur Magie in der Renaissance schreiben [Laura Balbianis "La Magia Naturalis di Giovan Battista Della Porta" würde, obwohl 2001 erschienen, in solchem Falle als Primärliteratur zählen])
Sekundärliteratur
Texte, die über die Texte, Autoren, Phänomene handeln, denen Ihre Arbeit primär gewidmet ist. Falls Sie z.B. über Aristoteles' De memoria et reminiscentia handeln, so wäre ein rinascimentaler Kommentar hierzu - gleich ob gedruckt oder nur handschriftlich vorliegend - Sekundärliteratur.
Renaissance
Die Zeit zwischen ca. 1348 und ca. 1648. (Vergleiche hierzu den Einführungsvortrag vom Wintersemester 1998/1999 "Bemerkungen zur Geistesgeschichte und Philosophie in wirren vergangenen Zeiten (ca. 1348 bis ca. 1648). Nebst der Vorstellung eines exemplarischen Textes.".)
rinascimental
Adjektiv zu "Renaissance".
Philosophie
Was an Universitäten in dem Fache, das sich "Philosophie" nennt gelehrt wird, sofern bei solcher Lehre nicht hinzugefügt wird, es handele sich nicht um Philosophie.
Geistesgeschichte
Philosophie · plus das was man früher dafür hielt, · plus das was zum Verständnis der Kontexte und Bedingungen von Philosophie in der Vergangenheit nützlich ist.
wissenschaftlich
Das, was an den Universitäten und Forschungseinrichtungen, die man geneigt ist als solche ernst zu nehmen, entweder als Zweck der Universität oder Forschungseinrichtung getrieben wird, oder dort für wissenschaftlich gehalten wird.
Universität
Die Institutionen auf der Liste der HRK plus jene Einrichtungen, die durch mindestens eine der Einrichtungen auf dieser Liste als Universität anerkannt werden.
wissenschaftlich
Das, was an den Universitäten und Forschungseinrichtungen, die man geneigt ist als solche ernst zu nehmen, entweder als Zweck der Universität oder Forschungseinrichtung getrieben wird, oder dort für wissenschaftlich gehalten wird.
Abbreviatur
Abbreviaturen sind Abkürzungen in alten Drucken und Handschriften, z.B. "aīa" für "anima".
Terminus (Pl.: Termini)
Ein Wort oder eine fest zusammengehörige Gruppe von Wörtern. Es mag Sprachen geben, bei denen die Zahl der Wörter und der Termini identisch ist; meist jedoch gibt es natursprachliche Wörter, die mehreren Termini entsprechen (z.B. "Schere" für das Instrument des Schneiders und das Organ des Krebses) und auch Termini, die aus mehreren Wörtern bestehen (z.B. "Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis").
Bitte
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Schlussbemerkungen

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Ganz herzlichen Dank im voraus!


Redaktion: Heinrich C. Kuhn
Dokument erstellt: 2014-10-31
Letzte Änderung: 2014-11-12/2015-05-18/2015-07-29