Rohübersetzung ausgewählter Stellen aus:
Petrus Pomponatius De naturalium effectuum causis, sive de incantationibus

Autor: Pietro Pomponazzi ( --->GGRENir zu Pomponazzi , --->OPAC GGREN zu Pomponazzi)
Übersetzer: Heinrich C. Kuhn
WWW-Redaktion: Heinrich C. Kuhn
Dokument erstellt: 2002-03-20
Dokument geändert: 2002-06-12


Pietro POMPONAZZI: Über die Ursachen der natürlichen Wirkungen, bzw. über Verzauberungen (Auszüge)

Übersetzung nach:
POMPONAZZI, Pietro: De naturalium effectuum causis sive de incantationibus, Hildesheim [Georg Olms] 1970 (Reprint aus: Pomponazzi, Pietro: Opera, Basel [Officina Henricpetrina] 1567)
Übersetzt für:
Proseminar im Sommersemester 2002: Superstitiones, Artes, Scientiæ: Dämonen, Magie, Hexerei, und Schulweisheit in der Renaissance
Entstehungszeit des übersetzten Texts:
zwischen Juli und August 1520



p. 6

PETRUS Pomponatius über die Ursachen der natürlichen Wirkungen, oder über Verzauberungen.

Erstes Kapitel, in dem einige Zweifel angeführt werden gegen diejenigen, die vertreten, dass derlei Wirkungen durch Dämonen statthaben.

Nachdem wir daher begierig sind, Deiner [1] Bitte gemäß unseren Kräften zu entsprechen, sagen wir daher zuallererst, dass wir Deine Ansicht teilen, nämlich dass eine sicherere [2] Antwort aufgrund der Religionen [3] gegeben wird, und vor allem gemäß der christlichen: von der es scheint, dass sie die Peripatetiker in einigem vermeiden. Nicht aber in allem, wie wir in dem, was folgt, zeigen: Es scheint nämlich nötig, dass wir auf alle Fälle Dämonen annehmen müssen, nicht nur aufgrund des Dekrets der Kirche, sondern auch damit wir viele Erfahrungen erklären können . [4] Doch dazu weiter unten. Nachdem du aber fragst, was dazu die Peripatetiker meinen, sage ich dir

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was meine Ansicht dazu ist.

Und zuerst warum sie bestreiten, dass derlei durch Dämonen statthaben könne. Und unter Übergehung allgemeiner Gründe aus denen sie Dämonen bestreiten (weil diese nichts zu dem was in Frage steht beitragen) scheinen mir derzeit drei [Gründe] auch herausragend, die ich aus unserer Erfindung geformt habe:

Der erste und hervorragendste ist dieser: Wenn Dämonen derlei wirken würden, so würde dies gewiss sein indem sie erkennen und wollen, so wie ein Handwerker die Wirkung die er durch sich hervorruft erkennt und will. Doch es scheint keine konvenierende Weise zu geben, auf die ein Dämon derlei erkennen und wollen kann, was so bewiesen wird: Wenn ein Dämon A z.B. beabsichtigtet aus diesem (z.B. Sokrates) einen Pfeil entfernen möchte, den medizinischer Genius nicht entfernen konnte, so muss dieser Dämon sowohl Sokrates als auch jenen Pfeil und all das, was für eine solche Kur benötigt wird erkennen, die Einzelne [5] sind, weshalb es im ersten Buch der Metaphysik heisst "Aktionen und Bewirkungen sind inbezug auf selbige Einzeldinge" ; [6] Wie erkennt also ein Dämon derlei Einzelne? Entweder wird durch Spezies gehandelt, oder durch die Essenz des Dämonen selbst, oder durch etwas anderes als den Dämon. Das

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Erste scheint man nicht zugeben zu können: denn was er so durch seine Essenz erkennt, jenes Erkennende ist entweder die Ursache der erkannten Sache, wie es alle inbezug auf Gott setzen, der die Ursache von Allem ist, und Alles erkennt: Und der Kommentator vertritt dieses in Commentum 51 zum Zwölften Buch der Metaphysik sogar für alle Intelligenzen durch Vergleich der erkannten Sache mit ihren Wirkungen, oder wie es bei denjenigen [Autoren] ist, die der Ansicht sind, dass sie untere Intelligenz die obere [Intelligenz] durch ihre Essenz erkennen, da die Wirkung die der oberen ist, wie es der Autor des Buches über die Ursachen und Albert [der Große] vertreten. Aber keines von beiden kann hier angenommen werden: Noch nämlich ist die Intelligenz die der Dämon ist eine Wirkung selbiger untererer Dinge, wie durch sich selbst bekannt ist, noch auch die Ursache, und [dies] besonders gemäß denjenigen, die die Existenz von Dämonen annehmen: da sie nur Aktives auf Passives anwenden, und nicht die Sachen selbst schöpfen.

Wenn aber angenommen wird, dass der Dämon durch eine Essenz erkennt, die von selbigem Dämonen unterschieden ist, so gibt es keinerlei Wahrscheinlichkeit, dass selbige auch selbst erkannte Sachen seien, wie auch gewisse fingiert haben, so wie der Dämon Sokrates durch die Essenz selbst des Sokrates erkennt. Aber dieses ist mir

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unverständlich, und es ist eine Fiktion jenseits aller Fiktionen: Wie nämlich kann eine materielle Sache eine Erkenntnis und eine Form des Intellekts sein? Wenn gesetzt wird, dass Sokrates gemäß dem immateriellen Sein eine Form des Intellekts ist, so gibt es doch kein solches Sein des Sokrates, außer es existiert in etwas Immateriellem Produktiven, wie in Gott, oder in der Intelligenz, die den Himmel bewegt, oder so wie es durch eine intelligible Spezies repräsentiert wird, von denen keine das reale Sein des Sokrates ist.

Des weiteren ist Sokrates gemäß seinem immateriellen Sein ein Universale: ein Universale aber repräsentiert nicht mehr dieses als jenes: wesshalb so alle repräsentiert und erkannt würden. Nachdem sie aber sowohl die Vergangenen, als auch die Gegenwärtigen, als auch die Zukünftigen erkennen, würden die Dämonen so auch unbegrenzt vieles erkennen.

Darüber hinaus: da dieses Dämon dieses da nicht mehr erkennen würde, als irgendein anderer: weshalb entweder alle [Dämonen] auf gleiche Weise diese Wirkung produzieren würden (was sie [, diejenigen, die Dämonen annehmen, ] nicht sagen, oder man könnte keinen rationalen Grund annehmen, warum dieser [Dämon] eher als ein anderer.

Und diese [Unannehmlichkeiten] scheinen nicht weniger zu folgen, auch dann wenn der Dämon derartige durch seine Essenz erkennt, wie hinreichend be-

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kannt ist. Weshalb es auf keine Weise scheint, dass die Dämonen diese Einzelnen erkennen, sei es durch ihre [eigene] Essenz, sei es durch die Essenz der erkannten Einzeldinge, noch auch durch eine Essenz anderer Dinge, von selbigen Dämonen unterschieden ist: da ja jene anderen Dinge nicht die selbe Verbindung [7] mit den Dämonen haben, so dass sie deren Erkenntnisse sein könnten: es bleibt daher: wenn die Dämonen derlei Einzelne erkennen, dass sie sie durch Spezies erkennen, wie allgemein anerkannt zu sein scheint . [8]

Dies aber scheint nicht aufrechterhalten werden zu können, da sie entweder durch Spezies erkennen würden, die mit ihnen [den Dämonen selbst] entstanden sind, oder durch Spezies die neu angenommen wurden. Wenn durch mit ihnen entstandene, dann entweder durch allgemeine, so wie sie durch die Spezies des Menschen distinkt alle einzelnen [Menschen] erkennen würden, und so auch betreffend des Esels und beliebiger anderer Spezies, oder gemäß einem jeweils anderen Individuum hätten sie eine jeweils andere Spezies.

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[[Beides wird im folgenden widerlegt.]]
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Weshalb wir zum Abschluss [der Behandlung] des ersten Grundes sagen: weil die die Dämonen derlei nicht tun können, außer wenn sie es wollen, und nicht wollen außer wenn sie erkennen: sie können aber nicht erkennen, außer auf eine der angegebenen Weisen; keine dieser Weisen aber scheint in Dämonen möglich zu sein; daher können Dämonen derlei nicht tun; was der erste Grund war.

Der zweite bezieht sich auf das gleiche, weil gemäß denjenigen, die vertreten, dass derlei durch Dämonen geschehe, die Dämonen zum Beispiel Gesundheit nicht dadurch hervorrufen, dass sie unmittelbar etwas verändern, sondern dadurch, dass sie Aktives auf Passives anwenden, wie auch die Lehre des Augustinus im Dritten Buch von über die Dreieinigkeit zu sein scheint, und an mehreren anderen Stellen. Aufgrund der Schärfe des Intellekts und der langen Erfahrung wüssten sie [, die Dämonen,] vieles, was der menschliche Geist sowohl aufgrund der Schwerfälligkeit des Intellekts nicht kennen kann, als auch aufgrund der Geringheit der Erfahrung, da er kurz lebt. Und darüber hinaus gehorchten die materiellen Dinge den Dämonen ge-

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mäß der Ortsbewegung, insoweit die göttliche Kraft dies zulässt: weshalb die Dämonen, die auf solche Weise Heilmittel kennen, diese herbeibringen und sie auf Krankheiten anwenden, woraus Gesundheit folgen kann.

Aber dieses scheint unglaublich: Zuerst aber weil diese Heilmittel Körper sind (sie sind nämlich entweder Kräuter oder Säfte oder Steine oder andererlei dergleichen), die sichtbar sind, und meist auch riechbar. Es scheint aber erstaunlich, dass sie nicht gesehen und vom Geruchssinn nicht wahrgenommen werden, sondern sogar, wenn sie eine Wunde berühren, vom Tastsinn nicht wahrgenommen werden: wenn nämlich eine Mücke unser Fleisch berührt, so spüren wir dies.

Darüber hinaus: auf welche Weise stehen jene Medikamente den Dämonen derart schnell zur Verfügung, dass sie quasi sofort von äußersten Osten in den äußersten Westen übertragen werden, oder umgekehrt? Entweder führen daher die Dämonen Salbgefäße oder Rucksäcke oder Beutel mit sich, die voll von Pflastern und Säften sind, wie es die Chirurgen und Apotheker tun; wenn es so ist, so ist es erstaunlich, dass sie von allen nicht gesehen werden, es sei denn es wird gesagt, dass die Dämonen auch unsere Sinne bezaubern.

Zum dritten: da wir durch natür-

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liche Ursachen diese Erfahrungen retten können, und es auch keine andere Begründung gibt, die uns zwingt anzunehmen, dass derlei durch Dämonen bewirkt werde: daher werden Dämonen umsonst angenommen: es ist nämlich lächerlich und völlig albern das was manifest ist und was durch natürliche Vernunft begründet werden kann beiseite zu lassen, und nach nicht-manifestem zu fragen, von dem sie uns durch keinerlei Wahrscheinlichkeit überzeugen können. Dies wird aber im Folgenden gezeigt werden, indem wir im Folgenden auf diese Gründe antworten.

Zweites Kapitel, in dem einige Zweifel inbezug auf die Ansicht des Avicenna vorgetragen werden.

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Drittes Kapitel, indem einige Annahmen zugunsten der Schule [9] der Peripatetiker gemacht werden.

Da Du aber nicht von mir erbittest, was die Religionen [10] sagen, noch was die Ansicht des Avicenna war, sondern was ich meine dass es wahrscheinlich die Ansicht des Aristoteles gewesen sei: daher, begierig Dir auf solche Weise Genugtuung zu geben, will ich, bevor wir zu einer formalen Begründung oder Lösung der Zweifel kommen, zuerst gemäß den Peripatetikern einige Annahmen vortragen, aus denen später die einzelnen Antworten zu einem jeglichen Zweifel hinreichend offensichtlich erscheinen können.

Wir nehmen daher als erstes an, dass Kräuter, Steine, Mineralien, Extrakte verschiedenster Tiere, und allgemein alles, was zur Heilkunst beiträgt, ja sogar zu fast allen menschlichen Tätigkeiten, die Körper verändert: entweder unmittelbar durch manifeste Qualitäten, die den Körper in dem sie tätig sind manifest verändern, oder die mittelbar verändern, da sie in Dämpfe verwandelt werden,

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die solcherart verändert die Körper verändern, oder dass sie bisweilen durch eine verborgene und unsichtbare Veränderung verändern.

Ein Beispiel für das erste: wie das Feuer erwärmt und das Wasser kühlt, so ähnlich tun es auch viele [Medikamente] die aus den Elementen zusammengesetzt sind, gleich ob es sich - nach dem Sprachgebrauch der Mediziner - um einfache oder um zusammengesetzte Medizinen handelt.

Ein Beispiel für das zweite: so wie Rhabarber die Cholera nicht heilt, es sei denn wenn er durch die Natürliche Wärme aktiviert und in Dämpfe umgewandelt wurde.

Ein Beispiel für das dritte: wie der Magnet Eisen anzieht: weder durch eine der Ersten Qualitäten [11] noch durch eine der Zweiten , [12] noch weil er in Dampf verwandelt würde, sondern durch eine nicht sinnlich wahrnehmbare Qualität, die unbekannt ist, wie es die tägliche Erfahrung lehrt. Und ähnlich scheint es bei fast unendlich vielen [weiteren Phänomenen]. Diese Annahme braucht keine Begründung, da sie von allen allgemein zugegeben wird.

Es wird zum zweiten angenommen, dass es von denjenigen, die auf die dritte [oben genannte] Weise bewirkt werden nicht nur eine Gattung gibt, sondern vielmehr fast unendlich viele. Denn der Magnet zieht das Eisen an, der Diamant widersteht dessen Tätigkeit, der Saphir

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bringt Geschwüre zum verschwinden [13] und heilt die Augen. Und es gibt fast unendlich viele verborgene Kräfte , [14] über die Albert der Große im Zweiten Buch über die Minerale im zweiten Traktat im Ersten, 11. und 17. Kapitel handelt, und auch an anderer Stelle vieles und verwunderliches [15] sagt. Und es sind auch viele andere aufgezählt durch Marsilio Ficino im ersten Kapitel des vierten Buchs der Theologie Platons . [16] Und wer derlei zusammengefasst untersuchen will, der lese Plinius und die Doktoren, die über Einfache Medizinen schreiben.

Als drittes wird angenommen, dass bisweilen einige Leute die Kenntniss von diesen Dingen die auf die dritte Weise wirken haben, einige Wirkungen induzieren, die die Gemeinen Menschen , [17] die sie sehen und die nicht wissen sie auf eine Ursache zurückzuführen (da derlei Ursache wirkt ohne sinnlich wahrnehmbar zu sein), glauben dass derlei entweder durch Gott geschehe, oder durch Engel, oder durch Dämonen, und der Ansicht sind, dass selbige Menschen die derlei bewirken persönliche Nähe mit Engeln oder Dämonen pflegen , [18] und dass sie sich oft mit ihnen - die derlei Menschen vieles lehren und ihnen vieles voraussagen - besprechen. Daher: wenn jemand einen Echeneis (der zur Gattung der Fische gehört) von der Länge eines halben Fußes sieht, der ein Schiff von einer Größe von zweihundert und mehr Fuß mit seiner Bewaffnung festhält,

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wird der nicht der Ansicht sein, dass dieses entweder durch Kraft [19] der Dämonen oder göttliche Kraft [20] geschehe?

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Als viertes wird angenommen, dass, wie bei Kräutern, Steinen und Tieren derlei und so verschiedene Kräfte gefunden werden, dass es nicht widersprüchlich ist, auch in der ganzen menschlichen Art ähnliche Kräfte vorzufinden, sei es dass einige an der Natur eines Krautes partizipieren, andere aber an der eines anderen, und so wird es [auch] von den übrigen [Trägern okkulter Kräfte] gesagt.

Für diese Annahme wird folgendermaßen argumentiert : [21] Es gibt nämlich den allgemeinen Konsens, von dem alle überzeugt sind, dass der Mensch ein Mittleres zwischen den Ewigen Dingen und den Erzeugbaren und Vergänglichen Dingen ist: und er wird in deren Mitte nicht nur wegen deren Ausschluss, sondern auch der Teilhabe wegen gesetzt. Desshalb wird er an allen Extremen teilhaben können: und wenn ein gewisser Mensch einem der Extreme assimiliert wird, so ein anderer einem anderen. Das selbe wird durch Erfahrung ma-

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nifestiert: Denn gemäß dem was im Zweiten und Siebten Buch der Ethik steht sind uns gewisse Tugenden und Lastern nicht durch die Natur vorgegeben; es sind aber in uns deren Samen. Daher neigen einige Menschen von Natur her einer bestimmten Tugend oder einem bestimmten Laster zu, andere aber dem entgegengesetzten oder anderen.

Desshalb wünschte Platon (und Aristoteles stimmte dem zu), dass die Kinder diejenigen Künste und Wissenschaften lernen, zu denen sie geneigt sind, da sie sonst entweder nie oder kaum [darin] geschickt würden. Daher kommt es [auch], dass wir einige [Menschen] wie Götter ansehen, andere wie Tiere, andere wie unbeseelte Dinge. Weshalb [Aristoteles] im Zweiten Buch der Ethik die heroische Tugend Menschen zuschreibt, die viel am Göttlichen teilhaben, und die Bestialität Menschen die sich in vielem den Tieren annähern. Auch die tägliche Erfahrung lehrt dies: Denn einige Menschen werden "jovial" genannt, einige "saturnin", einige "merkurisch", und so weiter, gemäß dem, was in ihren Eigenschaften mit jenen zusammenkommt. Einige werden so "Löwen", einige "Füchse", einige "Wölfe" [genannt].

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Zum fünften wird aus dem Dritten Buch von Über die Seele angenommen, dass die sinnlich wahrnehmende Seele , [22] da die Spezies von allem sinnlich wahrnehmbaren aufnimmt, auf irgendeine Weise alles sinnlich Wahrnehmbare ist, und die Intellektive Seele alles Intelligible. Daher: da alles was ist entweder sinnlich wahrnehmbar oder intelligibel ist, [und] die da die menschliche Seele beide enthält (d.h. den Sinn und den Intellekt), so wird sie [(, d.h.: die menschliche Seele)] alles sein: Es ist nämlich der Sinn in actu das selbe wie das sinnlich Wahrnehmbare in actu, und der Intellekt in actu das selbe wie das Intelligible in actu (das ganze ist aus dem Dritten Buch von Über die Seele offensichtlich).

Als sechstes wird angenommen, inwieweit auch immer der Sinn in actu dasselbe ist wie das sinnlich Wahrnehmbare in actu, er dies allein gemäß spiritualem Sein und nicht gemäß realem [Sein] ist. (Daher steht im Zweiten Buch von Über die Seele, dass ein Auge, das eine Farbe sieht, als spiritual gefärbt und nicht als real gefärbt bezeichnet wird.

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)

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Viertes Kapitel, in dem aufgrund dessen was gemäß der Peripatetiker angenommen wurde auf die vorgetragenen Zweifel geantwortet wird.

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Es gibt gewiss vieles in der Natur , [23] für das wir keinen Grund angeben können; ich bin aber der Ansicht, dass es sich bei derlei [24] eher um Täuschungen als um Wahrheiten handelt.

Dies sind, nach meiner Ansicht, die Antworten die man wahrscheinlich für die Peripatetiker geben kann.

Fünftes Kapitel, in dem Zweifel gegen das was gesagt wurde vorgetragen werden.

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Der Sechste Zweifel tritt auf inbezug auf die erste gesetzte Weise, da gemäß dieser Weise, ja auch gemäß denjenigen, die der Ansicht sind, dieses geschehe durch Kunst der Dämonen bzw. magische Kunst, auch die Nikromantik nicht weniger eine Wissenschaft wäre als die Medizin und die Naturphilosophie und die der Astrologie untergeordneten Wissenschaften: und zwar weil in derlei Künsten die Dämonen nichts anderes bewirken würden, als dass eine aktive Natursache

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auf die eigentümlichen und proportionierten Passiven angewendet würde, was das Werk der Natur ist, und zu festgelegten Zeiten und bei festgelegten Himmelszeichen, was zur Wissenschaft der Astronomie gehört.

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Jegliche Wissenschaft ist eine Vervollkommnung des Intellekts und in sich selbst gut und nützlich und ehrlich,

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Sechstes Kapitel, in auf die vorgenannten Zweifel geantwortet wird.

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Auf den sechsten [Zweifel] hin aber wird gesagt, dass wenn man von dieser magischen Weise spricht, wenn man sie denn magisch nennen kann, dass bei einer derartigen Weise zu bedenken ist : [25] nämlich die Tätigkeit die natürlich ist durch Kräuter, Steine, und anderes was zu einer solchen Tätigkeit beiträgt, und ähnlich auch zu angemessener Zeit, und mit gefordertem Engagement für eine derartige Tätigkeit: und es ist auch zu bedenken auf welche Weise von den Menschen derlei Kenntnis gewonnen wird - ob durch ihren Fleiß, so wie durch Studium oder Erfahrungen, ohne Hilfe von oben, gleich ob es sich um gute Engel handelt, oder um schlechte. Wenn wir gemäß der ersten Weise reden, so gibt es keinerlei Zweifel, dass es sich um eine wahre Wissenschaft handelt, die anwendungsbezogen ist und der Naturphilo-

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sophie und der Astrologie untergeordnet ist, wie es bei der Medizin und vielen anderen Wissenschaften der Fall ist. Und sie ist in sich selbst gut und eine Vervollkommnung des Intellekts. Und von dem, der sie hat, sagt man, dass er gemäß ihrer professionell tätig ist. Und als solche macht sie einen Menschen der selbige hat nicht zu einem schlechten Menschen. Sonst wären nämlich Gott und die Guten Engel nicht gut, da sie diese Wissenschaft auf die vollkommenste Weise haben, wie gemäß den Religionen feststeht. Wenn aber bedacht wird, wie sie von den Menschen erworben wird, so sage ich, dass falls dies durch Studium und Fleiß geschieht, oder durch Gute Engel statthat, wie es im Falle einiger heiliger Männer angenommen wird: so bleibt sie eine wahre und gute Wissenschaft und enthält gemäß dieser Überlegung weder etwas Schlechtes in sich. noch ist sie per se verboten. Wenn Menschen sie aber aufgrund der Anrufung unreiner Geister erwerben, so ist sie, insofern es um die Tätigkeiten die von natürlichen Dingen ausgehen eine wahre Wissenschaft, aber die erworbene Weise ist keine Wissenschaft, noch auf die Weise einer Wissenschaft, und ist in sich pestilent und verworfen, da es sich um manifeste Götzendienerei handeln würde, die zu den schwersten Sünden gehört, da sie der Vorschrift der ersten Tafel widerspricht . [26] Und so ist sie per se verboten, nicht aber inbezug auf die erkannte Sache, sondern

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inbezug auf die Weise der Erkenntnis bzw. auf die Weise ihres Erwerbs. Und davon spricht Augustinus im 8. Buch Vom Gemeinwesen Gottes, wie klar wird wenn man seine Worte betrachtet; und dieses verbieten die Römischen Zwölftafelgesetze; und eine wohlgeordnete Republik löscht sie unter den Menschen aus.

Ich sage jedoch, dass, möge auch die erste Kunst in sich selbst eine Wissenschaft sein, eine Vervollkommnung des Intellekts, und folglich in sich selbst gut sein, sei es auch, das sie nicht durch Anrufung von Dämonen durch irgendeinen Menschen erworben wäre, sondern auf irgendeine ehrliche Weise, so kommt bekommt und nutzt [27] es doch einer wohlgeordneten Republik, dass derlei Menschen hingerichtet werden und selbige Kunst völlig ausgerottet wird - nicht aber per se sondern per accidens.

Wenn diese nämlich rein spekulativ wäre, so wäre sie vielleicht nicht so hinauszuwerfen. Sie ist aber eine angewandte [Wissenschaft]; eine angewandte [Wissenschaft] aber ist nicht gut, es sei denn wenn mit einem rechten Begehren verbunden und der Vernunft konform ist - bloß dass diese Künste quasi immer durch die Menschen missbraucht werden. Einige nämlich wollen durch diese Künste für Götter Gehalten werden, was die größte Sünde ist. Einige aber nützen sie für unzulässige Liebschaften, für Vergewaltigungen, für Abtreibungen, und weitere schlechte Dinge, wess-

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halb, wie ich meine, gute Gesetze und Republiken derlei Künste nicht zulassen. Wenn gesagt wird, dass wo ein Mensch oder mehrere Menschen sie angemessen haben würden, und eine rechte Begier haben würden, derlei Menschen nicht zu verbieten seien, so antworte ich darauf, dass sie wenn sie gut wären sie nicht missbrauchen würden, und sie auf gute Werke anwenden würden; ich sage jedoch, dass sie sie andere nicht lehren dürften, noch auch Schriften darüber zurücklassen, da der größte Teil der Menschen sich den schlechten Begierlichkeiten [28] widmet. Daher haben die Gesetzgeber, die auf das achten, was häufig geschieht und nicht auf das was selten statthat, Gesetze gemacht haben gemäß dem was sie für viele erreichen wollten, und nicht gemäß dem was [nur] gelegentlich auftritt.

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Siebtes Kapitel, in dem einige Zweifel vorgetragen werden inbezug auf das was im vorigen Kapitel gesagt wurde.

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Achtes Kapitel, in dem auf die erwähnten Zweifel geantwortet wird.

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Neuntes Kapitel, in der Anfang eines großen Zweifels aufgrund des vorhergesagten statthat: Ob Aristoteles in Unkenntnis von Dämonen und Engeln war?.

Über das hinaus, was gesagt wurde ist mir jedoch ein großer Zweifel gekommen, den ich hoffentlich auflösen kann. Ich will ihn aber anführen, weil er insgesamt nicht völlig ohne Wissenschaft ist, und weil auch niemand wirklich etwas weiß, wenn er nicht vorher gezweifelt hat. Gemäß den Zweiten Analytiken sind die Fragen nämlich an Zahl gleich mit dem was wir wissen. Und wenn auch wir selbst nicht meinen diesem Zweifel völlig genügend antworten zu können, so glauben wir doch, dass es einige Zukünftige nach

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und [geben wird], die ihm genügender antworten werden. Die Wissenschaften werden nämlich durch Hinzufügungen, wie im Zweiten Buch der Metaphysik und am Ende des Zweiten Buchs der Ethik geschrieben wird.

Der Zweifel aber ist folgender: Da am Ende des vorigen Kapitels gesagt wurde, dass all das was angeführt wurde klar und wirksam beweist, dass es Engel und Dämonen gibt, und dass (wie es bei der Wiederauferstehung heisst) Gott immediat und von neuem handelt: aber es ist erstaunlich und monströs, dass der Philosoph, dem alle Nationen einhellig vertrauen, nämlich Aristoteles, dies nicht gesehen habe, und dies offen negiert habe: das scheint offensichtlich unglaublich, da ja sowohl die Gemeinen Leute als auch die Nichtgemeinen Leute durchweg sagen, dass diese [Argumente] beweisen, dass es Dämonen gibt; und Aristoteles scheint diesbezüglich nicht entschuldigt werden zu können, will heißen damit, dass ihm diese [Argumente] unbekannt gewesen wären, und dass er von ihnen auch keinerlei Vorstellung hatte: dies kann man nämlich kaum sagen: zuerst weil er in seiner Poetik Homer, Euripides, Pindar, Simonides, Hesiod und fast unendlich weitere Autoren erinnert, deren Bücher voll sind von Orakeln, Divinationen und was noch an derlei bleibt; auch die Geschichtswerke der Griechen, Lateiner und Barbaren erzählen von derlei. Und,

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was noch mehr Gewicht hat: Platon, bei dem - wie es die Geschichtsbücher sagen - Aristoteles zwanzig Jahre und mehr gehört hat, ist überall voll von diesen Dämonen, indem er seinem Sokrates folgt. Und alle bedeutenden Platoniker bestätigen das gleiche. Und auch Aristoteles selbst hat es nicht völlig vernachlässigt. Er spricht nämlich im Dritten Buch der Historia animalium im 20. Kapitel, wo er über die milchgebende Ziege handelt, von Orakeln und Divinationen, und im Dritten Buch der Rhetorik [29] und an verschiedenen anderen Stellen erwähnt er derlei manifest: Von Giftmischern spricht er im 6. Kapitel des selben Werkes und im zweiundzwanzigsten von Gesängen und Verzauberungen im 24. Kapitel des 8. Buches des selben Werkes : [30] von Augurien aber im 1. Kapitel des neunten Buches desselben Werkes und im 17..

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Zehntes Kapitel, indem auf den vorgetragenen Zweifel geantwortet wird.

Ich scheue reichlich, da ich versuche eine solche Sache zu behandeln, dass ich nicht die Bezeichnung als Tollkühner wünsche, und scheine mir mehr anzumaßen als ich kann. Aber meine Liebe, und die Treue, die ich schon in jungen Jahren zu Aristoteles hatte, treiben mich, dass ich diese Kleinigkeiten zu seiner Verteidigung vortrage: die auch wenn sie die Schwierigkeit nicht völlig beseitigen, doch meinen Gehorsam und meine Liebe zu ihm zeigen: und bei großen Sachen reicht es auch sie gewollt zu haben.

Ich habe mir daher hier dreierlei vorgenommen: Zunächst aber was Aristoteles dazu bewegt hat, Dämonen bzw. diese unreinen Geister zu negieren, und darüber hinaus auch jegliche unnatürliche Substanz die nicht die Himmel bewegt. Für den Augenblick übergehen wir die menschliche Seele, da diese nicht schlechthin unna-

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türlich ist.

Zum zweiten, wie Aristoteles ohne Dämonen das was erfahren wird erklären kann.

Zum dritten, was der Grund ist aus dem Aristoteles von derlei nichts sagt, oder mit wenigen Worten daran vorbeigeht.

Um also über das erste zu handeln: wir sagen, dass Aristoteles von den sinnlich wahrnehmbaren Dingen zu den nicht sinnlich wahrnehmbaren vorangegangen ist, und gesehen hat, dass man aus den sinnlich wahrnehmbaren diese unsinnlichen nicht beweisen kann, und dass sie den natürlichen Prinzipien offen widersprechen, und daher diese Dämonen kühn negiert hat. Es gab nämlich für ihn keinen Grund, der ihre Existenz aus dem was sinnlich wahrnehmbar ist bewiesen hätte, denn ihre Existenz - auch wenn sie von den Gemeinen Leuten angenommen wird - [schien ihm] der Vernunft zu widersprechen. Denn für die Existenz und die Tätigkeiten der himmlischen Körper sind [Dämonen] nicht anzunehmen, da die Intelligenzen, die die Formen dieser Körper sind, ausreichen. Vielmehr: wenn sie für die himmlischen Körper gesetzt würden, so würden sie diese hindern, so wie wenn wir einem einzigen Menschen oder einem einzigen Esel zwei Seelen geben würden, wie es die Religionen setzen, die von einer ungezählten Vielheit von Dienern Gottes sprechen, da dies weder aufgrund der sinnlichen Wahrnehmung noch durch natürliche Begründung sensibel ist. Sie werden aber angenommen wegen

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gewisser Wirkungen, die sie [die sie annehmen] in dieser unteren Welt sehen, die [auf]gezählt werden, wie etwa für Orakel, Divinationen, alle Augurien, und darüber hinaus für andere aus derlei Gattung, wie auch diejenigen, die sie annehmen bekennen. Aber diese Weise oder Notwendigkeit sie anzunehmen scheint reichlich irrational, eitel, und völlig ohne Kraft: da so von diesen Substanzen und Immateriellen gesprochen wird, als wären es Menschen: was sehr weit von der Philosophie entfernt ist. Denn Menschen sind sterblich, an Geist und Körper veränderlich, quasi inbezug auf jeden ihrer Teile in ständiger Umwandlung befindlich: und nichts davon können wir inbezug auf die immateriellen Substanzen sagen, wie aus dem Achten Buch der Physik und dem Zweiten Buch von Über den Himmel bewiesen wird. Wie nämlich können immaterielle und ewige [Substanzen] von neuem erkennen und erstreben? Wie können sie von Dingen bewegt werden? Wie können sie sich freuen und traurig sein? Und so auch in bezug auf die übrigen, die alle durch Erleiden und Vergänglichkeit begründet [31] werden. Wie können sie auch uns ansprechen, unsere Stimmen hören, unsere Werke sehen? Und die übrigen

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derartigen, die Delirien zu sein scheinen: was auch - wie auch angeführt wird -, Cassius dem Brutus gesagt habe, als Brutus selbigem Cassius über den Bösen Geist den er gesehen haben wollte erzählte. Weshalb aufgrund sowohl dessen, was wir hervorgezogen haben, als auch aufgrund vieler anderer [Argumente], die Aristoteles hier dazu vorbringen könnte, keine derartige unreinen Geister, und auch keine guten [Geister] von den Peripatetikern zugelassen werden, außer denen, die die himmlischen Körper bewegen. Und das betreffend des ersten Vorgebrachten.

Dies ist aber zu verstehen falls die Dämonen nicht als luftige Lebewesen angenommen werden, mit einem leidensfähigen und überlegensfähigen Geist, so wie sie Apuleius im Buch über den Gott des Sokrates angenommen hat: so nämlich angenommen zwingen die [vorgebrachten] Begründungen zu nichts. Aristoteles bekämpft jedoch diese Ansicht im Dritten Buch über die Seele, und die Kirche verdammt sie: denn Luzifer ist seiner Natur nach ein erstes Geschöpf, oder eines der ersten. Desshalb [gilt:] wenn die Intelligenzen unkörperlich sind, so sind es auch die Dämonen.

Aber, da die Peripatetiker das nicht zugeben: wie werden dann die Erfahrungen erklärt? Das war das, was als zweites zu erklären war. Mir scheint aber die Aussage gefahrlos [32] und nicht ohne Wahrhaftigkeit, die gewöhnlich von mehreren von denen vorgebracht wird, die diese Erfahrungen läug-

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nen: will heißen: diese seien von Menschen erfunden, wie die Fabeln des Äsop: zur Belehrung der Plebs.

[[… Oder aufgrund der Geldgier des Klerus, oder der von Scharlatanen; aber er, P., wolle dem nicht zustimmen, da man sich da täusche:]]

Es trifft aber nicht zu, dass wenn einige davon derartige [Fiktionen] sind, dann alle falsch sind; noch auch dass wenn einige der angeführten als wahr erwiesen wären, man dann annehmen müsste

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alle davon seien wahr. Beides geht aus dem selben Irrtum hervor. Es mag daher sein, dass diese Annahme [, dass derlei "Erfahrungen" Fiktionen seien], in einigen Fällen zutreffend ist, und dass man versucht ist besonders denjenigen [Erfahrungen] die von glaubwürdigen Autoritäten angeführt werden Glauben zu schenken.

Jenes aber wollen wir zuerst voranstellen, bzw., um gebräuchlicheres Vokabular zu gebrauchen: dies protestieren wir: nämlich das wie diese Lösung nicht im geringsten für wahr halten, sondern nur das sagen, was wir als unsere Aussage aufgrund der Prinzipien des Aristoteles vorbringen können. Wobei wir zuerst einiges voraussetzen werden, durch das wir auf die angeführten Erfahrungen antworten können.

Als erstes setzen wir daher voraus, dass Gott die allgemeine Ursache von allem materiellen und immateriellen ist, und so die Kräfte der Finalursache, der Wirkursache und der Exemplarursache (welche gewöhnlich auf die Formalursache zurückgeführt wird) führt. Diese Voraussetzung ist offensichtlich aus Aristoteles im Zwölften Buch der Metaphysik und dem Ersten Buch von Über den Himmel, wo gesagt wird: Vom ersten Seienden aber ist alles Seiende abgeleitet . [33] Dies aber heller, jenes jedoch dunkler. Und Gott wird als Archetyp der Welt sowohl von Aristoteles als auch von Platon vorgeschlagen, Weshalb Boethius im Dritten Buch von Über die Tröstung metrisch vorgetragen hat : [34]

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"Du leitest alles ab vom Vorbild droben, im Geist das herrliche Weltall tragend, selber am schönsten, es formend in ähnlichem Abbild." ; [35] Nachdem aber gemäß Aristoteles die Welt ewig ist, hat sie keine wahre Wirkursache, sondern eher eine Erhaltungsursache, ist diese Stelle fern von unserem Vorhaben . [36]

Als zweites wird vorausgesetzt, dass der Mensch von allem was körperlich und vergänglich ist das höchste und von allen das edelste ist: dies ist offensichtlich aus dem was fast alle Philosophen zugeben. Aristoteles sagt nämlich im Zweiten Buch der Physik "es sind nämlich wir auf gewisse Weise das Ziel von allem" und alles was materiell ist, ist vom ersten Bewirker zum Dienst am Menschen geordnet: weshalb auf natürliche Weise abgeleitet wird, dass alles was materiell ist vom Menschen abhängt: was nämlich auf ein Ziel hingeordnet ist, hängt von diesem Ziel ab, wie manifest ist.

Als drittes wird vorausgesetzt, dass so wie diejenigen, die nach dem Menschen sind, vom Menschen abhängen, so auch in der ganzen menschlichen Natur einige Menschen von anderen abhängen. Und eine Vielheit wird auf einen [einzigen Menschen] oder auf eine geringere Vielheit [von Menschen] hingeordnet. Diese Annahme ist offensichtlich aufgrund der Erfahrung und der Vernunft: Wir sehen

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nämlich überall Kaiser, Könige, Herzöge, Fürsten, Optimaten, und sonstige derartige, die herrschen und regieren: [und] aber andere, die dienen und gehorchen, und das fast allgemein überall auf der Welt. Dies scheint aber nicht ohne Grund zu sein, da der mensch ein Herdentier und ein politisches Tier ist.

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Als viertes wird angenommen, dass sich die Menschen gelegentlich gegenseitig helfen, so dass der König dem Untertanen nützlich ist und der Untertan dem Könige nützlich ist, und so auch bei all den anderen [politischen Herrschaftsverhältnissen]: Es kann der König nämlich nicht ohne Untertanen bestehen, noch auch [können's] die Unteranen ohne den König. Es ist aber auf je andere Weise der König dem Untertanen nützlich und der Untertan dem Könige, da die Abhängigkeit des Untertanen vom Herrscher und König größer ist, alks die des Königs vom Diener und Unterworfenen. Diese Annahme kann man erklären durch die Aussagen des Platon und des Aristoteles in ihren politischen Werken, wie demjenigen offensichtlich ist, der ihre Bücher untersucht.

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Es hängt das Unterworfene mehr vom Herschenden ab, als der Herrscher vom Unterworfenen. Daraus wird abgeleitet, dass Gott - der der Lenker und Erhalter von all diesen ist - größere Cura [37] in bezug auf die Könige hat, als inbezug auf die Untertanen, mehr inbezug auf die Herren als auf die Sklaven, mehr inbezug auf die Guten als auf die Schlechten, mehr inbezug auf die Gelehrten als auf die Ungelehrten: obschon er Cura und Providenz inbezug auf alle hat. Er beabsichtigt [38] nämlich das Ziel und diejenigen, die auf das Ziel hingeordnet sind, und obschon er beide

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beabsichtigt, so beabsichtigt er doch das Ziel mehr als diejenigen, die auf das Ziel hingeordnet sind, da er die auf das ziel hingeordneten wegen des Zieles beabsichtigt, und daher jegliches so und jenes mehr.

Als fünftes wird angenommen, dass, obwohl Gott Ursache von allem ist, er dennoch bei Arsitoteles nichts in dieser sublunaren Welt tut, außer vermittels der himmlischen Körper, quasi als Instrumente per se, die auch notwendig sind zur Herstellung und Erahltung der sublunaren Dinge. Diese Annahme ist offensichlich aus vielem, da Aristotels der Ansicht war, diese Ordnung sei essentialiter und per se; und dass von einem völlig Immateriellen in diesen Unteren keinerlei Wirkung hervorgehen kann, außer mittels eines Körpers, der in der Mitte zwischen Ewigem [einerseits] und Entstehbarem und Vergänglichem [andererseits angesiedelt ist], wie aus dem 8. Buch der Physik, dem Zweiten Buch von Über die Entstehung, und unendlich vielen anderen Stellen hervorgeht. Diese Annahme geht auch hervor aus dem, was wir in

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den Geschichtsbüchern lesen, ohne die es unmöglich ist, dass irgendwer in der Naturphilosophie vollkommen ist. Und wenn ich auch unendlich viel daraus hier anführen könnte, so bin ich doch mit wenigem zufrieden, auf dass wir dadurch zu anderem kommen: Nämlich das die himmlischen Körper die Ursachen all dieser Tätigkeiten sind: entweder vollständig oder teilweise, entweder zwingend oder geneigt machend.

Es antworte mir derjenige, der das Gegenteil vertritt [auf folgende Fragen]: Warum warnte der Haruspex Spuria den Gaius [Iulius] Cäsar vor Gefahr an den Iden des März? Woher hat Julius Marathus bevor Augustus Cäsar geboren wurde Senat und Volk von Rom vorhergesagt, dass die Natur bald dem Römischen Volke einen König gebären werde?

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Woher hat der Mathematiker Askletarion dem Domitian Cäsar sowohl seinen eigenen sicheren Tod, als auch den des Domitian vorhergesagt?

Ich könnte noch fast unendlich viele andere [derartige Beispiele] aus Plutarch, Livius, Justinus, Valerius Maximus und anderen gewichtigen Autoren hier anführen, über die ich still hinweggehe, aber ich habe nur diese erwähnt, das sie große Kaiser waren, inbezug auf die es, wie wir gesagt haben, größere Cura bei den Oberen gibt. Und Du wirst sicher sehen, dass diese derlei gewiss nicht ausgesagt wurden, außer aufgrund von Bewandertheit in der Astrologie, und damit Du erkennest, dass die Oberen in diesen Unteren nichts bewirken, außer vermittels der Himmlischen Körper.

Die Himmlischen Körper aber leiten nicht nur so die

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Menschen, sondern sie geben den Menschen auch manifeste Hinweise auf zukünftige Ereignisse , [39] sei's in Träumen, sei's beim Wachen gemäß der Erscheinung unterschiedlicher Figuren, wobei ich von den Träumen unendliche Beispiele aus Plutarch und unendlichen anderen Autoren anführen könnte, die ich alle beiseite lasse, und auch der verschiedenen Tätigkeiten während des Wachens, von denen viele viele Geschichtswerke berichten.

Nicht weniger als sie von den zukünftigen Dingen Zeichen in den Menschen geben, geben die Himmlischen Körper solche auch bei den Tieren, so dass sie nicht fressen; oder es gibt die Stelle bei Sueton über die Pferde Cäsars, die er als schweifend und ohne Wächter bedauerte. Es gibt sie [, d.h. solche Zeichen aufgrund der Himmlischen Körper] auch im Wasser, auch in der Luft, und im übrigen, von dem man unendlich weiterhandeln könnte: und wer sich an Geschichtswerken erfreut, der kennt das alles schon.

Und man erkennt aufgrund solcher Bewandertheit nicht nur das was zukünftig ist, sondern auch Gegenwärtiges und Vergangenes. Hieraus wird geschlossen, dass jegliche Wirkung hier in den Unteren entweder per se oder per accidens auf den Himmel [40] zurückzuführen ist, und man aufgrund von Bewandertheit betreffend der Himmlischen Körper erstaunliches und schockierendes erkennen und aussprechen kann. Deshalb hat Platon im Phaidros offen gesetzt, dass die augurische Vorhersage-

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kunst eine Wissenschaft ist, und im Timaios dass die Divinationskunst eine wahre Wissenschaft ist, auch wenn es sich um ziemlich schwierige Wissenschaften handelt. Und das gleiche sagt er an vielen anderen Orten und will, dass es in einer wohlgeordneten Republik derlei Künste und Wissenschaften gibt: und so ist diese Annahme aufgrund des Geistes der Philosophen offensichtlich.

Dieser fünften Annahme wird aber eine sechste hinzugefügt, und zwar diese: Dass es so wie Menschen gefunden werden, die Bewandertheit betreffend der Sterne, betreffend sämtlicher Augurien, betreffend der Träume, und betreffend der anderen aus derlei Gattung aufgrund von Büchern, Erfahrungen, Lehre, oder anderem derartigem haben, dass so gelegentlich [Menschen] gefunden werden, die derlei Kenntnisse durch die Götter und Himmlischen Körper ohne Übung und Mühe haben, und die erstaunliches tun: Weshalb die Gemeinen Leute, die die Ursachen der Dinge nicht kennen, glauben derlei Menschen seien Dämoniaken, oder sie seien Heilige, die so entweder aus der Mutter Bauch oder außerhalb des Mutterbauchs geboren seien: wobei sie wahrheitsgemäß sagen, dass derlei Menschen dies[e Fähigkeiten] aufgrund der Götter haben - aber vermittelt durch die Himmlischen Körper. [Diese] Annahme ist - obschon sie den Gemeinen Leuten unglaublich scheint - aber bei

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den Philosophen bekannt. Platon nämlich sagt im Menon, dass Poeten geboren werden, deren Zeichen ist, dass sie häufig nicht wissen, was sie sagen.

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Wir lassen aber die Mathematiker beiseite, denn dass der Mathematiker aus der Genitur der Menschen und aus vielem anderen was aufgrund von Bewandertheit in Astrologie erkannt wird, vieles vorherzusagen weiss, wie z.B. betreffend Regen, Trockenheiten, Fruchtbarkeit und Unfruchtbarkeit, Krieg und Frieden, Leben und Tod, und auch betreffend der menschlichen Akte insofern sie vom Körper abhängen, [und] zugestandenermaßen nicht mit Notwendigkeit, sondern aber gemäß der Geneigtheit, die, meine ich, verbietet die Religion nicht, wie aus Augustinus im Sechsten Kapitel des Fünften Buchs Vom Gemeinwesen Gottes und dem Zweiten von Über die Genesis gemäß dem Text, und im Zweiten Über die Christliche Lehre hervorgeht.

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Elftes Kapitel, in dem Zweifel gegen das was gesagt wurde vorgebracht werden: zum besseren Verständnis dessen, was gesagt wurde.

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Zwölftes Kapitel, in dem auf die vorgetragenen Zweifel geantwortet wird.

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Und weil des weiteren aufgrund der Aussage des Göttlichen Thomas gesagt wird, dass Wahrsager und Menschen derlei nicht bewirken, sondern dass es die Dämonen selbst sind, auch wenn sie für Menschen gehalten werden: So wie die Reliquien der Heilgen viele Kranken heilen, wobei es nicht im mindesten die Reliquien sind, die zur Gesundheit führen. Es gibt nämlich in den Reliquien nichts, das zur Gesundheit führen könnte: sonst würden nämlich alle Reliquien heilen, was offensichtlich falsch ist. Sondern es gibt Diener Gottes, die aufgrund der Ausrufe ihrer Fürbittenden, durch die Kraft Gottes, diese Wund-

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der tun. Deshalb ist man der Ansicht, das Reliquien heilten, obwohl sie nichts bewirken. So ist es bei den Orakeln, wo die Menschen nicht sprechen noch irgend etwas tun, sondern die Dämonen derlei tun, aufgrund der Götzendienerei, die von jenen begangen wurde, die das zu wissen begierig sind, um das sie baten.

Dazu wird gesagt, dass inbezug auf die Reliquien diese angeführte Weise der Gesundheit nicht wahr ist: sondern dass dies auf eine von zwei weiteren Weisen passieren kann: Eine Weise ist: aufgrund der Vorstellungskraft des Gläubigen: es wurde nämlich oben gesehen, und Mediziner und Philosophen wissen es, wieviel der Glauben und die Vorstellungskraft dazutun zu gesunden oder nicht zu gesunden. daher: wenn es sich um Hundeknochen handeln würde, und man inbezug auf sie derartig große und derartige Vorstellungen hätte, so würde Gesundheit nicht weniger folgen. Vielmehr werden viele Körper auf Erden verehrt, deren Seelen (gemäß der Aussage des Augustinus) in der Hölle leiden.

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Kapitel Dreizehn, in dem das gesetzt wird, was wir entschlossen glauben, wobei vieles auf Weise einer Schlussfolgerung gesetzt wird.

[[Kurzinhaltsangabe [hck]: · Zumindest einige der angeführten Phänomene sind wahr, wenn auch viele davon aus Geldgier, Ehrsucht oder anderen derlei Gründen fingiert werden. (p. 297s) · Aristoteles kennt keine Dämonen oder Engel, ohne dadurch in philosophische Schwierigkeiten zu kommen (pp. 298-300). · Auch wenn man Aristoteles außer acht lässt, so ist es nicht erforderlich zur Begründung jener Wirkungen, die gewöhnlich Dämonen zugeschrieben werden, Dämonen anzunehmen: die Bewegung der Himmelskörper reicht zur Erklärung der entsprechenden Phänomene aus. Weitere Erläuterungen. (pp. 300-310) · Die Aristotelische Theorie ist defektiv, da sie keine direkt durch Gott selbst bewirkten Wunder zulässt, so wie sie auch keine persönliche Unsterblichkeit erklären kann. (pp. 310-312). · Es geschehen Dinge in der sublunaren Welt, die nicht aufgrund der Prinzipien des Aristoteles erklärt werden können: die in der Bibel und an anderen Stellen beschriebenen Wunder. (p. 312-315) · Derlei Wunder sind jenseits der natürlichen Ordnung und können nur durch Gott geschehen; sie belegen die Überlegenheit der Christlichen Religionslehren über die Lehren der Philosophen. (p. 315-318) · Die Heilige Schrift und die Dekrete der Kirche haben in allem recht. (p. 318) · Da die Kirche sagt, dass es Dämonen und Engel gibt, und auch Aussagen dazu macht, was sie bewirken, ist das was die Kirche dazu sagt auch zu glauben. Davon abweichende philosophische Aussagen sind falsch. Dies wird inbezug auf einige solche Aussagen erläutert. (pp. 318-324)]]

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Schlussrede

Du hast daher, mein lieber Landsmann, das was m.E. die Peripatetiker zu dem was Du gefragt hast, zu sagen hätten. Du hast auch das, was der Wahrheit und der Christlichen Religion [41] entsprechend ist.

Was aber die Religion angeht: Wenn jemand etwas in diesen unseren Aussagen aufzeigt, was gegen die Heilige Katholische Kirche ist, oder ihr wenig gefällt, so widerrufe ich das völlig und unterwerfe mich demütig ihrer Korrektur.

In bezug auf das aber, was die Peripatetische Disziplin betrifft, wünsche ich das zu beachten, was Aristoteles im letzten Kapitel des Sechsten Buches der Topik inbezug auf die Konventionen anführt : [42] Bis etwas besseres als dieses erscheint: weil das was besser erscheint zuerst klar sein möge. So ist es auch meiner Ansicht nach zu halten: daß unsere Antworten solange Bestand haben mögen, bis bessere gefunden werden. Ich nämlich habe in

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dieser Materie nur einiges Wahres von anderen angenommen . [43] Es ist aber schwer zu erfinden und zu vollenden. Daher möge es ausreichen, dass ich gefunden habe, auch wenn ich nicht vollendet habe. Denn die Wissenschaften werden durch Hinzufügungen. Und wenn es Phyrnis nicht gegeben hätte, so hätte es auch einen gewissen Timotheos nicht gegeben, wie im Zweiten Buch der Metaphysik geschrieben steht.

Für alles aber sei unendlicher Dank demjenigen, der ohne Alles sein kann: nichts aber kann ohne ihn sein noch vorgestellt werden: Von dem alles ist und der nicht selbst vor irgend etwas ist: auf den alles hingeordnet ist und der selbst auf nichts geordnet ist: Er ist nämlich das Alpha und Omega, d.h. der Ursprung [44] und das Ziel. Aber vor dem Ursprung ist nichts; nach dem Ziel gibt es kein Ziel: Er der Gott ist: hochgelobt in Ewigkeit.

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Damit ist diese unsere Nachtarbeit zuende gebracht, die man "Über die Verzauberungen" nennen kann, [und zwar] durch mich, Petrus, den Sohn des Giovanni Niccolò Pomponazzi aus Mantua, in der hochglücklichen Bologneser Universität, in der Kapelle des Heilgen Barbatianus, am 16. August 1520, im achten Jahr des Pontifikats Leos des Zehnten.

SCHLUSS.





Fußnoten


[1] pp. 1-5 der Opera findet sich ein (im Olms'schen Reprint nicht enthaltener) Brief an einen dort nicht näher bestimmten excellentissimus medicus physicus Mantuanus compater suus, datiert vom 24. Juli 1520. Dieser Brief berichtet, dieser nicht näher bestimmte Mantuaner Arzt habe an Pomponazzi geschrieben über zwei Buben, von denen der eine an Scharlach erkrankt sei, der andere Verbrennungen erlitten habe, und die beide durch jemanden geheilt worden seien, der allein durch Worte und Gesänge heilte; der Addressat habe zudem geschrieben über einen anderen (Knaben?) der von einem Eisenstück durchdrungen worden war, dass niemand durch medizinische Kunst entfernen konnte, welches aber von selbigem Heiler auf gleiche Weise entfernt worden sei; und über weiteres wunderliches. Derlei sei dem Addressaten als jenseits der natürlichen Ordnung erschienen, er habe gefragt was die Peripatetiker dazu sagen könnten, und habe, da die drei "leges" (d.h. Christentum, Judentum und Islam) Dämonen eingeführt haben, derlei auf Dämonen zurückgeführt. Etc.. (Der Brief ist zum Verständnis von De incantationibus durchaus nützliche Lektüre.) Der Addressat wird wie gesagt im Brief nicht genannt. Aber p. 70 steht zu lesen " … quod quemadmodum diximus in nostra de actione specierum, quæstione, annexa illi de reactione & tuo nomini dicata". Es handelt sich um jenen Text, der in der Venedig 1525er Ausgabe der "Tractatus acusissimi, utillimi, & mere peripatetici" mit "De actione reali" überschrieben ist (" Quæstio an actio realis immediate fieri potest per species spirituales"); zwischen " De reactione" und " De actione reali" findet sich (f. 37v) in der erwähnten Ausgabe ein entsprechender Brief an den Philosophen und Mediziner Lodovico Paniza (= Ludovico Panizza) aus Mantua, datiert Bologna, 12. August 1515: so dass die Identität der Person, an die Pomponazzis De incantationibus gerichtet ist geklärt ist.
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[2] tutior
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[3] leges
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[4] ut salvemus multa experimenta
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[5] singularia
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[6] Arist. Metaph. I,1: 981a16s
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[7] communicatio
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[8] ut communis via videtur asserere
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[9] via
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[10] leges
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[11] warm, kalt, trocken, feucht.
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[12] gemeint wohl die restlichen sinnlich wahrnehmbaren Qualitäten (z.B.: hell, hart, rosenduftend, glockentönig, salzig ...).
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[13] cf. Plinius, Hist. nat. XXXIII, lviii (164): " Cærulei ... vis in medicina, ut purget ulcera".
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[14] virtutes occultæ
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[15] mirabilia
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[16] [sic!]
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[17] vulgares
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[18] habere familiaritatem cum angelis vel cum dæmonibus
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[19] vis
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[20] virtus
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[21] persuadetur
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[22] anima sensitiva (im folgenden als "Sensitive Seele" übersetzt ("Intellektive Seele" analog)).
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[23] naturalia
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[24] direkt vorher behandelt: Verwendung von Achat zur Prüfung von Jungfräulichkeit, Verwendung von Magneten um Ehebruch zu Erkennen, Einhörner die bei Jungfrauen Zuflucht suchen … .
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[25] Pomponazzis Stil scheint hier durchaus unelegant; ich versuche das etwas schwierige Fortscheiten des Gedankens in der Übersetzung wiederzugeben.
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[26] " Du sollst keine anderen Götter neben mir haben... ."
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[27] decet … et expedit
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[28] cupiditates
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[29] Die folgenden Stellenangaben sind mir unklar … .
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[30] ??? Kapitel- und Buchzahlen passen nicht auf die Retorik, der Inhalt soweit ich sehe auch nicht ... .
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[31] argumentantur
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[32] Bin mir hier in der Interpretation von Pomponazzis doppelten Negationen nicht sicher. Satz beginnt: " mihi autem non videtur tutum neques sine verecundia dictum …"
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[33] Zusammenfassung zu De cúlo 1.9 (am Schluss, zur Dauer)?
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[34] De cons. phil. III, metrum 9, 6-8
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[35] Übersetzung durch Karl Büchner: Boethius: Trost der Philosophie, Leipzig [Dieterich] o.J. [1935 oder später], p. 74.
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[36] P.s Gedankengang wird mir durch den Einschub des Boethius-Zitats nicht unbedingt klarer … .
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[37] Sorge, Sorgfältigkeit, Sichkümmern, Bedenken, ... . Ich hab's unübersetzt gelassen, da ich mich für keine der Optionen enscheiden wollte (da mir keine auf den Gott und Ersten Beweger des Aristoteles zu passen scheint).
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[38] intendens
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[39] indicia futororum eventuum
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[40] cúlum: der materielle Himmel, nicht derjenige dessen Pförtner der Hl. Petrus ist ... .
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[41] religio
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[42] Es geht wohl um die Stelle, wo Asristoteles sagt, man möge analog zum Verfahren bei Gesetzesänderungen besseres vorschlagen zum Ersatz dessen was schlechter ist.
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[43] ??? Weiss nicht, ob ich P. hier richtig verstanden habe: " Ego enim in hac materia verius nihil quuam aliquid ab aliis accepi."
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[44] principium
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