There is a new project (directed by Michael
Stolberg) collecting virtually and cataloguing letters by early modern German (sensu largo) medics. The result will be a database available online. See the press release at
http://idw-online.de/pages/de/news285456 .
From this:
Quote:Frühneuzeitliche Ärztebriefe sind für die Geschichtsforschung im Allgemeinen und für die Medizin- und Wissenschaftsgeschichte im Besonderen von hohem Wert. In der Frühen Neuzeit gab es keine Fachzeitschriften, Briefe waren daher ein wichtiges Medium, um neue medizinische Erkenntnisse zu veröffentlichen, zu diskutieren und weiter zu verbreiten. Die überlieferten Briefe erlauben es uns heute, die Entstehung und Verbreitung neuer Theorien und Praktiken und die Reaktionen darauf zu verfolgen. Zugleich sind sie von großem Interesse für die Sozial- und Kulturgeschichte, denn sie geben Auskunft über die alltägliche medizinische Praxis, berufliche Herausforderungen und Schwierigkeiten, Auseinandersetzungen mit städtischen oder höfischen Brotgebern, das Verhältnis von Ärzten zu Patienten, Mäzenen und Konkurrenten u.v.m. Indem sie über Tagesablauf und Haushaltsorganisation, das Verhältnis zu Ehefrau und Kindern, die eigene Gesundheit oder auch über religiöse und politische Auseinandersetzungen berichten, eröffnen die Ärzte in ihren Briefen zudem wertvolle Einblicke in die Lebenswelt der zeitgenössischen Gelehrten und der bürgerlichen Schichten insgesamt.
Michael Stolberg, Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg, hat die Förderung dieses Projektes bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften beantragt und übernimmt auch die Projektleitung. Gemeinsam mit weiteren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wird er in den kommenden 15 Jahren in Würzburg die zahlreichen Korrespondenzen von Ärzten des deutschen Sprachraums, die in den Bibliotheken und Archiven des In- und Auslandes überliefert sind, erstmals systematisch erfassen und in einer kostenlos zugänglichen Internet-Datenbank verzeichnen. Die Briefe werden mit einer Zusammenfassung und Schlagworten versehen sowie nach Möglichkeit durch Digitalisate der Originalbriefe ergänzt. Dieser stetig wachsende virtuelle Gesamtbestand soll es Forschern aus dem gesamten geisteswissenschaftlichen Spektrum erlauben, im Rahmen ihrer jeweiligen Fragestellung auch gezielt nach Briefen zu suchen, in denen bestimmte Themen, Werke, Theorien, Personen oder Orte zur Sprache kommen.
Additional keywords:
De re epistolaria, correspondentiae