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Web4Ren Forum (W4RF): Many sorts of information of potential relevance to those interested in Renaissance Intellectual History
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Munich 2014-03: intellectual history spoilsports (Read 1551 times)
hck
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Munich 2014-03: intellectual history spoilsports
28.11.2013 at 16:43:52
 
CFP for a Munich 2014-03-14/15 graduate conference: "Spielverderber der Geistesgeschichte" :
Quote:


Sehr geehrte Damen und Herren,



Um Promovierenden aus dem Bereich der Intellectual History in Mittelalter und Früher Neuzeit eine Gelegenheit zur fächerübergreifenden Vernetzung sowie zu einer Präsentation ihrer ersten eigenständigen Arbeitsergebnisse zu bieten, laden wir, Andreas Fischer, Leo Maier und Annika Willer, Doktoranden des Seminars für Geistesgeschichte und Philosophie der Renaissance an der Ludwig-Maximilians-Universität München, mit Unterstützung von Prof. Dr. Thomas Ricklin zu einem Doktoranden-Symposion ein.

Unter dem Titel „Spielverderber der Geistesgeschichte“ wollen wir vom 14.03. bis zum 15.03.2014 NachwuchswissenschaftlerInnen verschiedenster Fachrichtungen, die unterschiedlichen methodischen Perspektiven verpflichtet sind, mit der hermeneutischen Metapher „Spielverderber“ konfrontieren und deren Potential für unsere Arbeiten und die gemeinsame Diskussion erproben.



Zugrunde legen wir dabei Johan Huizingas klassische Definition des Spielverderbers: Während der Falschspieler die Regeln scheinbar akzeptiert, negiert der Spielverderber in aller Offenheit die Spielregeln selbst. Das heißt aber nicht zwingend, dass er sich damit automatisch isoliert: „Es kann aber sein, daß diese Spielverderber ihrerseits nun sogleich wieder eine neue Gemeinschaft mit einer neuen Spielregel bilden. Gerade der Geächtete, der Revolutionär, (...) ist außerordentlich stark im Gruppenbilden (...).“ (Huizinga: Homo Ludens 201122, 20f.)

Philosophen und Wissenschaftler des Mittelalters und der Frühen Neuzeit haben sich in diesem Sinne Regeln widersetzt und Spiele verdorben: Sie üben Kritik, entziehen sich Konventionen, durchbrechen diskursive Regeln und stellen andere auf. So etablieren sie mitunter neue Maßstäbe – oder scheitern kolossal. Auf dem Symposion wollen wir uns mit historischen Zeugnissen dieser „Spielverderber“ beschäftigen. Die hermeneutische Metapher „Spielverderber“ soll uns nicht zuletzt dazu veranlassen, unsere Themen jenseits fachspezifischer Institutionalisierung der interdisziplinären Auseinandersetzung zu öffnen.

Die hermeneutische Metapher des Spielverderbers ermöglicht es, Fragen zu Diskursen, gesellschaftlichen Regeln und Mechanismen der Veränderung in den Blick zu nehmen: Was ist das Spielfeld? Wer sind die Spieler? Was sind die Spielregeln und wer bestimmt sie? Wie werden Regeln gebrochen und was folgt daraus? Wer macht den Spielverderber zum Spielverderber? Und last but not least, gibt es sie überhaupt, diese Spiele oder vollziehen sich die in den Blick genommenen Innovationen in einem anderen Modus?



Das Symposion richtet sich an DoktorandInnen und andere Interessierte historischer, philologischer und systematischer Fachbereiche mit Interessenschwerpunkt Mittelalter und Früher Neuzeit. Es soll Raum für die Vorstellung von ersten eigenen Forschungsergebnissen und insbesondere Vernetzung im Bereich der Intellectual History bieten. Besonderen Wert legen wir dabei auf die gemeinsame Diskussion der Vorträge.



Vorschläge für Präsentationen mit einer kurzen Darstellung zur Person bitten wir bis zum 15.01.2014 an robert.maier@campus.lmu.de zu senden. Ein Tagungsband ist angedacht.



Mit besten Grüßen



Andreas Fischer, Leo Maier und Annika Willer

 


 
via 600bis1600
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for contact information etc. concerning hck (Heinrich C. Kuhn): see http://www.phil-hum-ren.uni-muenchen.de/php/Kuhn/
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