betr.: eJournals


Stand: 23. April 1997, Autor: Heinrich C. Kuhn


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Allgemeine Informationen und Überlegungen zu elektronischen Zeitschriften

Elektronische Zeitschriften waren eine zeitlang primär auf eMail-Listen (Listserver-Listen) und auf Produkte auf CD-ROM beschränkt. (1) Doch nun gibt es durchaus ernstzunehmende derartige Publikationen auch im World Wide Web.

HTML (2) ermöglicht es Anwendern hier auch ohne Einschaltung eines Verlages durchaus ansprechende elektronische Zeitschriften, auch mit Fußnoten (3) und Grafiken herzustellen, die, so dies gewünscht wird, allen Interessierten im Internet kostenlos zur Verfügung stehen, wodurch sich der Leserkreis (nicht mehr durch Abonnementskosten und Wartezeiten und Kosten für Fernleihe eingeschränkt) deutlich vergrößern kann. Hinzu kommen weitere Möglichkeiten, die es erlauben, Publikationstypen zu entwickel, die "auf der Papierseite" ohne Äquivalent sind. (4)

Aber: Wissenschaftliche Veröffentlichungen dienen nicht nur der Verbreitung neuer Erkenntnisse, sonder auch der Beförderung der Karriere des Veröffentlichenden. Solange Veröffentlichungen in eJournals (gleich ob "peer reviewed" oder nicht) für weniger karrierefördernd gehalten werden, als Veröffentlichungen in "papiergebundenen" Zeitschriften, solange werden eJournals wohl nur einen relativ geringen Teil des Zeitschriftenangebots ausmachen.

Da sich aber die Einstellung zu eJournals langsam zu ändern scheint, gibt es zunehmend derartige elektronische Zeitschriften, die Artikel bringen, die hinter denen von konventionell gedruckten Zeitschriften nicht zurückstehen. Da die Erfassung der Artikel von eJournals in Referatewerken noch etwas "hinterherhinkt" kann es für Bibliothekare in Spezialbibliotheken vermutlich durchaus sinnvoll sein, Ihren Nutzern Verweise auf elektronische Zeitschriften des jeweilgen Spezialgebiets zur Verfügung zu stellen - falls es derlei Zeitschriften auf dem jeweiligen Spezialgebiet gibt. (5)

Die Frage, wie (wissenschaftliche und andere) elektronische Publikationen - sowohl solche in eJournals, als auch solche außerhalb von derartigem - adäquat indexiert und katalogisiert werden können, ist nach wie vor nicht befriedigend gelöst. (5-1) Es kann sein, daß ein Teil einer Lösung dieses Problems in der Einbeziehung der Autoren in den Vorgang der Indizierung bzw. Katalogisierung liegen wird. (5-2) Die große Intensität der derzeitigen Diskussion auf diesem Gebiet läßt erkennen, daß das Problem als wichtiges identifiziert wurde und läßt hoffen, daß sich bald brauchbare Lösungen finden werden. Dazu, wie eine solche Lösung aussehen können habe ich auf der 20. Jahrestagung der Gesellschaft für Klassifikation am 7. März 1996 und in einem "Proposal" and die HTML-Workinggroup (ebenfalls im März 1996) Vorschläge gemacht. (Für [weitere] Rückmeldungen dazu wäre ich

dankbar!)

Das Problem der Archivierung elektronischer Zeitschriften scheint derzeit weder auf Bibliotheksseite, noch auf Herausgeberseite befriedigend gelöst. In Anbetracht des derzeitigen Risikos, daß eine elektronische Zeitschrift mit dem Verschwinden ihres "Heimatservers" unerreichbar wird, empfiehlt es sich, alle "Ausgaben" einer elektronischen Zeitschrift, an der in der eigenen Bibliothek Interesse besteht, lokal zu archivieren. Gegebenenfalls sollten hierzu die Urheberrechtsinhaber konsultiert werden. (6)

Vertreter von Verlagen sprechen gelegentlich davon, daß bei ejournals die Frage der Sicherung von Prioritäten bei der Veröffentlichung ungelöst sei. Ich kenne aber keine Argumente dafür, daß hier irgendein wesentlicher Unterschied zu papiergebundenen Zeitschriften liegen müßte. (7) Doch ich bin durchaus der Ansicht, daß in der Archivierung elektronischer Zeitschriften auch zum Zweck der Prioritätssicherung eine künftige Aufgabe wissenschaftlicher Verlage liegen könnte - wenn sich nicht die BIbliotheken bereits vorher dieser Aufgabe annehmen.

Literaturhinweise

Der Vortrag von Vivienne Monty: " Electronic Journals: New Publishing Paradigm " (gehalten am 10. Januar 1996 bei der Meckler Online Conference) bietet Ausführungen zur Geschichte der eJournals, und Überlegungen zu solchen im Kontext der wissenschaftlichen Kommunikation. M.E. sehr vernünftig und lesenswert!

Susan E. Rathie hat in ihrem Text "Electronic journals and peer review. Perils and promises." sehr lesenswerte Ausführungen zu elektronischen und konventionellen Zeitschriften, Problemen im Kontext des peer reviewing und anderem vorgelegt, zusammen mit einem nützlichen Literaturverzeichnis zum Thema. Dies einer der bemerkenswertestee Beiträge, auf die ich bislang zum Thema eJournals gestoßen bin!

Lizbeth Langston: "Scholarly communication and electronic publication: Implications for research, advancement, and promotion" . (Vortrag gehalten 26. April 1996): Sehr lesenswert; gute theoretische und praxisorientierte Überlegungen zu Auswirkungen elektronischer Veröffentlichungen auf Prestige, Karriere, Wissenschaftsentwicklung heute und morgen; gute Hinweise auf weiterführende Literatur und gute Zusammenfassungen dazu.

Das Paper von Stephan P. Harter & Hak Joon Kim: "Electronic journals and scholarly communication: A citation and reference study" (für das Treffen der American Society for Information Science im Mai 1996) gibt (nach einer Einführung) statistische Informationen über refereed und peer reviewed eJournals und die Zitationen darin. Einzelpublikationen außerhalb von eJournals werden nicht berücksichtigt. Die Daten sind durchaus interessant, insbesondere was den hohen Anteil zitierter eRessourcen betrifft, die nicht mehr zugreifbar sind. Das Problem der Archivierung wird (oder wurde zumindest in der Anfang April 1996 gesehenen) Version nicht angesprochen, stellt sich aber nach Kenntnis dieser Zahlen durchaus nicht notwendig unverschärft.

Vom selben Autor: Stephen P. Harter: ",The Impact of Electronic Journals on Scholarly Communication: A Citation Analysis." (in: "The Public-Access Computer System Review 7, no. 5 (1996)"): Studie die durch Auswertung der ISI-Indices untersucht welche Spuren 39 schon seit längerem publizierte eJournals (konventionelle wie andere) in diesen Indices hinterlassen haben. Die Studie setzt ausschließlich diese Indices ein und läßt die Möglichkeit für viele eJournals die tatsächliche Gesamt-Zahl der Zitationen (wenn auch nicht vollständig und nicht höchstaktuell) zu ermitteln außer acht. Unausgesprochene Grundannahme ist, daß auch für eJournals ISI-Indices das einzig geeignete Instrument seien, um den "Impact" (im losen Wortsinn!) zu bestimmen. Abgesehen von den bekannten Problemen die die Nutzung der ISI-Indices für Aussagen über vieles Geisteswissenschaftliches mit sich bringen bleibt auch die Möglichkeit eigener elektronischer Zitationsgemeinschaften für elektronische Publikationen ununtersucht (und auf Basis der ISI-Indices auch ununtersuchbar, da diese kaum ePublikationen auswerten). § Die Zusammenfassung des Autors beginnt: "The citation data reported in this study show that the great majority of scholarly, peer-reviewed e-journals have had essentially no impact on scholarly communication in their respective fields. Only eight of the 39 e-journals studied have been cited ten or more times over their lifetimes." Dann aber auch kurz danach: " Based on these findings, I conclude that the Online Journal of Current Clinical Trials, The Public-Access Computer Systems Review, and Psycoloquy all show great promise of becoming one of the top journals in their respective fields. However, all are publishing far fewer articles in a given year than most other journals in their disciplines. Thus, while their high impact factors for a typical article show great promise, the overall scholarly impact of these e-journals on their disciplines is not great. Indeed, they cannot have a major impact until they publish many more articles annually than they presently do, while maintaining the present overall high quality of their articles. More authors will need to view e- journals as legitimate publication vehicles before e-journals can assume a significant role in the scholarly communication process. " § Trotz der erwähnten methodischen Einschränkungen eine lesenswerte Studie. Wichtig mindestens als Versuch konventionelle Methoden für die Untersuchung von zum Teil unkonventionellen Veröffentlichungen einzusetzen.

Das Paper von Andrew M. Odlyzko: " Tragic loss or good riddance? The impeding demise of traditional scholarly journals " (Stand September 1994) untersucht die Zukunft der Weisen wissenschaftlicher Kommunikation vor dem Hindergrund der Kommunikationskultur der Mathematik. Es enthält gute Beobachtungen zu einigen Aspekten des peer reviewing wie es heute durgeführt wurde und in der Vergangenheit durchgeführt wurde, zum Rezeptions- und Ziteirungsverhalten in bezug auf Preprints, Überlegungen zur Zukunft mathematischer Veröffentlichungspraxis, von Verlagen und Bibliotheken, sowie eine gute und nützliche Bibliographie. Lektüre lohnt sich. [Dank an Dr. Gaßmann für seinen Hinweis auf eine andere Version dieses Papers!]

Das Paper von Steve Hitchcock & al.: " A survey of STM online journals 1990-95: the calm before the storm " bietet zwar nicht die notwendig richtige Beantwortung aller auch nur möglichen Fragen zu eJournals, aber es ist zweifelsohne ebenfalls sehr lesenswert (Das Paper konzentiert sich, wie der Titel sagt, auf eJournals aus dem Bereich Naturwissenschaften, Technik, Medizin; es gibt ein Schwergewicht des Interesses auf "kommerziellen" bzw. kostenträchtigen eJournals [aber ohne die "nichtkommerziellen" bzw. kostenlosen völlig außer acht zu lassen]; ich bin mir nicht sicher, ob die von den Autoren gegebenen Daten [und auch die sonstige gegenwärtige Situation] die Vermutungen der Autoren einer zukünftigen sehr weitgehenden Kostenträchtigkeit von eJournals wirklich vollständig tragen.) Das Paper hat (u.a.) gute Überlegungen zur Gestaltung von eJournals und gute Links zu Beispielen und Hinweise auf weiterführende Literatur - und sehr interessantes zum Kontext der unterschiedlichen Diskussions- und Informationskulturen unterschiedlicher Fächer. Obwohl ich nicht von allen Teilen des Textes völlig überzeugt bin, rate ich sehr zur Lektüre.

Von Graham Black gibt es ein sehr lesenswertes Paper aus dem 1. Quartal 1996 mit dem Titel "Future Models for Serials", das beim Autor angefordert werden kann .

Eine sehr nützliche Bibliographie (zu gedrucktem und elektronischem Material) gibt:
Charles W. Bailey Jr.: "Network-Based Electronic Publishing of Scholarly Works: A Selective Bibliography." (=The Public-Access Computer Systems Review 6, no. 1 (1995). (Version 25: 9/16/96))

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Zudem, neuer gefunden:



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Besonders gelungene eJournals

Hier wird versucht besonders gelungene Beispiele vorzustellen. Für Hinweise was ich hier aufführen sollte, bin ich natürlich stets dankbar!



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Sonstige eJournals

Hier habe ich ein paar eJournals zusammengestellt, die mir aus dem einen oder anderen Grunde von besonderem Interesse zu sein schienen, ohne daß ich ihnen unbedingt eine Vorbildfunktion zuerkennen wollte (kann ohne weiteres an meinem schlechten "Geschmack" in derlei liegen). Auch für die Aufstellung hier gilt: Wenn Sie weitere eJournals kennen, von denen Sie meinen, daß Sie in diese Übersicht hier gehören: Bitte lassen Sie es mich wissen: Ich nehme sie dann gerne (mit einem dankenden Hinweis auf Sie) auf.

Nota bene:
Es ist nicht der Zweck dieser Liste hier, ein Gesamtverzeichnis elektronischer Zeitschriften zu bieten: Sie soll nur Beispiele für verschiedene Arten davon geben.



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Verzeichnisse von eJournals

Im folgenden einige Links auf Verzeichnisse von eJournals. Für Hinweise auf weitere derartige Aufstellungen wäre ich sehr dankbar, und würtde sie gerne (mit Nennung der Person, von der ich den Tip habe), hier aufnehmen.

" Ejournal SiteGuide: a metaSource " von Joseph Jones
geordnete Links zu über 30 Sites, die eJournals (ver-)sammeln bzw. Listen von eJournals bieten (darunter Listen von peer reviewed eJournals).
"peer reviewed and other"
Sehr gute Aufstellung elektronischer Zeitschriften, in peer reviewed journals und andere geteilt. [N.b.: Soweit erkennbar ist bei http://www.4mesa.com/4mesa/weblist/peer.html nur noch ein (automatisches) Link auf eine Resource bei www.edoc.com vorhanden; worauf dieses Link genau verweist war am 19. Januar 1996 von koekuhn.mpg-gv.mpg.de aus nicht feststellbar ("connection timed out").]
The World-Wide Web Virtual Library: Electronic Journals
Liste von Zugängen zu diversen elektronischen Publikationen.
academic publishers
Elektronische Veröffentlichungen von Universitäten und ähnlichem.
eJournals in Gopher
Liste Zugängen zu "gophertauglichen" elektronischen Veröffentlichungen.
Physics: Preprint archives & Publishers & Books & Journals
Zugänge zu verschiedensten elektronischen Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Physik.



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Fußnoten

1
Es gibt z.B. derartige Veröffentlichungen von Springer . <Zurück zum Text>

2
HTML: Hypertext Markup Language. Wenn Sie nähere Informationen dazu benötigen, so können Sie die inzwischen durchaus vorhandene Literatur zu HTML, konsultieren, oder die "ursprüngliche" Spezifikation von HTML , oder eine der anderen Spezifikationen von HTML , oder Sie können einen Kurs besuchen (die Internet-Einführungen der Generalverwaltung der Max-Planck-Gesellschaft für Bibliothekarinnen und Bibliothekare der Max-Planck-Gesellschaft z.B. enthalten auch eine Einführung in HTML). <Zurück zum Text>

3
Wie man in HTML-Dokumenten mit Fußnoten umgehen kann, zeigt dieses Dokument hier. Es steht zu erwarten, daß in näherer Zukunft mit neueren HTML-Versionen noch bessere, Schönere Lösungen kommen werden, bei denen es z.B. möglich sein wird, Fußnoten in einem eigenen Fenster zu sehen. <Zurück zum Text>

4
Zum Versuch selbsteröffentlichte elektronische Zeitschriften als Reaktion auf die Kostensteigerungen bei "kommerziellen" Zeitschriften einzusetzen siehe die Empfehlungen in Ross Atkinsons Bericht für Cornell University vom 16. November 1995. <Zurück zum Text>

5
Es gibt verschiedene Sucheinstiege fürs Internet, mit denen sich überprüfen läßt, ob es derlei Publikationen auf einem Gebiet gibt. Besonders günstig dürften hier "spezifische" Sucheinstiege , die nach Fächern geordnet sind, sein. <Zurück zum Text>

5-1
Es ist zwar möglich mit Hilfe verschiedenster SearchEngines nach Begriffen, Überschriften und Links in Dokumenten zu suchen, doch stehen nach wie vor keine Nachweisinstrumente für Internet-Resourcen zur Verfügung, deren Potential sich wirklich mit dem der "klassischen" mehr oder minder fachspezifischen Datenbanken wie etwa Medline, Biosis Previews, INSPEC, Chemical Abstracts so wie sie heute unter guten Rechercheoberflächen angeboten werden messen könnte. Unterschiedliche Virtual Libraries, ClearingHouses und dergleichen versuchen thematisch geordnete und kommentierte Übersichten zu Quellen zu einzelnen Fachgebieten zu geben, doch steht zu befürchten, daß es mit dem Anwachsen der Zahl der relevanten Internet-Resourcen entweder zu einer beträchtlichen "Zersplitterung" oder zu merklichen Lücken derartiger Nachweisinstrumente kommen wird - oder zu beidem. Es gibt Versuche Internet-Resourcen bibliothekarisch zu katalogiseren, doch ist es möglich daran zu zweifeln, ob dies ein auf Dauer gangbarer Weg ist, da die meisten Bibliotheken schon jetzt nicht in der Lage sind, wenigstens die gedruckten unselbständigen Werke (vulgo Aufsätze) zu erschließen, zudem sich die Sacherschließungsinstrumente (Klassifikationen, Schlagwortsysteme ...) der Bibliotheken schon jetzt recht beträchtlich voneinander unterscheiden, und zudem der Aufwand an menschlicher Zeit, der für ein einzelnes Katalogisat für formale Erfassung und sachliche Erschließung zu leisten ist nicht unterschätzt werden sollte.
Von Sachgebiet IIb3 der Generalverwaltung der Max-Planck-Gesellschaft wurden mehrere Resourcen zu Werkzeugen mit deren Hilfe man Internet- Resourcen finden kann erstellt ( erste Resource (Allgemeines und Grundlegendes, aber nicht sehr up-to-date) , zweite Resource (spezieller, thematisch geordnet, aber nicht völlig up-to-date) , dritte Resource (aktuell, aber nicht thematisch geordnet) ). Ein Teil der Links in diesen Resourcen verweist auf SearchEngines, Virtual Libraries, und Zusammentellungen von derlei. <Zurück zum Text>

5-2
Ob die derzeit diskutierten URCs (Uniform Resource Characteristics) oder der Meta-Tag von HTML 3 wirklich geeignete Instumente zur Lösung dieser Probelme sind, kann m.E. bezweifelt werden: URCs sehen (zumindest nach der Ankündigung vom Stuart Weibel 1995) nur Kategorien aus dem Bereich der formalen Erfassung, nicht solche aus dem Bereich der inhaltlichen Erschließung vor, und das Keywords-Element des META- Tag ercheint als nicht differenziert genug um den Anforderungen an effiziente fachspezifische Indexierung zu genügen. <Zurück zum Text>

6
Die derzeit häufigste Situation scheint die folgende zu sein: Alle Rechte an einem Artikel bleiben bei den Autoren. Diese ermächtigen den Herausgeber des ejournals, ihren Text über sein journal zur Verfügung zu stellen, und alle weiteren Interessenten, sich kostenlose Kopien anzufertigen, solange diese nicht "kommerziellen" Interessen dienen. <Zurück zum Text>

7
Das Vertrauen, das man in den Eingangsvermerk eines Herausgebers haben kann, scheint davon unabhängig, ob er das eingegangene Manuskript auf Papier, oder in elektronischer Form veröffentlicht. Der Zeitpunkt der eigentlichen Veröffentlichung eines Artikels kann durch gleichzeitigen Versand einer eMail an alle Interessenten für die Zeitschrift bestimmt werden, da diese eMail zu mindestens so ähnlichen Zeitpunkten bei den Empfängern eingehen wird, wie gedruckte Zeitschriftenhefte. Vor nachträglichen "Manipulationen" an Artikeln sichern das große Risiko der Manipulierenden, daß die Manipulation von Lesern, die sich die "ursprüngliche" Version des Artikels lokal kopiert haben, entdeckt wird, und zudem alle etwaigen "Archivserver", auf denen der Text des eJournals auch noch liegt - sofern der Betreiber des Archivservers, wie er es tun sollte, die Artikel nicht einfach vom "Heimatserver" automatisch spiegelt, sondern nur einmal, bei Erscheinen, auf den Archivserver kopiert. (Zur Bedeutung der Archivierung siehe auch weiter oben . <Zurück zum Text>



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