eJournals, Suchmaschinen und die Katalogisierung des WWW


Diskussion auf der GfKl-Tagung

Stand: 15. März 1996, Autor: Heinrich C. Kuhn


Dies hier ist der Versuch, die Diskussion zu meinem Vortrag " eJournals, Suchmaschinen und die Katalogisierung des WWW ", die anschließend an diesen Vortrag auf der 20. Jahrestagung der Gesellschaft für Klassifikation am 7. März 1996 in Freiburg stattfand, zusammenzufassen. Die Zusammenfassung erfolgt aus dem Gedächtnis; für Ergänzungen und Korrekturen bin ich jederzeit sehr dankbar, und werde sie gegebenenfalls (mit Namensnennung versteht sich!) hier "sichtbar" machen.

Hier nun das, an was ich mich an Fragen und Antworten erinnere:

Ist das, was hier vorgeschlagen wird nicht schon durch AliWeb verwirklicht?
Nicht in solcher Differenziertheit und Strukturiertheit wie sie von der von mir vorschschlagenen Lösung geboten wird.

Es ist zu bezweifeln, ob Autoren die Fachklassiikation gut genug kennen. Sollte derlei Fachklassifikation nicht besser weiterhin über Fachleute erledigt werden, da Autoren zur Vergabe klassifikationsfremder "author's keywords" tendieren?
Die Kenntnisse der Fachklassifikationen durch die Wissenschaftler sind (soweit der jeweils eigene engere Forschungsbereich der Wissenschaftler betroffen ist) meiner Erfahrung nach häufig erstaunlich gut. Ansonsten: Ich halte die Frage für eine gute Anregung, den Autoren zu raten in allen Zweifels- und Unsicherheitsfällen, die die Fachklassifikationen betreffen, die Informationsvermittlungsstellen zu Rate zu ziehen.

Wird im Vortrag genug zwischen"Information" und "Wissen" (wobei letzteres etwas ist, das beim Endnutzer angesiedelt ist) unterschieden?
Daß "Wissen" etwas ist, das sich im Kopf bzw. Geist von Menschen befindet ist auch meine Ansicht. Soweit ich sehe verwende ich die Termini entsprechend meinen Intentionen.

Wie ist in einem Modell wie dem vorgeschlagenen Interdisziplinarität zu verwirklichen?
Wie bisher: Durch aktive Kenntnis der Terminologien und Klassifikationen und Kulturen der so gemeinsam behandelten Disziplinen.

Wissen Sie, daß CAPlus auch WWW-Server auswertet?
Ich wußte es nicht. Danke für den Hinweis! Ich höre dies mit Freuden. Und ich bin für jede weitere Detailinformation hierzu - gleich von wem sie komme - sehr dankbar!

Warum verwenden Sie wenn Sie von der Verwirklichung Ihrer Lösung sprechen so häufig den Konjunktiv?
Die Forschungs- und Veröffentlichungskulturen unterschiedlicher Wissenschaften sind sehr unterschiedlich: ich bin mir durchaus nicht sicher, ob alle von ihnen zu analogen Indexierungsverhalten finden können und werden. Desto kleiner die Menge der in einem Wissensgebiet publizierten Informationen, desto persönlicher der Kontakt zur Gesamtheit der Fachkollegen, desto geringer ist die Bedeutung von Indexierung und Meta- Indexierung der entsprechenden informationen. Analog: Desto größer die Menge der in einem Wissensgebiet publizierten Informationen, desto unmöglicher ein persönlicher Kontakt zur Gesamtheit der Fachkollegen ist, desto größer ist die Bedeutung von Indexierung und Meta-Indexierung der entsprechenden informationen.


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