Niccolò Machiavelli.
Guter Staat für schlechte Menschen.

[Malclavellus plus quam unus est]

Autor: Heinrich C. Kuhn
WWW-Veröffentlichung: 1999-02-08
Letzte Veränderung: 1999-02-08
Druckveröffentlichung: Akzeptiert für: Paul Richard Blum (ed.): " Philosophen der Renaissance", Darmstadt 1999?



Heinrich C. Kuhn:

Niccolò Machiavelli.
Guter Staat für schlechte Menschen.

Niccolò Machiavelli (1469-1527 ), [1] jahrelang Verwaltungsangestellter des Gemeinwesens Florenz, später geschasst, Militärtheoretiker, politischer Reiseschriftsteller, Dramatiker, Literat, noch heute gerühmt ob seines luziden Prosastils , [2] bietet in seinen Werken genug der Widerprüche, Sprunghaftigkeiten, Inkonsistenzen und dunklen Stellen, um bis heute und auch noch in Zukunft schlüssiger Interpretation Widerstände entgegenzusetzen, bietet seinen Leserinnen und Lesern mehr als genug des Außerordentlichen. Die Sekundärliteratur ist - gelinde gesagt - reichhaltig und vielfältig . [3]

Trotz aller - teils perspektivisch bedingten, teils in der Sekundärliteratur einer Entwicklung der Thesen des Autors zugeschriebenen - Widersprüche und Inkonsistenzen: Einiges findet sich immer und immer wieder: zum einen die enge Verbindung zwischen politischer und militärischer Ordnung (wovon weiter unten mehr), zum anderen - und in Anbetracht des weitverbreiteten Rufs Machiavellis als eines zynischen Advokaten der Tyrannis [4] dem einen oder der anderen u.U. überraschend - der Impetus, einen idealen Staat einzurichten:

Nichts, so Machiavelli, mache mehr Ehre als die gute Neuordnung eines Staates, sie mache, wenn sie wohl gelinge, den Neuordnenden verehrungswürdig und wunderbar . [5] Ja mehr noch: "Es wird kein Mensch für irgendeine Tätigkeit so gepriesen wie diejenigen, die durch Gesetze und Einrichtungen die Republiken und die Reiche reformiert haben: es sind diese, die nach denen, die Götter gewesen sind, als erste gelobt werden. Und weil es wenige gegeben hat, die Gelegenheit hatten, solches zu tun, und sehr wenige, die es zu tun gewußt haben, ist die Zahl derer, die es getan haben, gering. Und diese Ehre ist von den Menschen, die nie nach etwas anderem gestrebt haben als nach Ehre, so hoch geschätzt worden, daß sie, da sie in der Wirklichkeit keine Republik machen konnten, sie in Schriften gemacht haben, wie Aristoteles, Platon und viele andere ... ." ; [6] Worum es aber Machiavelli geht, ist kein bloßer Idealstaat; wovon er handeln will ist nicht etwas Ausgedachtes, sondern etwas Reales: "Aber nachdem es meine Absicht ist, etwas zu schreiben, was dem, der es versteht, nützlich ist, schien es mir angemessener, direkt zur wirklichen Wahrheit der Sache als zu ihrer Einbildung zu gehen. Und viele haben sich Republiken und Fürstentümer eingebildet, die man noch nie in wahrer Existenz gesehen noch gekannt hat. Denn es ist ein so großer Abstand zwischen dem, wie man lebt, zu dem, wie man leben müßte, daß der, der das, was man tut, für das, was man tun müßte, verläßt, schneller seinen Untergang als seine Erhaltung lernt... ." ; [7] Nicht um Utopie also geht es, sondern um Politik in wirklicher Welt.

Die Menschen dieser, Machiavellis, Welt sind nicht sehr gut: Sie tun Gutes nur, wenn sie müssen . [8] Die Natur macht wenige von ihnen erfreulich (gagliardi ). [9] Besitz gilt ihnen mehr als Ehre . [10] Wer immer Gutes tut, geht unter all den Bösen unter . [11] Eine an einem abstrakten "Gemeinwohl" orientierte Theorie der Politik ist vor einem solchen Hintergrund nicht primär das was Machiavelli liefert: Gemeinwohl bleibt inhaltsleer: an einer Stelle wird es von Machiavelli als ein Äquivalent für die eigene Auffassung eines Heerführers verstanden, von der dieser die ihm Untergebenen überzeugen muß , [12] auch sonst bleibt es diffus . [13]

Die Themen Machiavellis sind andere, am berühmtesten darunter das in De principatibus [14] vom Machterwerb des Neuen Fürsten, eines Herrschers, der weder durch Wahl , [15] noch durch Erbfolge zur Herrschaft gelangt [16] ist, sondern entweder durch Tugend (virtus) oder durch Fortuna oder durch Schurkerei . [17] Von derlei "Tyrannen", ihrem Weg zur Herrschaf, und ihren ihrer Weise der Herrschaft spezifischen Mitteln, sich an der Herrschaft zu halten hatte schon Aristoteles im Fünften Buche seiner Politikschrift gehandelt [18] (und auch er z.T. in einer Sprache, die sich als nicht als eine durchweg verdammende, sondern zumindest z.T. auch als eine beratende verstehen läßt ). [19] Und auch Ægidius Romanus hatte in seinem immens einflußreichen [20] De regimine principum das Thema des Neuen Fürsten explizit thematisiert und ihr Verhalten als ein im Normalfalle eher tyrannisches bezeichnet . [21] Das meiste von dem, was sich bei Machiavelli an Ratschlägen für einen Neuen Fürsten findet, kann nur vor dem Hintergrund einer Unkenntnis der Tradition, in der es steht, oder in Anbetracht der Formulierungen, die Machiavelli wählt, es zu vermitteln, als außergewöhnlich erscheinen.

Doch es gibt auch in De principatibus Erstaunliches: Das Buch insinuiert, es gebe dem Widmungsempfänger (Lorenzo de' Medici, Herzog von Urbino) Rezepte in die Hand, mit denen er vermögen werde, sich zum Herren Italiens zu machen - was spätestens nach einem Blick auf eine politisch-historische Landkarte die das Italien der damaligen Zeit zeigt [22] als Projekt mit geringer Wahrscheinlichkeit der Realisierung erscheint, und in Anbetracht des Ratschlags alle militärisch gewonnen Territorien zu entwaffnen (statt sich auch ihrer Bewohner zur Stärkung des eigenen Militärs zu bedienen ) [23] als durchaus undurchführbar. Ob es Machiavelli mit seinem Aufruf zur Vereinigung Italiens unter Mediceischer Herrschaft wirklich ernst war, ist kaum zu sagen; gewißlich ernst aber war es es ihm mit der dringlichen Aufforderung, sich vor allem anderen und zu allererst mit eigenen Truppen, mit einem Militär, das aus den eigenen Untertanen des Herrschers besteht, zu versehen : [24]

Der Zusammenhang zwischen politischer und militärischer Ordnung, die Abhängigkeit der politischen von der militärischen ist eines der Hauptthemen Machiavellis; im 12. Kapitel von De principatibus steht zu lesen: "Die hauptsächlichen Fundamente aller Staaten, der neuen wie der alten oder der vermischten, sind die guten Gesetze und das gute Militär: und weil es keine guten Gesetze geben kann, wo kein gutes Militär ist, und wo gutes Militär ist, notwendig auch gute Gesetze sind, werde ich auf die Diskussion der Gesetze verzichten und vom Militär reden." ; [25] Gutes Militär: das ist für Machiavelli nie solches, das sich im Gehorsam anderer befindet , [26] noch erst recht sind es Söldnertruppen , [27] sondern stets "eigene" Truppen: Truppen, die aus Untertanen des Gemeinwesens oder des Herrschers bestehen, das oder der sie einsetzt . [28] Weitgehend unnütz ist die Artillerie , [29] von vergleichsweise geringer Bedeutung die Kavallerie , [30] am wichtigsten der Heeresteil mit den meisten Angehörigen: die Infanterie . [31] Aus allen Berufen seien die Soldaten zu ziehen . [32] Und die Soldaten sollen in ihren Berufen bleiben, die Einrichtung eines Berufsmilitärs wird als der Staatsordnung unzuträglich abgelehnt . [33]

Die Einrichtung eines solchen "Untertanenheers" hat politische Folgen: Dem Volk kann nicht etwas befohlen werden, es ist nicht mehr so leicht beherrschbar , [34] Folge des "eigenen" Heeres, der Bewaffnung der Bevölkerung, die notwendige Bedingung einer jeden ausgedehnten Herrschaft ist, ist daß eben diese Bevölkerung durch den oder die Herrscher nicht mehr nach Belieben manipulierbar ist . [35] Wer versucht, die einmal bewaffnete Bevölkerung zu entwaffnen, gefährdet jedoch seine Herrschaft . [36] Ohnehin rät Machiavelli dem Einzelherrscher, sich stets so zu verhalten, daß "das Volk" (populo), d.i. die breite Masse der Bevölkerung, zu der sich auch Machiavelli zählt , [37] auf seiner Seite ist . [38] Machiavelli sieht den Wunsch des "populo", nicht unterdrückt zu werden, als ehrenvoller (più onesto) als den der Großen zu unterdrücken . [39] Dieses Volk kleinzuhalten oder unbewaffnet zu halten, führt zu gefährlicher Schwäche, macht dauerhafte Herrschaft unmöglich . [40] Mehr noch: Das Volk ist moralisch den Fürsten überlegen , [41] obwohl unwissend ist es einsichtsfähig für die Wahrheit , [42] die Volksmasse ist weiser und verläßlicher als ein Fürst , [43] das Volk ist geeignet als Wächter über die Verfassung , [44] macht weniger Fehler bei der Vergabe von Ämtern als ein Fürst , [45] sieht durch eine verborgene Kraft (per occulta virtù), was ihm übel und was ihm wohl bekömmlich ist , [46] ist mit wie ohne Gesetze einem Fürsten in gleicher Lage überlegen . [47]

Eine Republik, dies versucht Machiavelli den Florenz (mehr oder minder direkt) fürstlich beherrschenden Medici klarzumachen, ist die einzige Staatsform, die für Florenz irgend geeignet ist . [48] Stabil kann eine Republik nur sein, wo sie der Gesamtheit der Bevölkerung Rechnung trägt . [49] Ein Einzelner mit sinistren Absichten kann in einer wohlgeordneten Republik kein Unheil anrichten . [50] Gemeinwesen, in denen die "popoli" regieren, machen in kurzer Zeit große Fortschritte, weil Volksherrschaften Fürstenherrschaften überlegen sind . [51] Groß werden Gemeinwesen dadurch, daß das gemeinsame Wohl über Partikularinteressen gestellt wird - was nur in Republiken der Fall ist . [52] Groß ist nach Machiavelli die Macht und die Wechselhaftigkeit der Fortuna ; [53] wichtig ist es, sich den sich ändernden Zeitläuften anpassen zu können ; [54] Republiken sind vor solchem Hintergrunde langlebiger und von der Fortuna begünstigter als Fürstentümer, weil sich Republiken dank der reichen Unterschiedlichkeit ihrer Bürger besser den Zeitläuften anpassen können . [55] Die Völker sind im die Dinge in Ordnung Halten Fürsten so überlegen, daß Volksherrschaft zum Ruhm derer, die sie einrichten beiträgt . [56]

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Machiavelli hatte von höchsten Ehren jener gesprochen, die Gemeinwesen neu geordnet haben, und von jenen, die ohne Gelegenheit derlei zu tun, immerhin Vorschläge dazu unterbreitet hatten, wie derlei zu tun sei, und zugleich für sich in Anpruch genommen, über Politisches gemäß dem zu schreiben, wie Politisches wirklich sei. Er hatte von engster Verbindung der militärischen mit der politischen Ordnung geschrieben und dabei die Wirkursächlichkeit primär im der militärischen Ordnung gesehen. Er hatte versucht zu zeigen, daß nur militärische Ordnungen, bei denen das Militär aus den eigenen Untertanen besteht, gute militärische Ordnungen sind. Die solcher guten militärischen Ordnung entsprechende Staatsordnung hatte er in der Republik gesehen.

Hätten die mächtigen unter seinen Lesern seine Ratschläge befolgt und hätte die Befolgung dieser Ratschläge die Wirkungen gehabt, die Machiavelli sich davon erhofft hatte, so wäre Machiavellis Platz wohl zwischen denen, die Gemeinwesen neu ordnen, und denen, die über die Ordnung von Gemeinwesen nur schreiben, zu sehen gewesen. Doch: Nach Ansicht Machiavellis war Florenz in all der Zeit, von der brauchbare Überlieferungen existieren, nie eine echte Republik , [57] und es wurde - bestenfalls abgesehen von der Episode 1527-1530 - in all der Zeit seiner Existenz als mehr oder minder autonome politische Einheit nie eine echte Republik . [58] Dennoch unterscheidet sich Machiavellis zusammenführende Untersuchung über menschliche Natur, Umstände, Herrschaft, militärische und politische Ordnung und sein Bestreben, auf letztere Einfluß zu nehmen, beträchtlich von den Idealstaatstheorien anderer Utopisten. Die Faszination, die von seinen Schriften ausgeht, ist eine besondere.

[Textende]


Zitierte Literatur


Fußnoten


[1] Eine Einführung zu Leben, Werk und Nachleben gibt, mit einem Verzeichnis wesentlicherer Literatur bis zu den frühen 1980er Jahren Buck, 1985. Über Ausgaben des 16. mit 19. Jahrhunderts informiert Bertelli, 1979. Über neuere Literatur zu Machiavelli informiert die Bibliographie internationale de l'humanisme et de la Renaissance; aktueller, aber auf Beiträge in ausgewählten "allgemeiner orientierten" und meist englischsprachigen Zeitschriften beschränkt, ist die Datenbank Current contents des ISI.
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[2] De Grazia, 1994, 3 nennt ihn Italiens größten Prosaiker ("her greatest writer of prose").
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[3] Für Informationen zur Sekundärliteratur siehe oben Fußnote 1. Für Inkonsistenzen zwischen einzelnen Werken siehe z.B. die durchaus untereinander abweichenden Aussagen zu Festungen in De principatibus und den Discorsi (z.B. De principatibus cap. 20 (Machiavelli, 1994, 287s) im Vergleich zu Discorsi II cap. 24 (Machiavelli, 1983, 314sqq)), die unterschiedlichen Einschätzungen der Florentiner politischen Ordnung in den Provissioni della repubblica di Firenze per istituire il magistrato de' nove ufficiali dell' ordinanza e milizia fiorentina ... Provvisione prima (Machiavelli, 1961, 101) im Vergleich zu parallelen Passage im Discorso dell' ordinare lo stato di Firenze alle armi (Machiavelli, 1961, 95), die Aussagen zu Francesc Sforza in der Arte della guerra I (Machiaveli, 1961, 336) im Vergleich zu denen in De principatibus cap. 7 (Machiavelli, 1994, 208); für innere Widersprüchce in den Discorsi (und einen Versuch, sie durch Überlegungen zur Chronologie der Entstehung aufzulösen) siehe Bausi, 1985.
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[4] Vgl. Buck, 1985, 129sqq.
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[5] De principatibus cap. 26 (Machiavelli, 1994, 309). Vergleiche auch das "Non dà adunque, il cielo maggiore dono ad uno uomo, né gli può mostrare piú gloriosa via di questa (einen Staat real einzurichten bzw. zu ordnen)" im Discursus florentinarum rerum post mortem iunoris Laurentii Medices (Machiavelli, 1961, 276)
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[6] Discursus florentinarum rerum post mortem iunoris Laurentii Medices (Machiavelli, 1961, 275): "... non è esaltato alcuno uomo tanto in alcuna sua azione, quanto sono quegli che hanno con leggi e con istituti reformato le repubbliche e i regni: questi sono, dopo quegli che sono stati Iddii, i primi laudati. E perché e' sono stati pochi che abbino avuto occasione di farlo, e pochissimi quelli che lo abbino saputo fare, sono piccolo numero quelli che lo abbino fatto: e è stata stimata tanto questa gloria dagli uomini che non hanno mai atteso ad altro che a gloria, che non avendo posuto fare una repubblica in atto, l'hanno fatta in iscritto; come Aristotile, Platone e molti altri: ...."
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[7] "Ma sendo l'intenzione mia [stata] scrivere cosa che sia utile a chi la intende, mi è parso più conveniente andare drieto alla erità effettuale della cosa che alla immaginazione di epsa. E molti si sono immaginate republiche e principati che non si sono mai visti né conosciuti in vero essere. Perché gli èe tanto discosto da come si vive a come si dovrebbe vivere, che colui che lascia quello che si fa, per quello che si dovrebbe fare, impara più presto la ruina che la preservazione sua:" (De principatibus cap. 15 (Machiavelli, 1994, 253).
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[8] Discorsi I, cap 3 (Machiavelli, 1981, 115).
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[9] Dell' arte della guerra VII (Machavelli, 1961, 511).
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[10] Discorsi I, cap. 37 (Machiavelli, 1981, 192).
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[11] De principatibus cap. 15 (Machiavelli, 1994, 253s).
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[12] Dell' Arte della guerra VI (Machiavelli, 1961, 440).
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[13] Cf. Discorsi, II, cap. 2 (Machiavelli, 1981, 249).
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[14] Zur Titelwahl "De principatibus" statt "il principe" (wie der vom Erstdruck des Werkes aus verbreitete Titel lautet [cf. Ingleses Einleitung zu Machiavelli, 1994, 26]) vgl. das was Inglese an Informationen zur Titelwahl der nicht vom Druck abhängigen Handschriften gibt (insbes. Machiavelli, 1994, 39;41; 43; 50).
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[15] De principatibus cap. 19 (Machiavelli, 1994, 282); Vgl. aber auch De principatibus cap. 9 (Machiavelli, 1994, 224sqq).
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[16] Die Behandlung ererbter Herrschaft in De principatibus ist extrem kurz, und berichtet nur davon, wie leicht eine solche zu halten sei (cap. 2: Machiavelli, 1994, 184s).
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[17] cf. De principatibus cap. 8 (Machiaelli, 1994, 217).
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[18] besonders ab 1313a34.
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[19] cf. e.g. 1314b1sqq.
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[20] Cf. Canning, 1996, 133.
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[21] Vgl. hierfür De regimine lib. III, pars II, cap. 5 (Ægidius, 1607, 462s); vgl. auch lib. III, pars II, cap. 15 (Regel 3: Ægidius, 1607, 490s) - mit speziellem Blick darauf, daß es hier um die Verhaltensweisenliste für gute Könige und nicht für böse Tyrannen handelt (für die "echt" tyrannischen Maßnahmen zum Machterhalt siehe lib. III, pars II, cap. 10 (Ægidius, 1607, 477sqq), man beachte aber auch in cap. 11 desselben Teils die Aussage, daß alle Herrscher, die nicht mindestens halbgöttlich seien, auch von zumindest einigen der "spezifisch tyrannischen" Maßnahmen Gebrauch machten (Ægidius, 1607, 481)):
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[22] Eine vereinfachte Übersicht bietet z.B. Marino, 1994, 332.
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[23] De principatibus cap. 20 (Machiavelli, 1994, 284).
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[24] De principatibus cap. 26 (Machiavelli, 1994, 310).
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[25] "E principali fondamenti che abbino tutti li stati, così nuovi come vechi o mixti, sono le buone legge e le buone arme: e perché non può essere buone legge dove non sono buone arme, e dove sono buone arme conviene sieno buonne legge, io lascerò indietro el ragionare delle legge e parlerò delle arme." (Machiavelli, 1994, 236). Dafür, diese Stelle mit mir diskutiert zu haben danke ich John Sloan, John Leonard, Luc Borot, Ray Lurie, und (last not least) Walter Stephens. Vgl. auch den Discoorso del ordinare lo stato di Firenze alle armi (Machiavelli, 1961, 95) (und die entschärfte, "herrschaftsgängiger" gemachte Form davon: Provvissioni della repubblica di Firenze per istituire il magistrato de' nove ufficiali dell' Ordinanza e Milizia fiorentina, dettate da Niccolò Machiavelli. Provisione rima per le fanterie, del 6 dicembre 1506 (Machiavelli, 1961, 101)) sowie das Vorwort zu Dell' arte dell guerra (Machiavelli, 1961, 325), Discorsi I, cap. 4 (Machiavelli, 1981, 116) und Discorsi III, cap. 31 (Machiavelli, 1981, 28), wo auch gesagt wird, daß solches überall bei der Lektüre des in den Discorsi abgehandelten ("ad ogni punto, nel leggere questa istoria") zu sehen sei.
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[26] Vgl. z.B. Discorsi II, cap. 20 (Machiavelli, 1981, 303sqq), De principatibus cap. 13 (Machiavelli, 1994, 244sqq), Dell' arte della guerra III (Machivelli, 1961, 402).
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[27] Gegen Söldnertruppen z.B. De principatibus cap. 12 & 13 (Machiavelli, 1994, 235sqq), Discorsi I, cap. 43 (Machiavelli, 1981, 204), Dell' arte della guerra I (Machiavelli, 1961, 344), Dell' arte della guerra VII (Machiavelli, 1961, 516s).
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[28] Siehe z.B. Dell' arte della guerra I (Machiavelli, 1961, 346sqq), De principatibus cap. 13 (Machiavelli, 1994, 244sqq), Discorsi I, cap. 21 (Machiavelli, 1981, 162s).
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[29] cf. Dell' arte della guerra III (Machiavelli, 1961, 409-416), Discorsi II, cap. 17 (Machiavelli, 1981, 289sqq). Zu diesem Kontext siehe auch Fachard, 1996, 161s.
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[30] Cf. Discorsi II, cap. 17 (Machiavelli, 1981, 293) und Discorsi II, cap. 18 (Machiavelli, 1981, 294sqq).
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[31] Siehe zum einen die in der vorigen Fußnote zur Kavallerie angeführten Stellen, zum anderen Dell' arte della guerra I (Machiavelli, 1961, 339)
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[32] Cf. Della erte della guerra I (Machiavelli, 1961, 350). (Solch allgemeines Bewaffnen aller Bevölkerungsgruppen entspricht nebenbei durchaus nicht dem, was sich in der antiken Politischen Theorie bei Aristoteles und Platon findet ... .)
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[33] Cf. Dell' arte della guerra I (Machiavelli, 1961, 334-342).
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[34] Cf. Dell' arte della guerra I (Machiavelli, 1961, 340; 346).
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[35] Discorsi I, cap. 6 (Machiavelli, 1981, 122).
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[36] De principatibus cap. 20 (Machiavelli, 1994, 283s): Solcher Versuch führt dazu, daß der Herrscher sich bei der Bevölkerung verhaßt macht: wobei verhaßt zu sein widerum etwas ist, was der Herrscher unbedingt versuchen muß zu vermeiden (cf. De principatibus cap. 17 (Machiavelli, 1994, 261sqq).
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[37] Vgl. das Ende des vorletzten Absatzes des Widmungsbriefs zu De principatibus (Machiavelli, 1994, 182).
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[38] Cf. e.g. De principatibus cap. 9 (Machiavelli, 1994, 225sqq), cap. 19 (Machiavelli, 1994, 270sqq), cap. 20 (Machiavelli, 1994, 288), Discorsi I, cap. 16 (Machiavelli, 1981, 152), cap. 40 (Machiavelli, 1981, 201), Discorsi III, cap. 6 (Machiavelli, 1981, 368). Den Großen, den Nobili, den Magni gegenüber ist Machiavelli an einigen von diesen und einigen anderen Stellen (cf. e.g. Ritratto di cose di Francia (Machiavelli, 1961, 164)) deutlich weniger freundlich.
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[39] De principatibus cap. 9 (Machiavelli, 1994, 225). Siehe auch Discorsi I, cap. 4 (Machiavelli, 1981, 117).
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[40] Discoorsi I, cap. 6 (Machiavellii, 1981, 122s).
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[41] Cf. Discorsi I, cap. 29 (Machiavelli, 1981, 176).
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[42] Discorsi I, cap. 4 (Machiavelli, 1981, 117).
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[43] Discorsi I, cap. 58 (Machiavelli, 1981, 231sqq).
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[44] Discorsi I, cap. 5 (Machiavlli, 1981, 118).
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[45] Discorsi I, cap. 58 (Machiavelli, 1981, 235); Discorsi III, cap. 34 (Machiavelli, 1981, 435; 436).
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[46] Discorsi I, cap. 58 (Machiavelli, 1981, 234).
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[47] Discorsi I, cap. 58 (Machiavelli, 1981, 236).
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[48] Discursus florentinarum rerum post mortem iunoris Laurentii Medices (Machiavelli, 1961, 267).
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[49] Discursus florentinarum rerum post mortem iunoris Laurentii Medices (Machiavelli, 1961, 272).
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[50] Discorsi III, cap. 8 (Machiavelli, 1981, 373).
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[51] "Vedesi, ortra di questo, lle città dove i popoli sono proncipi, fare in brevissimo tempo augumenti eccessivi, e molto maggiori che quelle che sempre sono state sotto uno principe; [...]. Ich che non può nascere da altro, se non che sono migliori goerni quegli de' popoli che quegli de' principi". (Discorsi I, cap. 58 (Machiavelli, 1981, 235).
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[52] Discorsi II, cap. 2 (Machiavelli, 1981, 249).
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[53] cf. e.g.: Dell' arte della guerra IV (Machiavelli, 1961, 425), La vita di Castruccio Castracani da Lucca (Machiavelli, 1981, 486), De principatibus cap. 25 (Machiavelli, 1994, 302-306).
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[54] cf. e.g. Dell' arte della guerra I (Macchiavelli, 1961, 332), De principatibus cap. 24 (Machiavelli, 1994, 300), De principatibus cap. 25 (Machiavelli, 1994, 304sqq), Discorsi III, cap. 9 (Machiavelli, 1981, 376-378).
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[55] Discorsi III, cap. 9 (Machiavelli, 1981, 377).
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[56] Discorsi I, cap. 58 (Machiavelli, 1981, 235).
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[57] Discorsi I, cap. 49 (Machiavelli, 1981, 214).
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[58] Kurzübersicht über nachmachiavellische Geschichte von Florenz z.B. in Capelli, 1988, 410-412.
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